Polizeiwagen stehen in Potsdam vor einem Möbelhaus, vor dem ein vermisstes Sechsjähriges Mädchen zuletzt gesehen wurde (Bild: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauchs - Mutmaßlicher Kindesentführer aus Potsdam wird angeklagt

Im Mai wird eine Sechsjährige aus einem Potsdamer Möbelhaus entführt. Das Mädchen taucht erst 22 Stunden später wieder auf. Ihre Zeugenaussage führt die Polizei zu einem 58-Jährigen. Diesen hat die Staatsanwaltschaft jetzt angeklagt.

Der Mann, der Ende Mai in Potsdam mutmaßlich ein sechs Jahre altes Mädchen entführt hat, soll sich wegen schweren sexuellen Missbrauchs verantworten. Nach Informationen des rbb hat die Staatsanwaltschaft Potsdam ihn nun angeklagt. Die Akte liegt bei Gericht, Termine für den Prozess gibt es aber noch nicht.

22 Stunden später tauchte das Kind wieder auf

Das Kind war spurlos verschwunden, während es mit seinem Vater und drei Geschwistern an einem Samstag ein Potsdamer Möbelhaus besuchte. Die Sechsjährige fuhr alleine mit einem Fahrstuhl nach unten. Vor dem Ausgang des Möbelhauses verlor sich ihre Spur. Der Vater suchte seine Tochter erfolglos. Am Abend verständigte er die Polizei, die mit 70 Beamten, Hunden und einem Hubschrauber ohne Erfolg nach dem Mädchen suchte.

Am darauf folgenden Sonntag, 22 Stunden nach seinem Verschwinden, fand eine Polizistin das Kind auf einer Straße im Stadtteil Drewitz. Die Zeugenaussage des Mädchens führte zu dem 58-jährigen Potsdamer, der sich seither in Untersuchungshaft befindet.

Details bleiben zum Schutz des Kindes unter Verschluss

Zeitungsberichten zufolge gab das Mädchen der Polizei gegenüber an, es sei "geklaut" worden, habe sich aber selbständig aus einer Wohnung in Drewitz herausgeschlichen. Das Mädchen soll verletzt gewesen sein. Weitere Details gab die Staatsanwaltschaft am Dienstag zum Schutz des Kindes nicht bekannt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.10.2019, 14:30 Uhr

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