Eine Menschenschlange wartet am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg auf einen Bus des SEV. (Quelle: rbb/Keuter)
Video: rbb24 | 02.10.2019 | 13 Uhr | Bild: rbb/Keuter

Brand zerstörte Signalkabel - Starke Beeinträchtigung durch Sperrung der U1 und U3

Ein Böschungsbrand hat wichtige Kabel an einer U-Bahn-Brücke zerstört, auf den Linien der U1 und U3 gibt es zwischen Gleisdreieck und Kottbusser Tor nur Ersatzverkehr. Der kämpfte sich am Morgen nicht nur durch den Stau, sondern auch den Regen.

Fahrgäste der Linien U1 und U3 mussten am Mittwochmorgen neben erhöhter Geduld auch wetterfeste Kleidung mitbringen. Nach einem Böschungsbrand unter der Zossener Brücke in Kreuzberg ist der Verkehr zwischen den Bahnhöfen Nollendorfplatz und Kottbusser Tor unterbrochen. Die Reparatur wird laut BVG wohl bis zum Samstag dauern. Fahrgäste mussten deswegen auf Ersatzbusse ausweichen - im Berufsverkehr und im strömenden Regen.

"Wird wohl später werden, wa?"

Zehn Busse pendeln seit Betriebsbeginn im 6-Minuten-Takt zwischen Gleisdreieck (mit U2 noch erreichbar) und Nollendorfplatz. Doch viele Menschen mussten die zum Teil überfüllten Busse fahren lassen und auf den nächsten warten, berichten rbb-Reporter. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hatte kaum Zeit, sich auf die Sperrung einzustellen und musste Busse von anderne Linien abziehen. "Ick steh' hier und warte", sagte eine Frau. "Jetzt komm' ick zu spät zur Arbeit und werde mir wahrscheinlich ein Taxi nehmen müssen. Zahlt hoffentlich der Arbeitgeber." Ein anderer Fahrgast nahm es etwas gelassener. "Wird wohl später werden, wa?"  

BVG-Service-Mitarbeiter standen am Morgen gemeinsam mit den Fahrgästen im Regen. Zehn weitere Busse sollen im Laufe des Tages den Ersatzverkehr unterstützen, so das Unternehmen.

Wie ein Sprecher der BVG dem rbb sagte, sind durch den Brand Kabel an der Hochbahn-Trasse zerstört worden, die erst erneuert werden müssen. "Jedes Kabel muss per Hand repariert werden", hieß es.

In der Nähe der Zossener Brücke in Kreuzberg war am Dienstagnachmittag ein Gebüsch unter der Hochbahn in Brand geraten. Die genaue Brandursache war zunächst unklar. Die Polizei gehe von fahrlässiger Brandstiftung aus, sagte eine Sprecherin. Einen Anschlag habe die Kripo ausgeschlossen.

Sendung: rbb 88.8 | 02.10.2019 | 7.00 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    "Jetzt komm' ick zu spät zur Arbeit und werde mir wahrscheinlich ein Taxi nehmen müssen. Zahlt hoffentlich der Arbeitgeber."---

    nein - zahlt der Arbeitgeber nicht und man darf dankbar sein, wenn der Arbeitgeber dafür überhaupt Verständnis hat denn widerholtes zu spät kommen wegen ÖPNV kann zu Abmahnungen und auch Kündigungen führen.

    Von meiner Seite aus lasse ich mir ungerne Abmahnungen für was geben, wofür ich nichts kann und gegen eine Kündigung wegen widerholtes zu spät kommen wegen Ausfälle und Verspätungen des ÖPNV ist auch rechtens. So schade es auch ist.

    Also gleich mit Auto selber fahren und dafür sorgen, das man immer pünktlich ist - und das habe ich komischerweise mit dem Auto immer hinbekommen. Parkplätze gab es auch immer... mit Auto gab es nie Probleme - im Gegensatz zum ÖPNV.

  2. 4.

    Genau die Betonung haben sie richtig erkannt, "könnten". Leider ist es mir nicht gegeben täglich 2x 25 km zu Fahren. Das ist was für Helden wie Sie.

  3. 1.

    Gottseidank gibt mit die Stadt jeden Tag aufs Neue eine Steilvorlage um mit dem Auto zu fahren!

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