Zwei Polizisten stehen im Hauptbahnhof in Berlin. (Quelle: dpa/Sophia Kembowski)
Bild: dpa/Sophia Kembowski

Drohmails in mehreren Bundesländern - Berliner Ermittler suchen nach weiteren Tatbeteiligten

Nach Drohmails gegen Politiker und Behörden in mehreren Bundesländern sucht die Berliner Generalstaatsanwaltschaft nach möglichen weiteren Tatbeteiligten. Die Ermittlungen gegen einen 31-Jährigen neigten sich dem Ende zu, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Dirk Feuerberg der Nachrichtenagentur dpa sagte. Der Mann aus Schleswig-Holstein war Anfang April festgenommen worden. Einen Tag später war eine weitere Drohmail aufgetaucht.

Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft führt die bundesweiten Ermittlungen zu den Mails. Sie geht von einem rechtsextremistischen Hintergrund aus. Die Schreiben waren demnach mit "Nationalsozialistische Offensive" unterzeichnet worden. Gedroht wurde mit Bomben und Exekutionen auf offener Straße. Betroffen waren Brandenburg, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein  und Hamburg. Wegen der Drohmails wurden Rathäuser, Bahnhöfe, ein Finanzamt und ein Kindergarten evakuiert. Sprengkörper wurden nicht gefunden.

Ermittlungen auch zu Drohmails von "Staatsstreichorchester"

Gegen den 31-Jährigen, der in Berlin in Untersuchungshaft sitzt, wird nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wegen versuchter Nötigung in besonders schwerem Fall, Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten sowie wegen Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Der Verdächtige soll sich demnach aus dem Internet Anleitungen zum Bombenbauen heruntergeladen haben.

In einem zweiten Komplex ermittle die Berliner Staatsanwaltschaft zu Mails, die von einem sogenannten "Staatsstreichorchester" verschickt worden sein sollen, hieß es. Die angebliche Gruppierung soll 100 Millionen Euro in der Kryptowährung "Monero" gefordert haben. Andernfalls werde eine neue Terrorgruppe entstehen.

In beiden Komplexen soll es nach Angaben von Ermittlern um mehrere Hundert Drohmails gehen.

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