Symbolbild: Eine mit Graffiti besprühte S-Bahn in Berlin. (Quelle: imago images/Christian Spicker)
Bild: imago images-Symbolbild/Christian Spicker

Beschädigung der S-Bahn - Jugendliche stoppen Zug und besprayen ihn

Per Notbremse hat eine Gruppe Jugendlicher eine Berliner S-Bahn in Borgsdorf (Oberhavel) gestoppt und den Zug großflächig mit Graffiti besprüht. Die Bahn der Linie S1 war in der Nacht zum Donnerstag von Oranienburg in Richtung Wannsee unterwegs, wie die Bundespolizei mitteilte. Kurz nach Mitternacht zog demnach jemand aus der Gruppe von bis zu 10 Jugendlichen im Zug die Notbremse.

Als die Bahn in Borgsdorf anhielt, liefen sie auf den Bahnsteig. Dort beschmierten die Jugendlichen die Außenseite der S-Bahn mit Graffiti auf einer Fläche von rund 36 Quadratmetern. Die zum Teil maskierten Sprayer flüchteten danach unerkannt. "Aber uns liegen Fotos vor", sagte eine Polizeisprecherin.

Es werde wegen Sachbeschädigung und Missbrauch von Nothilfemitteln ermittelt - und noch nach Zeugen gesucht. In und um Berlin werden immer wieder Züge und Bahnanlagen durch Graffiti-Vandalismus beschädigt.

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14 Kommentare

  1. 14.

    Warum nicht ein bischen farbe an den langweiligen zügen

  2. 12.

    Ich brauch diesen tollen Berliner Bürgermeister in Singapur überhaupt gar nichts mehr fragen. Der bekommt doch überhaupt nichts mehr mit. Fliegt mit Steuergelder durch die Weltgeschichte, bestaunt andere Länder und will, das die deutsche Hauptstadt super sauber wird. Warum macht denn dieser Bürgermeister nichts für das Klima und fliegt zukünftig nirgendwo mehr hin?
    Die tollen Hochhäuser hätte er sich doch auch auf Bildern oder virtuellen Touren im Internet ansehen können. Muss man da hin fahren? Virtuell Reality Brille auf und los gehts. Denke wir sind so ein vorbildliches Fortschrittsland.

    Singapur ist eine schöne Stadt voller Strafen:
    Kippen auf Straße werfen = 400€. Aschen auf Boden verboten
    Spucken auf Straße = 1000$
    Obszöne Worte verwenden = bis 3 Monate Haft und oder Geldstrafe
    von 1992 bis 2004 Kaugummiverbot. Jetzt erlaubt mit strengen Auflagen
    öffentliche Toilette nicht spülen = 150$
    nackt in eigener Wohnung laufen = 2000$ und oder 3 Monate Haft

    Wollen wir das?

  3. 11.

    Vandalismus hat doch nichts mit Kunst zu tun.

    Vandalismus, in Form von Zerstören und Beschädigen in der Tat nicht! Da muss ich Ihnen zustimmen.
    Nur ist nicht jede Art von Graffiti auch gleichzeitig Vandalismus. Es gibt viele legale Garaffitis auf Hauswänden oder Fahrzeugen.
    Wie gesagt es ist ein Unterschied, ob´s nur stupide Schmiererreien sind oder ob sich jemand hinsetzt, Gedanken macht und ein "Kunstwerk" hinterlässt.
    Man muss nur mal Zug fahren und sich die ewig langen grauen Schallwände anschauen. Auf Dauer öde und langweilig. zwischendurch kommt dann oft farbiges buntes Geschmiere und zwischendrin echte Kunst.

    Klar = eindeutig Sachbeschädigung aber tut es an diesen Stellen irgend jemand weh? Wurde was kaputt gemacht? Außer Kilometerlangen grauen Mauern, die nun farbig sind?

    Möchte noch mal klar stellen, das ich sowas nicht gut heiße aber man könnte es in gewissen Rahmen eventuell unterstützen.

  4. 10.

    ...und das, wo wir doch alle Folie und Plastik vermeiden wollen...Au weia, Neiiiiiin, das geht doch nicht!!!
    ;-)

  5. 9.

    vielleicht - vielleicht auch nicht. Das, was schon bunt ist, braucht man nicht mehr zu besprühen. Weiterer Vorteil wäre, wenn diese "Beschädigung" nichts "verbotenes" oder "geschmackloses" beinhaltet, könnte man diese ja bestehen lassen und nur die Bereiche der Scheiben mit einer neuen Folie bestücken. Man kann diese Folien auch mit Hilfe von einer Art Lotusblüteneffekt ausstatten, damit die Farbe erst gar nicht hält. Möglichkeiten gibt es.

    In Köln haben die Ultras CMS Colonica vor Jahren die Autobahn "verschönert". Gegnerische Fans, welche zu Fußballspielen anreisen, wissen gleich wann diese im "Kölner Hoheitsgebiet" angekommen sind. Da diese Graffitis nicht geschmacklos sind, werden diese geduldet und seit vielen Jahren auch nicht entfernt.

    Genauso könnte man es bei den S-Bahnen auch machen. Wenn es geschmackvoll ist, niemanden verletzt = dulden.
    Auch wenn ich der Meinung bin, das es eine Sachbeschädigung und auch Straftat ist und man es nicht schönreden sollte!!!

  6. 8.

    Fragt doch mal den Berliner Bürgermeister, er war doch gerade in Singapore ! Dort gibt es keine beschmierten Zügen, weil es sonst empfindliche Stockhiebe setzt, die vergißt man nicht. Vandalismus hat doch nichts mit Kunst zu tun.

  7. 6.

    schade, das es eine Sachbeschädigung bleibt. Viele "Arbeiten" sind gar nicht mal so schlecht und wenn man es legalisieren würde, könnten zum Teil richtige Kunstwerke dabei raus kommen. Also bei einigen wohlgemerkt.

    Auch wenn er ärgerlich ist, kommt "Farbe" ins Spiel, wogegen die Stimmung in der Stadt immer trüber wird.

    Vielleicht sollte man mal von Seiten der Bahn überlegen, ob man nicht jeden Zug individuell vom Hause aus mit Folien beklebt. Jede Bahn in einem anderen Style...

    und falls dann mal jemand meint, da drüber schmieren zu müssen, kann man diese Folie runter reissen und gut ist.
    Alternativ eine Klarsichtfolie über jeden Zug. Besprüht... Folie runter und Folie drauf.

    Bei den Fahrpreisen, welche Tag täglich gezahlt werden, wird das wohl noch drin sein.

  8. 5.

    @rbb, #2: Ah, danke. Wäre aus meiner Sicht sinnvoll, das etwas auffälliger anzumerken und nicht nur in der Bildquelle.

  9. 4.

    Wenn die Sprayer das im laufenden Betrieb schaffen. Dann müsste die DB es doch auch schaffen zumindest die Scheiben und die Druckknöpfe zu reinigen - für die Fahrgäste, die diese nicht mehr finden oder auch mal rausschauen wollen ;) Saubere Scheiben erhöhen auch das Sicherheitsempfinden :) Saubere Abteile INNEN durch hochfrequente Reinigung fände ich persönlich noch besser!

  10. 3.

    In letzter Zeit erlebe ich auch immer mehr völlig zugesprühte U-Bahn-Waggons, bei denen man weder durch die Fenster schauen noch vor lauter Farbe die Türknöpfe richtig erkennen kann. Warum wird hier nicht endlich mehr Wachschutz eingesetzt?

  11. 1.

    @rbb: Die Szene lebt von Aufmerksamkeit, gerade auch von der außerhalb der Szene. Es ist extrem kontraproduktiv, wenn ein breiteswirksames Medium wie der rbb Bilder der besprühten Bahn veröffentlicht.

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