Razzia auf der Schulstraße und Liebenwalder Straße in Berlin Wedding. (Quelle: rbb/M. Pudwell)
Bild: rbb/M. Pudwell

Großeinsatz gegen Clan-Kriminalität - Festnahme bei Razzien in Weddinger Shisha-Bars

Die Berliner Polizei hat am Freitagabend ihre Maßnahmen gegen Clan-Kriminalität fortgesetzt. Von 20:30 Uhr bis 23:30 waren mehr als 200 Einsatzkräfte im Stadtteil Wedding unterwegs und durchsuchten Lokalitäten, dabei vor allem Shisha-Bars, wie Polizeisprecher Thilo Cablitz rbb|24 sagte. Die Aktionen konzentrierten sich demnach auf die Liebenwalder Straße und Utrechter Straße.

Die Polizeikräfte wurden von Kollegen des LKA und des BKA sowie von Vertretern des Zolls und der Finanzämter unterstützt, so Cablitz weiter. Bei den Durchsuchungen konnte ein Haftbefehl gegen einen gesuchten Straftäter vollstreckt werden, wie Cablitz am späten Freitagabend im Gespräch mit rbb|24 sagte. Ein Wettbüro wurde geschlossen. Sieben Spielautomaten wurden beschlagnahmt, mehrere Shisha-Öfen versiegelt, einige Kilogramm Shisha-Tabak sichergestellt, so Cablitz weiter. Zudem wurde seinen Angaben zufolge ein Fahrzeug beschlagnahmt. Genaueres wolle man am Samstag bekanntgeben, kündigte er an.

Mit dem neuerlichen Schwerpunkteinsatz habe man den Kontrolldruck auf die organisierte Kriminalität im arabischen Clan-Milieu erhöhen wollen. "Außerdem wollten wir zeigen, dass wir hierbei stadtweit unterwegs sind - und nicht nur in Neukölln", betonte der Polizeisprecher.

 

Insgesamt 230 Kontrollen in 2019

Bereits am Donnerstagabend war die Polizei mehrere Stunden lang mit einhundert Beamten in den Bezirken Steglitz und Zehlendorf gegen organisierte Clan-Kriminalität im Einsatz. Kontrolliert wurden nach Polizeiangaben 17 Shisha-Bars und ähnliche Einrichtungen.

Die Razzien hätten sich auf gewerbe-, arbeits-, steuer- und ordnungsrechtliche Verstöße konzentriert. Dabei seien unter anderem Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt worden, wie ein Polizeisprecher dem rbb sagte. Zwei Lokale seien geschlossen und versiegelt worden, festgenommen wurde niemand. Daneben gab es verstärkte Verkehrskontrollen bei 79 Fahrzeuge. Es wurden Alkohol- und Drogentests durchgeführt, die in sechs Fällen positiv ausfielen.

Bereits 230 Mal rückte die Polizei in diesem Jahre bereits zu Razzien gegen kriminelle Clans aus.

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10 Kommentare

  1. 10.

    Frau Jelpke ist so weltfremd und so in ihrer identitätspolitischen Ideologieblase gefangen, dass sie ohne Not Täter zu Opfern erklärt. Und das kann man von mir tatsächlich nicht behaupten.

    Insofern, Keule, haste recht!

  2. 9.

    Warum werden solche Geschäftsmodelle eigentlich noch zugelassen?
    Es gibt ein Spielhallen Gesetz
    Warum nicht auch für solche Bars?
    Wer geht denn dort hin? Jeder Gast unterstützt doch die Clans

  3. 8.

    Frau Jelpke ist eine sehr gute Frau, die sich für Menschen einsetzt. Kann man von dir offensichtlich nicht behaupten.

  4. 7.

    Kreuzberg,Friedrichshain, Charlottenburg Wilmersdorf,Wedding Mitte,Tempelhof, Tiergarten,Schöneberg, Tiergarten,
    Zehlendorf,Steglitz,Neukölln, Spandau, welche Bezirke in denen die kriminellen Strukturen stark vertreten sind,wurden denn ihrer kompetenten Meinung nach von den Ermittlungsbehörden übersehen ?

  5. 6.

    Eine Festnahme, mehrere Beschlagnahmungen, Versiegelungen und Strafverfahren. Sie können doch lesen, oder wieso muss Ihnen jemand erklären, welche Erfolge die Aktion hatte?!

  6. 5.

    Sie scheinen ja ein Experte im Bereich der Zerschlagung krimineller Strukturen zu sein, wenn Sie die Maßnahmen der Sicherheitsbehörden als unsinnig abtun. Bitte lassen sie uns an Ihrer scheinbar effektiveren Strategie der Problemlösung teilhaben.Kompetente Vorschläge von Fachleuten werden immer gern gehört.

  7. 4.

    Wann bitte sind die anderen Bezirke endlich auch dabei?

  8. 3.

    Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Ulla Jelpke sich hierzu zu Wort meldet und “strukturellen Rassismus“ anprangert.

  9. 2.

    Es wird Druck aufgebaut, es werden Strafverfahren eingeleitet, es wird Geld beschlagnahmt... Irgendwann vergeht den Clans der Spaß und sie ziehen (hoffentlich) ab. Nahziel erreicht.

  10. 1.

    Ja und nun? Was hat die Aktion gebracht? Außer Publicity und Wundergeschichten in den Medien! Was hat diese Aktion für den Staat gebracht? Wird keiner hier und auch nicht woanders erklären können!

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