Spaziergänger mit freilaufenden Hunden im Grunewald (Quelle: imago/Frank Sorge)
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Video: Abendschau | 14.10.2019 | Marcel Trocoli Castro | Bild: imago stock&people/Frank Sorge

Leinenpflicht und Steuerplaketten im Fokus - Ordnungsämter planen ganzwöchige Hunde-Kontrollen

Die Berliner Ordnungsämter wollen von Montag an gezielt gegen Hundehalter vorgehen, die sich nicht an die Leinenpflicht halten. Unter anderem sollen bis Sonntag auch die Steuerplaketten der Tiere kontrolliert werden.

Ziel der stadtweiten Aktion sei es, Hundehalter für die Einhaltung der Gesetze zu sensibilisieren, hieß es. Die Ergebnisse der Kontrollen sollen in der darauffolgenden Woche bekanntgegeben werden.

Seit dem 1. Januar gilt in ganz Berlin die allgemeine Leinenpflicht für Hunde in der Öffentlichkeit. Die meisten Hunde sind davon allerdings ausgenommen, und zwar wenn sie bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes im Juli 2016 gehalten wurden. Schätzungen zufolge sollen etwa 80 Prozent der rund 108.700 angemeldeten Hunde in diese Kategorie fallen.

Wer seinem Hund freien Auslauf gewähren möchte, kann einen sogenannten Hundeführerschein beantragen. Mit diesem darf der Hund auf unbelebten Straßen, Plätzen oder Brachflächen frei laufen. In Parks müssen alle Hunde immer angeleint sein. Seit Jahresbeginn und bis Ende Juli wurden 145 Führerscheine ausgestellt.

Sendung: rbb 88,8, 14.10.2019, 05:00 Uhr

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26 Kommentare

  1. 26.

    Emotionale Nutztierhaltung mit all ihren Nachteilen für das Tier und unbeteiligte Dritte scheint mir eine Relikt der Vergangenheit zu sein. Umso vehementer der "Whataboutism" der zu kontrollierenden Halter, die sich wie alle vermeintlich gesetzlich Bevormundeten als Opfer einer staatlichen "Willkür" verstehen, um dadurch ihr eigenes willkürliches - die allgemein geltenden Maßstäbe, Gesetze, die Rechte, Interessen anderer missachtendes, an den eigenen Interessen ausgerichtetes und die eigene Macht nutzendes Handeln - Verhalten versuchen zu legitimieren. Degoutant!

  2. 25.

    Und wo sind die "Auslaufgebiete" für uns Menschen, außer wir zahlen Eintritt wie im Britzer Garten? Das ist verkehrte Welt. Einfach mal laufen können, den Himmel ansehen, auf eine Wiese legen, das geht nirgends mehr. Es gibt nur EIN Auslaufgebiet für Hunde? Ganz Berlin ist Hundeauslaufgebiet. Jeder Baum, jeder Strauch, jede Grünfläche ist Pipi- und Kackazone. . Baut offizielle Gebiete für Hunde in Berlin, die Eintritt kosten, Kontrollen außerhalb, hohe Bußgelder, die für die Säuberung der Straßen und Baumrettung verwendet werden, dann reden wir weiter.

  3. 24.

    Da wundert sich der sprecher warum so wenige hundeführerscheine ausgestellt werden- was hätte ich oder mein hund davon? auf dem gehweg ohne leine zwischen radfahrern und rasenden scootern? Nein danke! Und sagt bitte nicht immer auslaufgebiete,berlin hat nur ein einziges,das andere sind eher völlig überfüllte kampfarenen,der grösste witz ist das schmale " gebiet" im gleisdreieckpark,grad gross genug dass EIN hund ballspielen kann.eigentlich bin ich für die leinenpflicht,aber für alle,nich nur für die die sich leicht kontrollieren lassen! Ausserdem brauchen wir auslaufgebiete die den namen verdient haben,wo man richtig spazieren gehen kann,aber das schiebt der senat auf die bezirke,nur die strafen will er kassieren!

  4. 23.

    Die beste Lösung? Einfach! Stellen sie ausreichend Personal ein, verschärfen sie alle Vergehen deutlich und kontrollieren Sie einfach deren Einhaltung. Keine Schwerpunktkontrollen, sondern kontinuierlich und konsequent. Sonst wird das einfach nichts.

  5. 22.

    Es gibt z.b. das Problem, dass es für Kinder kaum noch Grünflächen gibt, die von Hunden nicht zugepinkelt oder -gekotet sind. Selbst Spielplätze werden abend gerne als Hundeauslauf- und ausmachgebiet mißbraucht. Auch der nagelneue Britzer Spielplatz Blaschkoallee, auf dem wir gestern waren. Wenn man dann etwas sagt, dass auf Spielplätzen ein generelles Hundeverbot gilt, muss man sich anpöbeln und beleidigen lassen. Nein. Für uns und viele andere Eltern ist der Hundedreck und freilaufende Hunde ein riesiges Problem.

  6. 21.

    Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu. Es wurden sogar schon Tüten bei uns über d. Gartenzaun geworfen. Und das mit d. "im Gebüsch nutzt es d. Natur...". Und stinkt entsetzlich, sobald d. Sonne drauf scheint. D. Spaß am Hund haben d. Besitzer. D. Rest bleibt für uns. Kein Halm mehr, d. nicht kontaminiert ist, kein Park mehr für Kinder zum toben. D. Hund geht immer vor, wir anderen dürfen alles erdulden u. nicht einmal etwas sagen. Verkehrte Welt. P.S.: Hundehaltung in d. Großstadt ist Tierquälerei. Soviel z. großen Tierliebe.

  7. 20.

    @neo: Ich möchte noch ergänzen ... das OA sollte bitte selbst vorbildlich sein: Hier stehen sie bei Ihrer Parkkontrolle oft im Halteverbot - "Iss ja wohl so schon zuviel zum latschen" und bei Falschparkern auf den Busspuren oft direkt dahinter ... hey, das OA hat keine Sonderrechte!! ...
    und bitte in allen Gebieten ... "Achtung ein Geheimtip" für Hundehalter: Hundeauslauf Hasenheide. Dort traut sich die Polizei nur in größeren Gruppen rein (haben dann aber andere Aufgaben) und das OA vermutlich gar nicht.
    Die Gegend um die Rigaer Str. sollte auch kein rechtsfreier Raum mehr sein etc. etc. etc.
    Dann auch mal ran an die weniger nett aussehenden Persönlichkeiten statt unauffällig zu verschwinden.
    Es gibt so vieles was in dieser Stadt stinkt und das ist nicht von den Hunden!

  8. 19.

    Ah - dann essen Sie auch kein Fleisch gequälter Massenhaltungstiere - nehme ich an?
    Bei den Flexileinen gebe ich Ihnen Recht - bei allem anderen - Tierquälerei durch Leine etc - da schüttel ich nur den Kopf....
    Ich werde durch Kinder (inlusive derer Eltern, denen kein Benimm auf dem Rad/Fußweg beigebracht wurde, mehr gefährdet, als durch Hunde - nur mal als Denkanstoß.
    Hunde, wenn sozialisiert, rennen nicht auf Menschen zu oder in einen hinein, sie weichen aus.
    Aber zurück zur Kontrolle: es sollte auf ALLE Leute seitens des OA geachtet werden, nicht mal hin und wieder auf die eine oder andere Zielgruppe.

  9. 18.

    Meine Beobachtungen und Erfahrungen: mittlerweile liegen überall die schwarzen, Kacke-gefüllten Plastiksäckchen im Park und im Straßenland herum. Da ist ebenso eklig wie die Haufen selbst und mindestens genauso öko-negativ wie die Exkremente der Vierbeiner für die Natur.
    Was die Leinen angeht, so bieten diese in zig-meterlanger Ausführung starke Unfallgefahren in Form von Fallleinen. Letztens konnte ich auf dem Rad (hier im Park ist das Radeln erlaubt) tatsächlich die irre dünne Leine nicht einmal erkennen und wäre fast da hineingefahren. Besitzer und Hund waren weit auseinander - trotz Leine. Mit solch einer Leine hat der Besitzer auch seinen Hund garaniert nicht mehr unter Kontrolle.
    Spielende Kinder oder auch normale Spaziergänger sind dadurch ebenso gefährdet.
    Insofern macht der Leinenzwang mmn. nur Sinn, wenn die Leine eine Höchstlänge hat. Die Leine selbst aber halte ich für Tierquälerei. (Wie im Grunde jede Haustierhaltung, eben, wegen der unnatürlichen Beschränkungen.)

  10. 17.

    Der Mensch verursacht deutlich mehr Schaden an der Natur.
    Der Hund dient in Ihrem Kommentar nur einer Schuldzuweisung - sehr dünnes Eis. Dann müssten alle wildliebenden Tiere ja auch ihren Knök entfernen müssen, weil ja die Natur zerstört würde.
    Aber wer in der Schule aufgepasst und die richtigen Bücher gelesen hat, der weiß, dass die Natur sich selbst reguliert - das betrifft auch die Kacke der Tiere - abgesehen der Haufen der domestizierten Haushunde, die auf Beton oder (Liege)Wiesen liegengelassen werden - deren Halter/innen sind es, die dem anderenurbanen Menschen die Unannehmlichkeiten bereiten.

  11. 16.

    @Tobias
    Welche Schäden sind das genau, die Hunde in der Natur verursachen?
    Hundekot verrotet nach 14 Tagen ... Hundetüten nach 30Jahren. Auf Gehwegen ist klar das es entfernt werden muß?
    Aber aus dem tiefsten Gebüsch?
    So unappetitlich es klingen mag, Hundekot hilft Insekten zu 100%, Igeln, Vögeln und auch anderem Getier in Zeiten der Trockenheit als Nahrung.
    Die bestehende Gefahr durch Erkrankungen dabei sind natürlich gegeben ... die Gefahr ist aber durch Katzen, Füchse, Wildschweine etc. pp nicht wirklich geringer .

  12. 15.

    Schäden in der Natur. Aha. Fällen die Bäume? Versiegeln die Flächen? Brechen die Sträucher ab? Ich dachte bisher das wären die Menschen. Wie dumm von mir. Aber da es in Berlin ja keine größeren Probleme gibt, wird das schon richtig so sein. Ist schon interessant, wie immer die kleinsten und am leichtesten handhabbaren Probleme zur größten Aufgabe gemacht werden. Da kann man wenigstens kaum scheitern und treibt noch gut Geld ein.

  13. 14.

    Gut, dass die Kontrollaktion vorher angekündigt wird ...

  14. 13.

    @Herr E.
    "Das Auslaufgebiet im östlichen Teil wurde und wird von HundehalterInnen massenhaft rechtswidrig auf den gesamten Grunewald ausgedehnt."
    Skandalös ist das ... hier gehört eindeutig härter durchgegriffen. Die Todesstrafe für Hund und Haltende (oder auch Nichhaltende) ist auf jeden Fall angemessen!
    Au weia!

  15. 12.

    SuperAktion!
    Damit können sich die Dealer in den Parks endlich sicher fühlen und werden nicht mehr von unangeleinten Hunden gefährdet und die Drogenverstecke sind sicher vor Hundehaufen ... einfach Klasse!
    Keine Hunde mehr die den Radfahrern in den Parks vor die Räder laufen.
    Zudem sinkt die Verletzungsgefahr für die Hunde deutlich weil sich nicht mehr in die zerbrochenen Glasflaschen treten. Klasse!
    Mensch Berlin ... schön das immer die wirklich dringensten Probleme angegangen werden, die Otto-Normal mal so richtig in die Mangel nehmen.
    Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. (Joh 8,7; LUT)

  16. 11.

    Hunde verursachen viele Schäden in der Natur, wenn sie nicht angeleihnt sind. Ich weiß jetzt nicht, warum man das mit einer anderen Problematik aufwiegen sollte. Beides ist schlimm.

  17. 10.

    Ist mal wieder Typisch, Kontrollen und Bußgelder.
    Vielleicht sollte man alle Sensibler machen was die Sauberkeit und Einhaltung einfacher Regeln betrifft.
    Dann wird es auch was. Aber nicht einmal die meisten Bürger schaffen es zum Mülleimer oder zur BSR.
    Und auch sonst pocht jeder auf sein Recht aber ist uneinsichtig bei eigenen Fehlern.
    Also anstatt bei den anderen zu schauen lieber mal selber mehr Rücksicht nehmen. Nur so wird es Funktionieren. Ich bin nicht perfekt und halte mich auch nicht immer an alle Regeln. Deswegen werde ich nicht mit den Finger auf andere Zeigen.

  18. 9.

    ... warum nicht die "alten" Hundebesitzer? Die sind es doch, die völlig beratungsresistent sind und ihre Hunde auch auf Bitten nicht anleinen. Ich lade alle Ordnungshüter nach Köpenick - Wendenschloß oder ins Allendeviertel - ein. Hier wird auf Hinterhöfen gemacht, was man will. Keine Rücksicht auf nur Irgendjemand. Man muß sich noch beschimpfen lassen.
    Aber es sind nicht alle Hundebesitzer so, das wollen wir auch festhalten. Aber leider sind die die Ausnahme.

  19. 8.

    Frohe Botschaft für die Berliner und deren Besucher : Das Problem des illegalen, auf öffentlichem Straßenland abgelegten (Sperr-) Mülls ist offenbar nicht mehr existiert, so daß sich die Ordnungsämter der Bezirke nun den Hundehaltern zuwenden können. Endlich wird ein Problem angegangen, welches die Mehrheit der Berliner seit Jahren umtreibt. Die ganze Aktion kommentiert sich selbst.

  20. 7.

    Notwendig sind Kontrollen der Leinenpflicht in den Forsten, z.B. im Grunewald westlich der AVUS. Das Auslaufgebiet im östlichen Teil wurde und wird von HundehalterInnen massenhaft rechtswidrig auf den gesamten Grunewald ausgedehnt.

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