Mitarbeiter der Spurensicherung in Teltow, wo eine Frau bei einem Gewaltverbrechen tödlich verletzt wurde. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Video: rbb24 | 25.10.2019 | 13 Uhr | Bild: dpa/Christophe Gateau

Frau in Teltow erstochen - Mutmaßlicher Täter soll Mitarbeiter des Bundestags sein

Am Tag nach dem mutmaßlichen Tötungsdelikt in der Chopinstraße in Teltow (Potsdam-Mittelmark) deutet Vieles auf eine Beziehungstat hin.

Wie die "B.Z." berichtet, verdächtigen die Ermittler der Kriminalpolizei einen Mitarbeiter des Deutschen Bundestags, seine Frau erstochen zu haben. Die 60-Jährige und ihr Mann sollen demnach bereits länger getrennt gelebt haben. Vor Gericht soll die Frau ein "Näherungsverbot" gegen ihren 57 Jahre alten Mann erwirkt haben.

Anwohner alarmierten die Polizei

Auch der mutmaßliche Täter soll bei dem Vorfall in der Nacht zu Freitag lebensgefährliche Verletzungen erlitten haben. Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, sei der Mann in der Nähe des Tatortes aufgefunden worden. Er habe notoperiert werden müssen. Weitere Angaben zur Toten und dem Verletzten machten Polizei und Staatsanwaltschaft bisher nicht.

Die Polizei sei um 1:19 Uhr von Anwohnern alarmiert worden: Eine Frau liege vor einem Einfamilienhaus in der Chopinstraße in Teltow. Die hinzugezogenen Rettungskräfte hätten die schwerverletzte Frau auf ihrem Grundstück gefunden, sagte die Polizeisprecherin. Sie sei noch während des Einsatzes gestorben.

Der genaue Ablauf der Tat und mögliche Motive seien Gegenstand "intensiver Ermittlungen", hieß es am Freitag von der Polizei. "Die Mordkommission, die bereits in der Nacht gemeinsam mit Spezialisten der Kriminaltechnik am Tatort arbeitete und Spuren sicherte, hat die Ermittlungen wegen eines Tötungsdeliktes aufgenommen."

Auch ein Jugendlicher am Tatort

Wie ein am Tatort tätiger Pressefotograf sagte, hatten die Nachbarn in der Nacht Schreie gehört und waren auf das Grundstück gelaufen. Dort hätten sie die Frau, einen Mann und einen Jugendlichen entdeckt und die Polizei verständigt. Wie der Fotograf weiter sagte, musste der Jugendliche seelsorgerisch betreut werden.

Sendung: Brandenburg aktuell, 25.10.2019, 19:30 Uhr

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