Eine S-Bahn der Linie S75 fährt unter einem Tunnel durch. (Quelle: imago/Rüdiger Wölk)
Video: rbb24 | 03.10.2019 | Bild: imago/Rüdiger Wölk

S5, S7, S75 - S-Bahn-Verkehr im Berliner Osten seit Freitag eingeschränkt

Zum Start der Herbstferien gibt es bei der S-Bahn wegen Bauarbeiten vor allem im Osten der Stadt größere Einschränkungen. Die Linien S5, S7 und S75 sind auf längeren Abschnitten gesperrt. Auch an Berliner U-Bahnen wird gebaut.  

Wer ab Freitag im Berliner Osten die S-Bahn nutzen will, sollte mehr Zeit einplanen: Mehrere Linien sind ab 4. Oktober zum Teil gesperrt beziehungsweise unterbrochen. Grund ist laut Bahn "die Inbetriebnahme eines neuen elektronischen Stellwerks" am Biesdorfer Kreuz.

Folgende S-Bahn-Linien sind betroffen:

  • S75 zwischen Wartenberg und Ostbahnhof
  • S7 zwischen Ahrensfelde und Nöldnerplatz
  • S5 zwischen Wuhletal und Ostkreuz

Der Abschnitt auf der S5 soll am 12. November wieder eröffnet werden, der auf den Linien S7 und S75 am 14. November.

Bis zum 14. November soll die Regionalbahn RB25 zwischen Ahrensfelde, Lichtenberg und Ostkreuz den ausfallenden S-Bahn-Verkehr ergänzen.

Karte stellt Sperrungen im Osten der S-Bahn-Linien S5, S7 und S75 dar. (Quelle: rbb)
| Bild: rbb

Die Busersatzlinien für die nicht bedienten S-Bahnlinien starten in der Landsberger Allee (Richtung Ahrensfelde für die S7), in Ostkreuz (Richtung Wartenberg für die S75). Die S5-Lücke wird zwischen Lichtenberg und Ostbahnhof mit Ersatzbussen überbrückt, alternativ kann der RB26 ab Strausberg bis zum Ostkreuz genutzt werden.

Ersatzverkehr zwischen Blankenburg und Bernau

Wegen Bauarbeiten ist außerdem der S-Bahn-Verkehr von und nach Bernau unterbrochen, wie die S-Bahn Berlin mitteilte. Am Samstag wird für die S2 zwischen Blankenburg und Bernau von 06:00 Uhr bis 22:30 Uhr ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Bereits am Mittwoch mussten Pendler zwischen Zepernick und Bernau auf Busse ausweichen. Auf der Strecke zwischen Buch und Bernau läuft der Ersatzverkehr noch bis Samstag um 06:00 Uhr. Im Oktober könne es auf dieser S-Bahn-Strecke weitere Fahrplanänderungen geben, hieß es.

U7 im Süden unterbrochen

Einschränkungen gibt es auch bei der BVG.

Schon seit September ist der Zugverkehr auf der U-Bahnlinie 7 zwischen den Bahnhöfen Britz-Süd und Rudow unterbrochen. Ab diesem Freitag bis zum 20. Oktober fahren die Züge nur noch bis Grenzallee, wie die BVG mitteilte. Als Grund für die Unterbrechung nannte das Unternehmen Bauarbeiten für ein neues elektronisches Stellwerk.

Die Karte zeigt die Unterbrechungen auf der U7 zwischen Grenzallee und Rudow vom 04.10.2019 bis zum 20.10.2019 und zwischen Britz-Süd und Rudow vom 06.09.2019 bis zum 20.10.219 (Bild: rbb|24)
| Bild: rbb|24

U2 nach Ruhleben hält ein Jahr lang nicht am Potsdamer Platz

Sendung: Inforadio, 03.10.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

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17 Kommentare

  1. 16.

    Die BVG gehört weder dem Senat noch dem Land Berlin, sondern ist (wie z. B. der RBB) eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die großen Wert legt auf ihre Eigenständigkeit. Deshalb erklärte sich bspw. der Senat (unter dem tollen Wowi) für völlig unzuständig, als die BVG 2008 wochenlang bestreikt wurde: Tarifautonomie, da hält sich der Staat raus.

    Und wenn die BVG nicht, im damals üblichen neoliberalen Rausch, vor rund zwanzig Jahren die teils erst dreißig Jahre alten Großprofilwagen des Typs D und DL verschrottet bzw. verscherbelt hätte (Motto: Brauchen wir nicht mehr, verursachen nur unnütz Kosten, hier kann man "optimieren"), wäre ihre Fahrzeugnot bei der U-Bahn heute bei weitem nicht so groß.

  2. 15.

    Volle Zustimmung Tom.
    Ich habe gerade den Beitrag in der Abendschau gesehen und muss sagen, dass ich auch langsam die Nase voll vom S-Bahn- Bashing des rbb habe. Objektive Berichterstattung darf man doch wohl erwarten, aber subjektive Berichterstattung macht sich halt besser für die Quote. Rechtzeitig genug wurden diese Bauarbeiten angekündigt, aber ein Teil der Fahrgäste schafft es ja nicht sich vorher zu informieren und genau diese werden dann auch immer durch die Reporter befragt. :-(

  3. 14.

    "Bauarbeiten sind laaaange vorher angekündigt und man kann sich Alternativen suchen."

    genau...
    ganz unproblematisch kann man das mit dem Auto realisieren. Von mir aus auch gerne mit einem SUV, welcher durch einem sparsamen SAUBEREN Diesel der Euronorm 4 betrieben wird... und dann damit "sinnlose unnötige Privatfarhten" durchführen <--- wie es einige "Autohasser" gerne bezeichnen.

    Oder wie einige "unverbesserliche" diese Fahrzeuggruppe gerne nennt: "Hausfrauenpanzer", "Prollkarren" und "Protzkarren"

  4. 13.

    Wann eigentlich hören rbb|24 und auch einige Kommentatoren auf, immer wieder vom "Chaos" zu reden?
    Bauarbeiten sind laaaange vorher angekündigt und man kann sich Alternativen suchen.
    Das sogenannte Chaos verursachen höchstens die wieder einmal nicht informierten Fahrgäste.
    Außerdem - lieber 6 Wochen großflächig in einem Rutsch, als mehrere Monate mit immer wiederkehrenden Unterbrechungen.

  5. 12.

    Danke den Planern für dieses Chaos soviel lass Dein Auto stehen

  6. 11.

    Die Alternative zu den engen Stadler IK wären ausgefallene, also keine U-Bahn-Züge gewesen. Die IK-Fahrzeuge sind eigentlich fürs Kleinprofil (U1-U4) gedacht und die IK-Wagen von der U5 werden dort zukünftig auch fahren - sobald Ersatz in "voller Breite" (Baureihe J; frühestens ab 2021) ausgeliefert wird.

    Bis dahin ist die IK-Baureihe (leider) der einzig schnell zu beschaffende Ersatz für alte Wagen, die sich nicht mehr reparieren lassen.

  7. 10.

    "Wer plant da eigentlich die Baumaßnahmen? In anderen Ländern würde es so etwas nicht geben."

    Doch, auch in anderen Ländern muss 100 Jahre alte Signaltechnik irgendwann mal gegen eine modernere Infrastruktur ausgetauscht werden. Und falls nicht, dann würde man damit irgendwann nicht mehr fahren wollen. Die Umbauarbeiten dazu laufen in Berlin seit Jahren und wenn man ein Kreuz umrüstet (Biesdorfer Kreuz und Springpfuhl) sind dann eben leider alle Linien betroffen, die dort entlangfahren.

    Immerhin nutzt man die schlichtweg unumgehbare Vollsperrung gleich zur Sanierung der Gleise, die demnächst eh angestanden hätte. Da müssen wir jetzt alle einmal alle für knapp 6 Wochen durch.

  8. 9.

    Sauber hinbekommen, das Chaos, so ist wenigsten gesichert, das die Zeit bis zum naechsten Chaos nicht all zu lang wird.......wenn die erste Schneeflocke faellt.
    zum Glueck, kann ich als boeser Autofahrer, neue Menschen im Stau sehen und mehr Musik hoeren.

  9. 8.

    Das hat nicht die BVG verschlafen du kannst froh sein das die Züge auf die U5 umgebaut wurden, sonst würde es derzeit ein schlechteren Fahrplan auf der Linie geeben.

    Schuld an der ganzen Sache ist der Senat der es verschlafen hat neue Züge zu Bestellen, da die alten auseinander fallen. Auch die von Europa geforderten Europaweiten Ausschreibungen verlängern diesen Prozess Sinnlos

  10. 7.

    Ich denke mal, dass es weder die Bahn, noch die BVG schert, was ihre Kunden aushalten müssen. Ich musste grad, wegen eines Termins, die U5 nutzen. Es ist eigentlich unfassbar von der BVG, an solch einer stark frequentierten Linie, diese engen Stadler Bahnen einzusetzen, die ja im Prinzip nur aus Türen besteht. Das wird für die regelmäßigen Nutzer jetzt mit der Unterbrechung der S-Bahn ein Spaß werden. Am Kunden orientiert ist das nicht...

  11. 6.

    Ich denke mal, dass es weder die Bahn, noch die BVG schert, was ihre Kunden aushalten müssen. Ich musste grad, wegen eines Termins, die U5 nutzen. Es ist eigentlich unfassbar von der BVG, an solch einer stark frequentierten Linie, diese engen Stadler Bahnen einzusetzen, die ja im Prinzip nur aus Türen besteht. Das wird für die regelmäßigen Nutzer jetzt mit der Unterbrechung der S-Bahn ein Spaß werden. Am Kunden orientiert ist das nicht...

  12. 5.

    Der Busersatzverkehr von Lichtenberg zum Ostbahnhof über die Frankfurter Allee ist keine gute Idee. Man sollte besser die RB25 und 26 mit geändertem Fahrplan bis Ostbahnhof fahren lassen.

  13. 4.

    Ooch jut. Wenn ick denn also nich mehr zur Arbeit fahr'n kann die nächst'n 1,5 Monate, dank der janz'n Verkehrsverbuddelung, bringt mein Cheffe sicha die Arbeet zu mir nach haus. Oder ooch nich, is' ja in beede Richtung'n kaputtjespaart. Alternative Drahtesel? Aba sicha nich bei dem Kackwetta! - Tja dann ehm'd verkehrsbedingte Wintapause vonne Arbeet mach'n, bevor man nochn Herzkaspa von dem janz'n Chaos bekommt. Tschüssikowski Bärlin & ÖPNV.

  14. 3.

    Leute, nun habt ihr endlich eine Ausrede, morgens auf dem Weg zum Büro allein im Kombi die Frankfurter Allee oder Landsberger Allee zu verstopfen und das ist euch auch nicht recht...

  15. 2.

    Nicht nur im ÖPNV wird es div. Einschränkungen durch Baumaßnahmen geben sondern auch auf den Staßen durch weitete Baustellen .
    Nein, in den Herbstferien sind nicht verreist !!!
    Na ja, zumindest unsere Radfahrergemeinde wird damit keine Probleme haben.Die sind schließlich ganzjährig ausnahmslos mit ihrem Drahtesel unterwegs. Oder?

  16. 1.

    Da sollen wir alle das Auto stehen lassen und bei den öffentlichen geht nichts. Ausfälle, Sperrungen und Preiserhöhungen machen den Umstieg nicht attraktiv. Wer plant da eigentlich die Baumaßnahmen? In anderen Ländern würde es so etwas nicht geben. Gerade die Randgebiete sind auf die Bahn angewiesen. Monatelang Ersatzverkehr mit Bussen. Stau und überfüllte Busse. Und übrigens fahren die mit Strom oder Erdgas? Nein, mit Diesel! Tolle Leistung BVG un VBB! Das hätte jeder Schüler aus der Grundschule besser gelöst!

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