Symbolbild: Die nahezu leere Autobahn A10 am Berliner Ring (Bild: imago images/Hohlfeld)
Video: Brandenburg Aktuell | 20.10.2019 | Michael Lietz | Bild: imago images/Hohlfeld

A10 wieder befahrbar - Sperrung auf östlichem Berliner Ring aufgehoben

Der Verkehr auf der A10 zwischen Rüdersdorf und Erkner läuft wieder: Am Sonntagnachmittag wurde die nach einem Brand einige Tage zuvor nötige Sperrung wieder aufgehoben - allerdings mit Geschwindigkeitsbegrenzung.

Auf dem östlichen Berliner Ring ist die Vollsperrung der A 10 zwischen Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) und Erkner (Oder-Spree) am Sonntagnachmittag aufgehoben worden. Das bestätigte die Autobahnmeisterei Antenne Brandenburg vom rbb. Es dürfen dort aber streckenweise nur 20 Kilometer pro Stunde gefahren werden.

Die Sperrung wurde etwas später aufgehoben als eigentlich geplant. Zuvor hatte die Autobahnmeisterei sich zuversichtlich gezeigt, dass der Verkehr schon ab dem Mittag wieder rollen könne.

Die Reparaturarbeiten waren wegen eines Brandes unter der Mühlenfliessbrücke nötig geworden und am Samstagmorgen gestartet.

Abschnitt der A10 bis zum Wochenende gesperrt (Quelle: rbb)
| Bild: rbb

Brücke scheint vom Brand verschont geblieben zu sein

Bei dem Feuer war der Brückenübergang zur Straße beschädigt worden. Dämmplatten hatten nach Angaben der Autobahnmeisterei am Donnerstag offenbar bei Schweißarbeiten Feuer gefangen. Außerdem seien durch die starke Hitzeentwicklung Gummiteile in Mitleidenschaft gezogen worden, die nun ebenfalls gewechselt werden müssten. An der Brücke selbst sei kein Schaden festgestellt worden. Es gebe aber noch laufende Untersuchungen, hieß es.

Feuer wurde möglicherweise fahrlässig verursacht

Die Polizei ermittelt unterdessen, ob das Feuer durch fahrlässige Brandstiftung bei Schweißarbeiten einer Firma entstanden sei. Bisher gebe es dazu noch kein Ergebnis, teilte eine Polizeisprecherin mit.

Der Brückenübergang dehnt sich aus oder zieht sich zusammen, entsprechend der Temperaturen im Sommer oder Winter. Nun soll mit Spezialplatten eine vorübergehende Lösung geschaffen werden. Für die Instandsetzung wolle die zuständige Firma Materialien aus Wien verwenden, sagte Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg. "Je nachdem, wie schnell diese hier eintreffen, können wir mit den Arbeiten beginnen."

Östlichen Berliner Ring weiträumig umfahren

Wegen der Autobahnsperrung ist mit Staus auch auf den Umleitungsstrecken zu rechnen. Müller empfiehlt, den gesamten östlichen Berliner Ring bis Sonntag weiträumig zu umfahren. Autofahrer sollten außerdem auf Hinweisschilder an den Autobahnen achten. Verschärft wird die Verkehrssituation am Wochenende durch das Ende der Herbstferien.

Sendung: Antenne Brandenburg, 19.10.2019, 15:00 Uhr

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8 Kommentare

  1. 8.

    Von Sofa aus weiß ich auch alles besser. So lange Menschrn arbeiten werden Fehler gemacht- nur wer nicht arbeitet macht keine Fehler. Es gibt rinfachxsuch gefahrgeneigte Tätigkeiten bei denen das Risiko groß idt- dumm das es nun unter einer Brücke passiert ist. Ich möchte nur mal an den Brand am Gendarmenmarkt oder der. Philharmonie erinnern.

  2. 7.

    Die Reparaturen an der Brücke erfolgen schon längere Zeit. Am Donnerstag erfolgten Schweißarbeiten am Brückenkopf; dort hatte man Dämmaterial-brennbar-zur Lärmminderung eingebracht. Schweißen bedingt Funkenflug und diese entzündeten das brennbare Material. Offensichtlich war der beauftragten Firma vieles nicht bekannt. Man hat den erforderlichen technologischen Ablauf offensichtlich nicht durchdacht. ( Abschirmbleche; bereitstehenden Schaumlöscher etc. täten gute Dienste ) Der Brand breitete sich schnell über die ganze Breite aus, die FFW Rüdersdorf war schnell vor Ort-Gratulation ! Habe gerade zur Brücke gesehen : Die ersten Fahrzeuge fahren bereits-in beiden Richtungen.

  3. 6.

    Mutmaßungen zur Brandursache sind, sofern man den wahren Hergang nicht kennt, für mich unseriös. Von daher sollte man sich auf das, was wirklich von Interesse ist, konzentrieren. Nach Anlieferung der Überbrückungsplatten, die eigentlich aus München kommen, aber in Österreich lagerten, konnte man bis gestern zum Abend hin alle Vorbereitungen treffen, um heute den Verkehr wieder frei zugeben. Die dabei gezeigte Leistung der beauftragten Spezialisten sowie die der Autobahnmeisterei ist schon bemerkenswert, die Arbeiten waren letztlich nicht planbar. Nach Freigabe kann der Bereich geschwindigkeitsreduziert passiert werden. Die Reparatur findet erst später statt.

  4. 5.

    Schönes Bild, wie in der Autowerbung...
    Dass es aber bei professionellen Arbeiten zu so einem Schaden kommt, macht mir echt Angst. Steht da kein zweiter Mann mit einem Feuerlöscher, wenn nebenan brennbares Material verbaut oder gelagert ist. Hier ist doch nicht der greise Nachbar zu Werke, der seine Gehwegplatten mit dem Brenner vom Unkraut befreien will und dabei das halbe Haus abfackelt, oder doch?

  5. 4.

    Habe heute ein Auto von rbb im Stau nach Erkner getroffen! Habe mich gefreut, dass immer noch Interesse an dem Disaster besteht. Leider konnte ich dem Fahrer nicht die Abkürzung zeigen die ich als Einheimischer nutzte, aber er tat es ja für seine treuen Hörer, Zuschauer und Leser. Also auch für mich!

  6. 3.

    Rüdersdorf hat eine Anschlussstelle, die in der Übersicht nicht dargestellt wurde. Richtung Erkner nur für PKW und Kleintransporter über Berghofer Weg,Vogelsdorfer Str. (Woltersdorf),Breitscheidstr.-weiter nach Erkner -bei ALDI abbiegen-nicht durch die Stadt-weiter zur A10. LKW fahren wohl besser über die B1 bis Herzfelde und von dort nach Erkner. Direkt durch Rüdersdorf nicht zu empfehlen, da Ampelregelung an der Stolpbrücke-diese Brücke hat Lastenbegrenzung-wir warten auf Erneuerung. Ab Erkner bietet sich ja nur Fahrt über Rahnsdorf - Friedrichshagen an. Von dort auch nur mit Problemen weiter zur B1 / A10. Ich wollte nur kurz aufzeigen was dieser vermeidbare Brand für Folgen hat. Aber-ganz ungewohnte Stille hier; Wohnbebauung geht ja bis dicht an die A10 ran.

  7. 2.

    Man nimmt an. dass der Brand möglicherweise fahrlässig verursacht wurde. Ich selbst habe Gewissheit darüber. Derartige Schweißarbeiten müssen ingenieutechnologisch vorbereitet werden. Wäre das geschehen gäbe es keinen Brand. Nun muss erst eine Notlösung mit den genannten Einschränkungen realisiert werden und für längere Zeit bestehen bleiben. Wer den Verkehr über die A 10 und eben hier die Mühlenfließbrücke in Rüdersdorf kennt, der ahnt schon heute den Stau. Es ist bestimmt zweckmäßig das eigentliche Nadelöhr schon weit früher einzurichten-in beiden Richtungen. Die kürzere Brücke über den Kalkgraben ist Richtung Erkner nur wenige 100m entfernt und auch dort wird oft repariert. LKW-Stau tut der bestimmt nicht gut.

  8. 1.

    Beim Bau der Brücken A113 wurden auch Gummiteile in den Übergängen verbaut. An der Späthstraße hat es Monate / Jahre gedauert, bis die geschädigten Teile gewechselt wurden. Dazu waren immer Fahrspuren gesperrt.
    Wie lange wird das Provisorium bestehen bleiben?
    Und den LKW Verkehr aushalten, die sich (wie andere auch) nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkung halten werden.

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