Schild des Berliner Kammergerichts. (Quelle: imago images )
Bild: imago images

Hackerangriff Ende September - Berliner Kammergericht arbeitet ohne Internet und E-Mails

Das Berliner Kammergericht kann wegen einer Hackerattacke weiterhin nur eingeschränkt arbeiten. Das Gericht teilte am Montag mit, dass die Mitarbeiter nach wie vor nur per Brief, Telefon oder Fax erreichbar sind. E-Mails würden seit einem Trojaner-Angriff Ende September nicht funktionieren, sämtliche Rechner seien vom Internet getrennt.

Viele Datensätze seien derzeit für die Mitarbeiter nicht nutzbar, hieß es weiter in der Pressemitteilung. Trotzdem sei die Arbeitsfähigkeit der Gerichts gewährleistet, wenn auch unter "erheblichen Erschwernissen". Zumindest das elektronische Anwaltspostfach funktioniere noch. Derzeit würde neue Computertechnik für das Kammergericht angeschlossen. Oberste Priorität habe aber weiterhin die Sicherheit der gespeicherten Daten.

Die Computer des Kammergerichts waren am 25. September vom Internet getrennt worden. An diesem Tag habe die IT-Stelle des Gerichts Hinweise auf einen Trojaner-Angriff erhalten, so das Gericht. Aus Sicherheitsgründen sei die Öffentlichkeit erst am 1. Oktober informiert worden.

Sendung: rbb24, 07.10.2019, 16:00 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Tja - wie hiess es früher ... kommt die RAT ( https://de.wikipedia.org/wiki/Fernwartungssoftware ) gerennt, hat der Admin gepennt. Keine Bohne Mitleid. Ein Trojaner ist ein RAT ( remote access tool ) schon vor "Back Orifice".
    <sämtliche Rechner seien vom Internet getrennt.>
    Das ist ja schonmal eine gute Nachricht. Hauptsache niemand hat seinen Knecht ausgeschaltet. Beim Neustart würden mir so div. Möglichkeiten durch den Kopf gehen. Z.B. via Autostart Regedit /s <Datei> - Importiert eine REG-Datei ohne Rückfrage. Da kann man auch "inf"en. Was kann man mit einer Inf-Datei anstellen? Z.b. ein komplettes infiziertes OS in windeseile wieder herstellen. Schiet - ich hab's mal studiert.
    <Die Computer des Kammergerichts waren am 25. September vom Internet getrennt worden.>
    Wievile sensible Daten mögen da wohl abgegrifffen worden sein.

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