Der Teil eines Baumes in Berlin-Grunewald, der auf die Straße gestürzt und eine Frau erschlagen hat (Quelle: rbb/Donschen)
Video: rbb|24 | Material: Abendschau | 29.10.2019 | Bild: rbb/Donschen

Mitfahrer leicht verletzt - Autofahrerin in Berlin-Grunewald von Baum erschlagen

Ein Baum stürzt unvermittelt auf ein fahrendes Auto - die Fahrerin erleidet schwere Kopfverletzungen und stirbt später im Krankenhaus. Ihr Ehemann auf dem Beifahrersitz wird leicht verletzt. Inzwischen ist klar: Der Stamm des 100 Jahre alten Baumes war morsch.

Durch einen umgestürzten Baum ist eine 40-jährige Autofahrerin in Berlin-Grunewald getötet worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde ihr Wagen bei voller Fahrt von dem Baum getroffen. Die Frau wurde zunächst wiederbelebt und kam mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Dort starb sie allerdings in der Nacht zum Dienstag.

Die 40-Jährige war am Montagabend gemeinsam mit ihrem Ehemann im Berliner Ortsteil Grunewald unterwegs, als der Baum kurz hinter der Kreuzung Koenigsallee/ Hüttenweg unvermittelt auf das Auto stürzte. Der 45-jährige Mitfahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde in einem Krankenhaus behandelt.

100-jähriger Spitzahorn komplett entwurzelt

Der Verkehrsermittlungsdienst hat die weiteren Untersuchungen zu dem Unfall aufgenommen. Warum der Baum ohne äußeren Anlass entwurzelt wurde und umstürzte, war zunächst unklar. Bei der Untersuchung des etwa 100 Jahre alten Spitzahorn mit einem rund 40 Zentimeter dicken Stamm stellte sich heraus, dass der Baum wohl infolge der Dürre beinahe komplett abgestorben war. Das Holz im Stumpf war weich und zerbröselte regelrecht.

Derk Ehlert von der Senatsumweltverwaltung sagte dem rbb, dass der Baum zuletzt im Februar von einem Baumgutachter überprüft worden sei. Dieser habe keine Schäden festgestellt. Die insgesamt 430.000 Berliner Straßenbäume werden regelmäßig einmal pro Jahr kontrolliert. Nach zwei heißen und trockenen Sommern sind allerdings viele Bäume geschwächt, sodass eine Kontrolle pro Jahr möglicherweise nicht mehr ausreichend ist.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 29.10.2019, 19:30 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Typisch es muss erst Menschen sterben. Es ist ja nicht das erste mal. Das Auto meiner schwangeren Tochter wurde auch von einem grossen Baum an einem sonnigen trockenen Tag getroffen. Es gab glücklicherweise keine Personenschäden. Das Rechtsamt weigert sich auch nur 1 Euro zu zahlen. Standardbehauptung .Baum wird jedes Jahr überprüft. Ein Witz. Die Wurzeln waren von Engerlingen komplett weggefressen. Und der Bürger der Stadt wird allein gelassen.

  2. 3.

    "Die insgesamt 430.000 Berliner Straßenbäume werden regelmäßig kontrolliert."

    Wer soll denn so etwas glauben?
    Auf der anderen Seite ist alle 5 Jahre mal hingucken vielleicht auch eine Kontrolle.

  3. 2.

    Wenn das der abgebildete Baum wirklich war, dann bitte lasst diesen Mitarbeiter keine Bäume mehr prüfen.
    Schon die sichtbaren oberirdischen Teile weisen deutlich auf einen nicht intakten Baum hin.
    Keine Rinde mehr im unteren Stammbereich und Efeu bewuchs im Kronenbereich sind Zeichen für einen ungesunden Baum.

  4. 1.

    wenn das wirklich der Baum ist, der die Dame im Auto erschlagen hat, dann sieht man, dass er unten nicht mehr ok war... das ist sehr tragisch. Kann ja im Februar noch wesentlich besser gewesen sein oder im Verborgenen gefault haben... so was kann man letztlich nie ausschließen.

    Sehr traurige Angelegenheit, mein Beileid den Angehörigen und Freunden....

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