Am Halleschen Ufer steht am 11.10.2019 ein ausgebranntes Diplomatenfahrzeug vor der türkischen Botschaft (Bild: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Berlin-Kreuzberg - Auto der türkischen Botschaft in Berlin angezündet

Ein Wagen der türkischen Botschaft ist in der vergangenen Nacht in Flammen aufgegangen. Die Hintergründe sind noch unklar, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag in Berlin-Kreuzberg ein Auto der türkischen Botschaft in Brand gesetzt. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Einsatzkräfte gegen 03.45 Uhr gerufen, um das Feuer am Wagen zu löschen. Zuvor hatte die "B.Z" darüber berichtet.

Eine Polizeisprecherin sagte dem rbb, man gehe von einem Brandanschlag aus. Ein Autofahrer hatte die Flammen an dem geparkten Wagen der türkischen Botschaft entdeckt und alarmierte die Feuerwehr. Das Auto, das durch ein Diplomatenkennzeichen erkennbar war, brannte vollkommen aus. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

In Berlin und anderen deutschen Städten hatten am Donnerstagabend zahlreiche Menschen gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien demonstriert. Eine "untere vierstellige Zahl" war nach Polizeiangaben in Kreuzberg zusammengekommen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Mittwoch den Beginn der Offensive im Norden Syriens verkündet. Sie richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz, die von der Türkei als Terrororganisation angesehen wird [tagesschau.de].

Außerdem brannte kurz nach Mitternacht ein Auto in der Kopfstraße in Neukölln. Wie die Polizei mitteilte, entdeckte eine Anwohnerin das Feuer an der Motorhaube des parkenden Autos. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, die Motorhaube wurde jedoch stark beschädigt.

Sendung: Abendschau, 11.10.2019, 19.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

5 Kommentare

  1. 5.

    Und dann werde ich selber zum Verbrecher und fackle Autos ab??? Schwachsinn des Einen mit Gegenschwachsinn bekämpfen???

  2. 4.

    Was soll dieser Schwachsinn mit dem Abfackeln von Autos? Außer Umweltverschmutzung und Gefährdung Unschuldiger kommt dabei doch nichts raus! Das ist kein legitimer Protest mehr! Von solch schwachsinnigen Aktionen wird sich der kleine Diktator vom Bosporus ja wohl kaum von seinem völkerrechtswidrigen Einsatz und der Zusammenarbeit mit Islamisten abhalten lassen. Macht lieber mal unserer Regierung Beine, dass sie klare Kante zeigt und nicht aus Angst vor der nächsten Flüchtlingswelle diesem türkischen [hier-den-bekannten-Diktator-einsetzen]-Imitat noch mit Geld pampert, dass wahrscheinlich in großen Teilen eh nicht bei den syrischen Flüchtlingen ankommen dürfte. In Nordsyrien sterben durch einen NATO-Staat (!) schon wieder unschuldige Zivilisten, weil E. seine Paranoia auslebt! Und die Welt schaut wieder zu. Nichts aus 1938 gelernt?!?

  3. 2.

    Eigentum fremder Leute zu zerstören geht garnicht - aber Zusammenhänge sind wohl mit der militärischen Intervention zu erkennen - wäre der Wagen sonst abgebrannt worden?
    Ich bin gespannt, wie die Türkischen Menschen Hierzulande untereinander reagieren werden, vor allem die politischen Lager, wie gestern an der Demo zu sehen.
    Ich hoffe, dass die Leute, die hier in Europa friedlich zusammenleben, dies weiterhin machen und die politischen Auseinandersetzungen friedlich und vernünftig führen.
    Meine Meinung zu der Sache: es ist ein Bruch von Völkerrecht, wenn Militär eine Grenze überschreitet, ob am Boden

  4. 1.

    Man mag ja von dem big E halten, was man will - auf keinen Fall aber darf man sich auf eine Stufe mit ihm stellen, also Brandstifter werden! Protest ja, Abfackeln nein.

    Ich kenne Landsleute, die big E verachten, die eigene Heimat nicht mehr besuchen, solange aber auch dort noch bei den Wahlen die (über)alte(rte) Landbevölkerung zahlenmäßig überwiegt, ändert sich nix. Wie in Brandenburg Süd, beim Brexit vor 3 Jahren in UK, überall. Die Alten gehen überall fleißig wählen und wollen alles so haben "wie früher". Großartig.

Das könnte Sie auch interessieren