Archivbild: Blick aus der Yorkstraße / Goebenstraße auf den sogenannten Sozialpalast. // Das Pallasseum (urspr. Wohnen am Kleistpark, ugs. Sozialpalast oder Pallast) ist ein Wohnblock im Ortsteil Schöneberg des Berliner Bezirks Tempelhof-Schöneberg an der Pallasstraße, nahe der Potsdamer Straße. (Quelle: dpa/M. Hurek)
Audio: Inforadio | 31.10.2019 | Michael Ernst | Bild: dpa/M. Hurek

Schöneberg und Kreuzberg - Berliner Polizei will an Halloween härter durchgreifen

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren Busse und Autos in der Nacht von Halloween mit Böllern beworfen wurden, ist die Berliner Polizei auf mögliche Einsätze an der Pallasstraße vorbereitet.

Die Polizei wolle mit "aller Entschiedenheit" gegen Störer in dem Bereich im Ortsteil Schöneberg vorgehen, wie ein Sprecher der Polizei am Mittwoch sagte. Dazu gehöre auch der "offensive Einsatz" von Einsatzkräften. Zudem seien Polizisten zu den Gefahren durch Pyrotechnik sensibilisiert.

Steinwürfe und Böller im vergangenen Jahr

2018 wurde an Halloween (31. Oktober) aus mehreren Grüppchen heraus in der Pallasstraße/Potsdamer Straße ein Linienbus und Autos mit Eiern, Böllern und Flaschen beworfen. Auch eine Radfahrerin wurde zum Ziel eines Böllers und erlitt einen Schock. Insgesamt zählte die Polizei am Abend rund 100 Kinder und Jugendliche, mehr als 85 Beamte waren im Einsatz.

Wegen Steinwürfen auf einen BVG-Bus kam es in Kreuzberg am selben Tag zu weiteren Einsätzen. 20 bis 25 Maskierte hatten am Abend einen vorbeifahrenden Bus in der Urbanstraße auf einer Betriebsfahrt mit mehreren Steinen attackiert. Dabei wurde die Windschutz- und eine Seitenscheibe des Fahrzeugs beschädigt. Der Busfahrer erlitt einen Schock. Zur Tatzeitpunkt waren keine Fahrgäste im Bus.

Unbekannte hatten bereits eine Stunde zuvor in derselben Straße auf zwei vorbeifahrende Busse der Linie M41 mehrere Steine geworfen. Dabei durchschlugen zwei Steine die Busscheiben, es wurde niemand verletzt.

Reformationstag und Halloween

Protestanten in aller Welt feiern am Donnerstag den Reformationstag. Dabei wird an die Anfänge der evangelischen Kirche vor über 500 Jahren erinnert. Vor allem in den Bundesländern, in denen der Tag ein gesetzlicher Feiertag ist, laden die Kirchen zu Gottesdiensten, Konzerten und Diskussionsveranstaltungen ein. In den anderen Bundesländern haben die evangelischen Landeskirchen ihre zentralen Veranstaltungen teilweise auf die Abendstunden gelegt.

Ebenfalls am 31. Oktober hat sich seit einigen Jahren der Brauch durchgesetzt, Halloween zu feiern - vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Am Vorabend von Allerheilgen ("All Hallows' Eve") verkleiden sie sich als Feen, Fledermäuse, Geister oder Hexen, ziehen von Haus zu Haus und fordern die Menschen auf, ihnen Süßigkeiten zu geben.

Sendung: Abendschau, 31.10.2019, 19.30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Tja, die ersten kleinen Monster waren schon da - ohne "Pyros", dafür mit einem lustigen Spruch. Klar gab es Süsses. Ich habe keinen Bock nochmal in Zahnpasta zu grabschen.
    Es gibt aber wohl immer wieder Idioten, die diesen Event missbrauchen. Menno, ist der Stadtrand schön.

  2. 1.

    Da gibt es Süsses oder Saures.

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