Luftbild vom Einkaufszentrum in Wildau nach dem Brand
Video: Brandenburg Aktuell | 17.09.2019 | Julia Baumgärtel | Bild: rbb/Tino Schöning

Verdacht auf Brandstiftung - Einkaufszentrum in Wildau abgebrannt

In Wildau (Dahme-Spreewald) ist am Dienstagmorgen ein Einkaufszentrum in Brand geraten. Als die Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude bereits voll in Flammen. Ein Großteil des Daches stürzte ein. Auslöser des Brandes war offenbar ein angezündetes Sofa.

Ein Einkaufszentrum in Wildau (Dahme-Spreewald) ist in der Nacht zum Dienstag abgebrannt. Feuerwehrleute kämpften auf dem Gelände in der Nähe eines Wohngebietes mehr als zehn Stunden gegen die Flammen. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte, gingen die Ermittler der Kriminalpolizei mittlerweile von Brandstiftung aus.

Ersten Erkenntnissen zufolge soll das Feuer von einem Sofa, das außen an der Mauer des Gebäudes stand, ausgegangen sein. Um 0:23 Uhr seien die Einsatzkräfte durch Anwohner alarmiert worden, als die Feuerwehrleute eintrafen, stand das Gebäude mit einer Grundfläche von rund 5.000 Quadratmetern an der Fichtestraße bereits vollständig in Flammen. Feuerwehren aus Miersdorf, Königs Wusterhausen und Zeuthen seien geruften worden, um den Einsatz zu unterstützen, insgesamt waren laut Angaben der Feuerwehr 70 Kräfte im Einsatz.

Der Bereich der Fichte- und Freiheitsstraße war während der Löscharbeiten gesperrt. Das "Blaue Wunder" genannte Einkaufszentrum ist von verschiedenen Wohnblöcken umgeben, ein Übergreifen des Feuers auf umliegende Gebäude konnte jedoch verhindert werden. In dem Gebäude sollen sich während des Feuers keine Menschen aufgehalten haben. Durch den Brand wurde niemand verletzt.

Einsatzkräfte der Feuerwehr sind bei einem Brand in einem Einkaufszentrum im Einsatz.
| Bild: dpa/Jörg Carstensen

Mehrere Hundertausend Euro Schaden

Die Wohnhäuser in der Nähe des Einsatzortes mussten nach Polizeiangaben nicht evakuiert werden. Allerdings hatten Einsatzkräfte die Anwohner aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten, um sich vor dem dichten Qualm zu schützen. Ein Polizeihubschrauber war den Angaben nach im Einsatz, um das Ausmaß des Brands abzuschätzen. Mit einem Bagger wurde am Morgen der Brandschutt auseinandergezogen, um Glutnester zu finden.

In dem Einkaufszentrum waren unter anderem eine Bankfiliale, ein Imbiss und ein Reisebüro untergebracht. Am Mittag konnten die Ladenbesitzer das zerstörte Gebäude betreten, wie ein Polizeisprecher sagte, geöffnet werden können sie aber offenbar nicht mehr. "Wir gehen davon aus, dass kein Geschäft mehr benutzbar ist", sagte Polizeisprecher Lutz Miersch dem rbb. Der Schaden beläuft sich den Angaben zufolge auf mehrere Hunderttausend Euro, die genaue Höhe sei aber noch nicht absehbar.

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4 Kommentare

  1. 4.

    ihr Beitrag mag ja witzig sein, nur dann müssten SIE Cindy aus Marzahn sein !!!! Das ist hier ien ernste Sache von Brandstiftung und wahrscheinlich dreistem Versicherungsbetrug. Außerdem waren Sie wahrscheinlich nie dort, mir tuen meine Mitbürger Leid, die besondernbei der Sparkasse eine Ansprechpartner und auch Automaten hatten. Die haben nicht alle ein smartphone wie Sie (gehe ich mal von aus) und sind auf traditionelle Gegebenheiten angewiesen zu bezahlen oder sich einen Kontoauszug zu holen. Mit 80+ werden sie kein "moderner" Mensch mehr. Von daher, bitte auf den Blödsinn versichten : es wird eh zuviel konsumiert ? !!! Da waren Dienstleistungen ansässig und kein Konsum !!! Der Konsum wa schon lange weg und auch das "Reisebüro" ist schon umgezogen vor dem Brand. Bleiben nur der Küchendiscounter, die SPK, das Nagelstudio und Getränkeland und eine Zahnärztin, die nun auch ein Problem hat schnellstmöglich neue Räumlichkeiten zu finden.

    Also, der "gruene" Leitgedanke ad absurdum !

  2. 3.

    tja, komischerweise ist genau der Teil abgebrannt, wo noch etwas an "versicherugngsschaden" zu "erziel" war .... und zwar die Küchensonderposten-Heinies !!! das sollte mal zu denken geben ! Das ist meine persönliche Meinung und keine Beschuldigung, weder schlechter Nachruf oder Unterstellung. Es handelt sich um Wirtschaftmathematik. Die WiWo, die dort es einen neuen Wohnkomplex errichten lassen wollte, wäre ja wahnsinnig so etwas in Auftrag zu geben. Die haben ja eh bereits gut zu tun und kommen mit laufenden Projekten kaum hinterher. Aber so ein schöner Schaden an "hochwertigen" Küchenmöbeln und Geräten --- tja, der hat schon was. Dies ist, ich wiederhole mich, keine Unterstellung, jedoch sollte man hier m.E. mal ordentlich prüfen !!!!! Aus einem Einkaufscenter (früher Neyer-Beck) stellt niemand Sperrmüll (also die ominöse Couch) heraus. Ja, solange es Bargeld gibt und dieses fließt, wird sich immer jemand finden, der für 6, 7, 8 oder 10 TEUR "schwach" wird ... was für eine Welt

  3. 2.

    auch wenn ich ihnen zustimme, das wir heute in einer Wegwerfgesellschaft leben, sollte man das Ding nicht gleich abfackeln - auch wenn es irgendwann abgerissen werden sollte.

    Mal wieder ne Ladung Leute, deren Existenz nun gefärdet ist und die Arbeitslosigkeit droht.

  4. 1.

    Man sollte eh weniger konsumieren.

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