Blumen liegen auf dem Gehweg an der Kreuzung Acker-/Invalidenstraße, wo am 6. September vier Menschen durch einen Verkehrsunfall starben. (Quelle: imago-images/tagesspiegel)
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Auslöser SUV-Unfall - Auf der Invalidenstraße gilt jetzt Tempo 30

Der tödliche Unfall auf der Invalidenstraße Anfang September hat jetzt Konsequenzen für den Autoverkehr: Ab sofort herrscht dort Tempo 30. Damit soll für mehr Verkehrssicherheit gesorgt werden.

In der Invalidenstraße in Berlin-Mitte gilt ab sofort Tempo 30. Das teilte die Senatsverkehrsverwaltung am Donnerstagnachmittag über Twitter mit. "Dies ist die erste verabredete Maßnahme, um die Verkehrssicherheit in diesem Bereich zu erhöhen", hieß es weiter. Wie der Bezirk auf rbb|24-Anfrage erläuterte, soll diese Geschwindigkeitsbeschränkung zwischen Berg- und Brunnenstraße gelten.

Auslöser für die Geschwindigkeitsreduzierung war der tödliche Verkehrsunfall vor acht Wochen. Ein Autofahrer war am 6. September mit seinem SUV an der Kreuzung Invaliden-/Ackerstraße auf den Gehweg geraten und hatte vier Menschen tödlich verletzt. 

Auch Radwege geplant

Die Verkehrsverwaltung plant zudem Fahrradwege auf beiden Straßenseiten. Weitere bauliche Verbesserungen würden in der Projektgruppe Invalidenstraße beraten, der Vertreter von Verkehrsverwaltung, Bezirk, Senatskanzlei und einer Petitionsgruppe für mehr Sicherheit in der Invalidenstraße zusammensetzt, so eine Pressersprecherin der Behörde.

Ein erstes Treffen habe Mitte Oktober stattgefunden. Bis zum Jahresende soll die Planung für eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssicherheit vorliegen - den Angaben zufolge nicht nur in der Invalidenstraße, sondern auch im umliegenden Kiez.

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54 Kommentare

  1. 54.

    5 % Jäger, Förster und Tieranhänger-Lenker sind aber auch schon verdammt hoch gegriffen :-)

  2. 53.

    Die Begründung für die neue Tempo-30-Zone finde ich mehr als fragwürdig.
    Wenn die Unfallursache tatsächlich ein Epileptischer Anfall des Unfallfahrers war, hilft auch keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Er fuhr einigen Berichten zufolge krampfbedingt mit durchgetretenem Gaspedal. Da ist es egal ob die zugelassene Höchstgeschwindig 50 oder 30 ist. So lasen sich solche Unfälle nicht verhindern, egal mit welchem Autotyp.

  3. 52.

    ... und wer braucht das? Ich schätze mal 95 % brauchen keinen Hausfrauenpanzer in der Stadt.

  4. 51.

    Ihre Milchmädchenrechnung kann man so nicht stehen lassen. Autofahrer verursachen höhere Kosten als sie Abgaben zahlen, Radfahrer verursachen keine Schäden, sie verhindern Kosten. Zum Beispiel durch mehr Bewegung. Sie sind fitter.

    Müßten Autofahrer nämlich alle Kosten bezaglen, die sie mit ihrem Verhalten verursachen, müßte man die KfZ Steuer verhundertfachen. Der Autofahrer liegt anderen auf der Tasche.

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/studie-autofahrer-verursachen-hoehere-kosten-als-sie-abgaben-zahlen-12085783.html

  5. 50.

    Man sollte anderen nicht etwas vorwerfen wovon man selbst kein Ahnung hat. Wer 30 Km/h nicht im Vierten oder fünften Gang fahren kann, sollte seine Pappe ganz schnell abgeben.

  6. 49.

    Hm, nur bin ich kein Radfahrer, Max Müller. Wie kommen Sie auf sowas? Ich bin mir sicher, die Zufahrtsbegrenzung für die Innenstadt wird kommen. Folgende Merkmale wären denkbar: Belegung des Fahrzeuges mit 2 und mehr Personen, Hubraum/Schadstoffe, Maße (Platzräuber), GdB.

  7. 48.

    Ach was, 50.
    150 muss man fahren wenn man einen geringeren Schadstoffausstoß haben will! ;)
    Bei Ihrem Technikverständnis wundert es, dass Sie es schaffen online zu sein.

    Wie wär‘s mal mit ein wenig Nachdenken und dann erst schreiben?

  8. 47.

    Und bald wieder mit Pferdekutschen unterwegs. Was für ein Armutszeugnis für eine "Weltstadt".

  9. 46.

    Nun muss ich doch mal meinen Senf dazu geben. Als überzeugter Auto uns SUV-Fahrer stehe ich Tempobegrenzungen, wo es Sinn macht, durchaus offen gegenüber. Aber zu erkennen, wo es Sinn macht bedarf einer Verkehrsbeobachtung, eines Verkehrsgutachtens und der Entscheidung, an welcher Stelle mit den begrenzten Haushaltsmitteln am meisten erreicht werden kann. Dies vermisse ich hier. Im vorliegenden Fall ist es für mich blinder Aktionismus!
    Zum SUV im Allgemeinen: hier fragt niemand, wer ihn braucht. Es gibt durchaus sinnvoll Einsatzbereiche, wie z.B. einen schweren Anhänger ziehen, hoher Dachlast oder auch um schweres Sportgerödel zu transportieren.

  10. 45.

    Es ist nun mal so, dass sie hauptsächlich Linksgrüne so einen Unfug ausdenken der gar nicht funktionieren kann und offensichtlich sinnfrei ist. Es geht um die Ideologie anderen etwas verbieten zu wollen und sich selbst dabei moralisch höherwertig darzustellen.

  11. 44.

    So ein Quatsch, das kann nur ein Radfahrer schreiben..., natürlich fährt man auch 30 wenn man damit eine kürzere Fahrtroute hat. Abgesehen davon kann man meistens wegen gar nicht schneller fahren wegen hohen Verkehrsaufkommen. Und das jeder deswegen 30 fährt ist auch unwahrscheinlich.

  12. 43.

    Das ist doch totaler Quatsch mit dem Tempo 30. Wenn man den Schadstoffausstoß reduzieren will muss man schneller fahren. Das kapieren Grüne natürlich nicht weil sie keine Ahnung von Technik haben (wollen). Bei Tempo 30 fährt ein Auto mit höherer Drehzahl als mit 50, da man dann in einem niedrigeren Gang fahren muss - also höherer Schadstoffausstoß!

  13. 42.

    Nochmal - in der Innenstadt braucht man kein großes Auto und keine Höchstgeschwindigkeit. Es geht hier auch mitnichten um den Tod von 4 Personen und eine epileptischen SUV Fahrer. Es geht um unsere Zukunft, unser Klima, um eine bessere Welt und Menschen, die sich bei jeder Anschaffung und Handlung fragen, ob genau dass sinnvoll und nachhaltig ist oder nur seinem Ego gefällt.

    Es geht um Bewusstsein.

    Wer hier immer noch mit Kleinwagen-Unfällen argumentiert, hat leider NICHTS verstanden davon.

    Und nein, ich heiße nicht Greta.

  14. 41.

    “Hamburg hatte bekanntlich gezeigt, dass ähnliche Unfälle auch mit Kleinwagen wie einem Fiat Punto passieren können.“

    Ganz schwache Argumentation!
    Zudem vermisse ich den üblichen Seitenhieb gegen Nutzer von Fahrrädern.

  15. 40.

    Ja. Wenn Geofencing bei e-Rollern funktioniert, dann sollte die automatische Drosselung in Städten, Wohngegenden, aber auch an Zebrastreifen ect. pp. bei neueren Autos auch möglich sein. Gesetzgebung?! und dann die Software aufspielen ;)
    Schon ist Schluss mit der Raserei.

  16. 39.

    Tempo 30 in ganz Berlin! Warum diese kleinen Schritte bis dahin?

  17. 38.

    Apropos keine Ahnung, verehrter "Goldener Reiter" : Steuern sind nicht zweckgebunden, also tun Sie nicht ständig so, als würden Sie dem gemeinen Radfahrer seinen Weg finanzieren. Ist Ihnen das nicht peinlich, von jedem unendliche Dankbarkeit einzufordern, der sich nicht mit dem Auto durch die Stadt quält?
    Und noch einmal liegen Sie daneben: Ich fahre auch bei -10 Grad oder strömenden Regen mit dem Rad.
    Ach ja, ein Auto besitze ich auch aber dass mir deswegen die Straßen gehören - auf den Gedanken kam ich noch nicht.

  18. 37.

    Das ändert nichts dran, dass Steuern per gesetzlicher Definition eine Abgabe an den Staat ohne (!!!) eine Gegenleistung sind. Somit bezahlen auch nicht "die Autofahrer" irgendwelche Straßen. Wir alle (!!!) zahlen Steuern in einen großen Topf ein, aus welchem dann das Geld genommen wird, um die verschiedenen staatlichen Dingen zu finanzieren. Ergo: Nein, die armen Autofahrer bezahlen die Straßen nicht alleine und erkaufen sich mit Ihren Kfz-Steuern daher auch keine besonderen Benutzungsrechte für die Straßen.

    Und Radfahrer? => Hmm, Mehrwertsteuern, Lohnsteuern, ggf. Tabaksteuern etc. pp. ...

  19. 36.

    Und wieder einer dieser Menschen, die mit diesem komplett unsinnigen Argument kommen.

    Steuern sind per gesetzlicher Definition eine Abgabe an den Staat ohne (!!!) eine Gegenleistung. Somit bezahlen auch nicht "die Autofahrer" irgendwelche Straßen. Wir alle (!!!) zahlen Steuern in einen großen Topf ein, aus welchem dann das Geld genommen wird, um die verschiedenen staatlichen Dingen zu finanzieren. Ergo: Nein, die armen Autofahrer bezahlen die Straßen nicht alleine und erkaufen sich mit Ihren Kfz-Steuern daher auch keine besonderen Benutzungsrechte für die Straßen.

  20. 35.

    Der Fiat Punto wurde durch die Ampel aber aufgehalten, also hinkt der Vergleich. Es ist ja auch nicht so schwer, zu verstehen, dass ein Auto mehr Schaden anrichtet, wenn es schwerer ist.

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