Wildschweinrotte in Hoppegarten (Quelle: imago images/Gabler)
Bild: Frank Sorge/galoppfoto.de/Gabler

Wildschweinplage - Stahnsdorf plant neuen Vorstoß für die Bogenjagd

Mit Pfeil auf Bogen auf Wildschweinjagd - dieser Plan der Gemeinde Stahnsdorf südlich von Berlin war im Juni gescheitert. Begründung des Landwirtschaftsministeriums: Es fehle eine "wissenschaftliche Begleitung". Damit will man sich in Stahnsdorf nicht zufrieden geben.

Die Gemeinde Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) will einen neuen Vorstoß für die Jagd auf Wildschweine mit Pfeil und Bogen unternehmen.
 
Beim neuen Umweltminister solle noch einmal angefragt werden, sagte Gemeindesprecher Reitzig am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Aus Sicht des Ortes sei noch nicht beantwortet worden, ob die Bogenjagd zulässig oder nicht zulässig sei.

Viele Fragen offen

Jäger hatten die Jagd mit Gewehren in dem dicht besiedelten Gebiet als zu gefährlich abgelehnt und als Alternative die Bogenjagd ins Gespräch gebracht. Das Landesumweltministerium in Potsdam stoppte die Pläne Anfang Juni mit der Begründung, dass sich für die wissenschaftliche Begleitung keine geeignete Einrichtung habe finden lassen.

Da in der Bundesrepublik im Gegensatz zu anderen EU-Mitgliedsstaaten bislang noch keine eigenen Erfahrungen mit der Bogenjagd vorliegen, hätte der wissenschaftliche Partner den Angaben zufolge vor allem Fragen des Tierschutzes, der Gefährdungssituation, aber auch der öffentlichen Akzeptanz für die Jagdmethode untersuchen sollen.  

Plage in Stahnsdorf und Kleinmachnow

Die Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow südlich von Berlin leiden seit Jahren unter einer Wildschweinplage. In Stahnsdorf hatten innerhalb eines Jahres etwa 70 Tiere den Ort heimgesucht und Schäden angerichtet. Zuletzt hatte das Landwirtschaftsministerium Pläne ins Spiel gebracht, die Tiere mit Spezialmunition für kurze Distanzen zu erlegen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.10.2019, 09.10 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    Bogenjagd oder Gewehr , was soll man sich unter "wissenschaftliche Begleitung". schon vorstellen ? ein Geschoß aus Gewehr oder Pfeil kann töten , ist auch Absicht. Unterschied : der Pfeil ist lautlos, das Gewehr nicht. Ungewollte Treffer gab und gibt es sowohl als auch . Erfahrungen mit der Bogenjagd liefert die Vergangenheit frei Haus, ohne jede "wissenschaftliche Begleitung"

  2. 11.

    Alle wollen`s schön grün vor der Haustüre, doch wehe die Natur besucht sie.......

  3. 9.

    in unserem Gastland wird viel und erfolgreich mit Bogen bzw. Armbrust gejagt - und auch gut getroffen, ohne das waidwunde Tier nachsuchen zu muessen. Liegt wohl daran, dass die Jaeger hier nicht diesen ueberheblichen "STANDESDUENKEL" haben und die Jagd etwas ganz normales ist . Ausserdem weden die Sicherheits-Bestimmungen genau eingehalten (sonst gibt es fuer die naechste Saison keine Lizenz) und das beliebte "ZIELWASSER" ist weder noetig noch erlaubt! Ja, es soll auch hier sehr viele verantwortungsvolle, denkende Buerger geben, die ihre Jagdwaffen wirklich nur zur Jagd benutzen ( um dem ueblichen , ziemlich dummen AMI-BASHING , zuvor zukommen, auch in Deutschland passieren viele Straftaten mit Schusswaffen - oder?)

  4. 8.

    Dummer Mensch ! Das kommt davon, wenn sich der gierige Mensch in die Natur einmischt und den Dingen nicht ihren Lauf lässt...der Wolf soll gefälligst in Ruhe gelassen werden, denn er regelt u.a. auch das Wildschwein"Problem" !
    Abzug der aggressiven, selbstherrlichen Jäger aus unserer deutschen Natur...in anderen Ländern gibt es diese überflüssigen Möchtegerns auch nicht in der Natur und diese Länder kommen sicher besser klar ohne neurotisches Diskussionsgelaber um "böse Wölfe/Wildschweine/Tiere", die machen was sie wollen und sich nicht dem MONSTER Mensch unterordnen !

  5. 7.

    Da können sich die Wildschweinrotten weiter vermehren, und die Tierschützer wirds freuen. Noch nicht einmal dieses Problem sind unsere Regierenden imstande zu lösen.

  6. 6.

    <Ein Wildschwein und ein Wolf... das sind unterschiedliche Gewichtsklassen... wehe, wenn die sich am Näpfchen von Hasso auf der Terrasse treffen!>
    Die Sau gewinnt und Hasso liegt auf dem Sofa.

  7. 4.

    Wie sich die Wölfe mit den örtlichen Fußhupen verstehen werden, ist allerdings fraglich. Wobei - mit den Füchsen klappts ganz gut, und das sind auch nur Hunde, wie die Wölfe :-)

    Ein Wildschwein und ein Wolf... das sind unterschiedliche Gewichtsklassen... wehe, wenn die sich am Näpfchen von Hasso auf der Terrasse treffen!

    Und was sagt eigentlich der dicke Garfield dazu? Der hat mir neben meiner Stulle auch schon den guten Räucherfisch vom Wochenmarkt geklaut, beides kurzzeitig aus den Augen verloren auf der Terrasse... Garfield packt also auch Essen aus... Der Fuchs klaut hingegen gerne bereits ausgepacktes, gewürztes und drappiertes Fleisch - direkt vorm Grillen vom Tisch...

    Brehms Tierleben, direkt im "Vorort"

  8. 3.

    Man könnte ja auch ein paar Wölfe ansiedeln.

  9. 2.

    Wer auf dem Land lebt, lebt mit Tieren. Wer sich ordentlich verhält, trägt zu einem gesunden Miteinander bei. Nur Neuzugezogene stellen erstmal ein Haus hin - dann schön Rollrasen - dann Wildschwein - dann Zaun - dann neuer Rollrasen. Gelernt. Nächste Lektion: keine Essensreste auf den Kompost. Kompost mit Deckel.
    Die rennen immer bei uns rum, nähe Feuerwehr/Bannwald.... da, wo auch der kleine Chaot, der Waschbär, mit seinen Jungen wohnt. Putzige, schlaue Tiere, die es gut finden, dass die Menschen Schälchen mit Hunde/Katzenfutter rausstellen :-)

    Also bitte nicht meckern, oder zurück in die Stadt ziehen. Wildschweine verhalten sich gem. Derk Ehlert recht schlau: viele abgeschossene Tiere - viele Junge. Wenig Bejagung wenig Junge. Die gehen eh nicht mehr weg, kauft also Zäune :-)

  10. 1.

    Ein Pfeil mit Jagdspitze ist nicht weniger gefährlich als eine Kugel. Er fliegt nur nicht ganz so weit. Daraus erwächst auch das Problem, das nach spätestens dem fünften toten Schwein (Mensch in der Nähe, SSSST-Schwein tot)die Rotte nicht mehr zu sehen sein wird. Wildschweine sind schlau.

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