Tram-Unfall in Prenzlauer Berg
Audio: rbb 88,8 | 03.10.2019 | Ricardo Westphal | Bild: Morris Pudwell

Feuerwehr setzt Kran ein - Schwerverletzter in Berlin zwei Stunden unter Tram eingeklemmt

In Berlin Prenzlauer Berg ist am Donnerstagmorgen ein Mann unter einer Tram eingeklemmt worden. Er hatte möglicherweise im Gleisbett geschlafen. Die Rettungsaktion dauerte gut zwei Stunden, unter anderem kam ein Kran zum Einsatz.

Zwei Menschen sind in Berlin-Prenzlauer Berg bei Unfällen mit Straßenbahnen schwer verletzt worden.

Ein Mann wurde am Donnerstagmorgen an einer Tramhaltestelle in der Bornholmer Straße zwischen einem fahrenden Zug und der Bahnsteigkante eingeklemmt, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr mitteilte. In einem rund zweistündigen Einsatz befreiten rund 30 Notfallhelfer den schwer verletzten Mann und brachten ihn in ein Krankenhaus. "Das war eine hochkomplexe Rettung. Er lag an der ungünstigsten Stelle", sagte der Sprecher. Mit einem Kran sei der Zug zunächst angehoben und danach verschoben worden.

Tram-Unfall in Prenzlauer Berg
| Bild: Morris Pudwell

Schlief der Mann im Gleisbett?

Der genaue Unfallhergang war nach Polizeiangaben zunächst noch unklar. Der 49-jährige Tram-Fahrer habe beim Einfahren in die Haltestelle Björnsonstraße ein Ruckeln bemerkt. Er stieg daraufhin aus und entdeckte den eingeklemmten Mann. "Der Mann soll dort am Gleisbett gelegen und geschlafen haben", sagte eine BVG-Sprecherin.


Aufgrund der Dunkelheit habe der Fahrer bei der Einfahrt an der Haltestelle um kurz vor 4 Uhr möglicherweise die Gefahr nicht rechtzeitig erkennen können.

Tram-Unfall in Prenzlauer Berg
Bild: Morris Pudwell

Rund eine Stunde zuvor war es bereits zu einem Unfall mit einer Straßenbahn in der Schönhauser Allee gekommen. Eine 19-Jährige wurde von einem Auto angefahren, als sie aus der Tram an der Haltestelle Milastraße ausstieg. Sie kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Einzelheiten zu diesem Unfall nannte die Polizei zunächst nicht.

Sendung: rbb 88.8 | 03.10.2019 | 11.00 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

19 Kommentare

  1. 19.

    "Augen auf" bitte auch als Fußgänger, zu viele latschen ohne zu kucken einfach auf den Radweg, die Augen fest aufs Handy, den Dackel, oder die Oma auf der anderen Straßenseite gerichtet. Zum Dank für die Vollbremsung wird man dann manchmal auch noch angemault. Ich gehe hier, ich kann nicht anders...

  2. 18.

    Aber Autofahrer kann ich anhand des Kennzeichens identifizieren, flüchtige Radfahrer leider - noch - nicht.

    Und auch ein Radfahrer - eventuell mit E-Unterstützung - kann mit 20 km/h tödkliche Verletzungen verursachen!

  3. 17.

    Besserwisser, Berlin, Donnerstag, 03.10.2019 | 19:06 Uhr:
    "Antwort auf [Markus] vom 03.10.2019 um 14:51
    Noch schlimmer sind Radfahrer."

    Was sollen immer diese dummen pauschalen Verallgemeinerungen ?????

    Überall gibt es Menschen, die sich an die Verkehrsregeln halten oder diese missachten. Bei Autofahrern sind die Folgen aber meist schlimmer, wenn diese dadurch Menschen verletzen, weil da vielmehr Kraft dahintersteht, als wenn ein Radfahrer gegen einen Fußgänger fährt.

  4. 16.

    @Besserwisser: Radfahrer verhalten sich genau so unterschiedlich richtig/falsch wie Autofahrer.
    Eine massive Gefährdung für alle Beteiligten ist, dass Ortsfremde oft zu spät oder gar nicht erkennen, dass die Tram wegen einer Haltestelle bremst/anhält und nicht wegen einer Tram-Ampel oder wegen des vorausfahrenden Verkehrs. Im Berufsverkehr muss man vor allem auf den restlichen Verkehr konzentriert sein, und die Haltestellen-Schilder sind oft durch parkende Autos verdeckt, abseits stehend oder werden angesichts der vielen irrelevanten Schilder und illegalen Plakate übersehen. Wenn Berliner Trambahnen wie (in anderen Städten) Linienbusse die Warnblinkanlage nutzen würden, wenn sie in der Straßenmitte aufgrund von Haltestellen anhalten, wäre ohne Investition viel Sicherheit gewonnen.

  5. 15.

    Noch schlimmer sind Radfahrer. Man darf schon dankbar sein, wenn sie wenigstens wütend klingeln, um auf dem Radweg durch ein- und aussteigende Fahrgäste (auch beim Bus) hindurchzufegen. Unvergesslich ist mir eine Diskussion mit einem Radfahrer, der der festen Überzeugung war, auf dem Radweg habe er immer Vorrang, auch an einer Haltestelle während des Fahrgastwechsels. Der Bus und seinen Fahrgäste müssten eben so lange warten, bis kein Radfahrer mehr käme. Die Straßenverkehrsordnung (in der eindeutig das Gegenteil steht, das natürlich für alle Verkehrsteilnehmer gilt) interessierte ihn nicht. Soll ich noch einmal sagen: "natürlich"?

    Also an der Haltestelle immer Augen auf!

  6. 14.

    Da stimme ich Ihnen voll zu. Ich bestehe als Autofahrer auch nicht auf mein Vorfahrtsrecht etc., denn es ist immer auch meine Gesundheit und mein Auto. Wer hat schon gerne einen Unfall.
    Was bei Vorfälle in dem Bericht betrifft, ereigneten sie sich in den frühen Morgenstunden, als es noch dunkel wsr und soweit ich weiß, auch stark geregnet hat.
    Das erschwert Bergungsarbeiten und auch das sehen und gesehen werden im Straßenverkehr. Gerade in der dunklen Jahreszeit huschen einem schnell mal dunkel Gekleidete vors Auto , gerne auch auf dem Rad und ohne Licht. All das ist für alle Beteiligten brandgefährlich unf könnte mit etwas Nachdenken und Rücksicht auf Andere leicht verhindert werden.

  7. 13.

    Daniel W., Berlin, Donnerstag, 03.10.2019 | 12:44 Uhr:
    "Man sollte ÖPNV einschränken, sind ja gefährlicher als SUV's und man sollte 5 Km/h einführen für TRAMs."

    Dämlicher Kommentar!

    Daniel W., Berlin, Donnerstag, 03.10.2019 | 12:44 Uhr:
    "Aber mal Spaß bei Seite, warum dauert das 2h ?!? Ich habe das Gefühl die BVG hat mehr Angst um Schrammen als das Leben anderer. Ich glaube eine Tram die Schrott nach der Bergung ist, ist weniger schlimm als ein Toter... Sorry aber das ist mir unbegreiflich."

    Dämlicher Kommentar! Bösartige Unterstellung eines völlig Ahnungslosen bezüglich der Rettung von Menschenleben!

  8. 12.

    Bei mir um die Ecke ist voriges Jahr ein Mädchen ums Leben gekommen und zwei Feuerwehrleute wurden verletzt, als eine Straßenbahn während der Bergung vom Haken rutschte. Also lieber langsam und sicher als schnell und tödlich!

    Aber ich sehe Sie schon als Katastrophenmanager, mit all ihrer Umsicht und Kompetenz. Sie können sogar mit Straßenbahnzügen jonglieren!

  9. 11.

    Die wenigsten Autofahrer beherrschen noch die StVO-Regeln, die bei einem haltenden Bus/einer haltenden Bahn gelten. Der Autofahrer wird schon im Rahmen der Gesetze zur Rechenschaft gezogen werden.

    Da gleich von einem Mordversuch zu fabulieren, kommt wohl mal wieder von jemandem aus der Rübe-Ab-Franktion.

  10. 10.

    Natürlich müssen Kraftfahrer an den Tram-Haltestellen, hinter der haltenden Tram, auf deren Weiterfahrt warten um ein- und aussteigende Fahrgäste nicht zu gefährden.
    ABER darauf kann und sollte man sich als Fahrgast der Tram jedoch auf keinen Fall verlassen.
    Unachtsamkeit, fehlende Kenntnis der Regeln und mangelnde Ortskenntnis führen permanent dazu, dass Kraftfahrer mit unvermindertem Tempo die an der Haltestelle stehende Tram überholen.
    Der Verkehr, besonders in Berlin, ist kein Ort für blindes Vertrauen. Auch wenn man nach StVo im Recht ist und sich selbst regelgerecht verhält, heißt das noch lange nicht, daß das alle tun.
    Wer also ohne vorherigen Blick auf die Fahrbahn aus der Tram steigt oder zB darauf vertraut das der abbiegende LKW mich als Radfahrer bemerkt hat, lebt gefährlich und handelt blauäugig ohne Eigenverantwortung.
    Im Rollstuhl oder in der Kiste nützt es halt nichts im Recht gewesen zu sein.


  11. 9.

    Wir sollen also bei jedem Unfall Trams verschrotten, weil es nicht zu lange dauern darf?
    Und die 2 Stunden wurde im Beitrag erklärt. Wenn Erwachsene bei Textverständnis schon große Probleme haben, dann ist klar warum viele Kinder regelmäßig bei PISA so schlecht abschneiden.

  12. 8.

    Eine Strassenbahn wiegt vermutlich mehr als 40t und ist länger als ein LKW.
    Da kann nicht schnell ein gewöhnlicher Abschleppdienst mit Kranvorrichtung vorbei kommen und die Bahn anheben.
    Dazu ist schwere Technik notwendig und das zu Nacht schlafender Zeit.


  13. 7.

    Also ich sehe keinen Grund hier die BVG, Retter und Bergungskräfte zu kritisieren. Der Kran, der für die Bergung benötigt wurde, steht ja nicht gleich um die Ecke und solch eine Aktion erfordert nun mal Zeit.
    Ich frage mich vielmehr, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Wer seine 5 Sinne bei sich hat , wird wohl kaum an dieser Stelle schlafen. Das mussten die Helfer wohl auch bei der Rettung berücksichtigen und entsprechend vorgehen.

  14. 6.

    Wie kommen Sie darauf, dass die Bergung wegen der Tram so lange dauerte??? Vermutlich war die zeitraubende Vorsicht zur Rettung des Lebens erforderlich. Aber lieber erstmal mosern.

  15. 4.

    So eine Straßenbahn wiegt Tonnen. Das ist ein wahnsinniger Aufwand, die anzuheben.
    Ich erinnere mich auch an einen Vorfall, als so eine Tram bei der Bergung eines Mädchens wegrutschte und dieses dadurch getötet wurde. Natürlich sind die Retter jetzt besonders vorsichtig.
    https://www.landesverkehrswacht-berlin.de/index.php?ka=1&ska=1&idn=82

  16. 3.

    Sorry aber ihr Kommentar ist absoluter Unsinn. Nicht die BVG sondern die Feuerwehr ist für solche Bergungen verantwortlich. Dem Verletzten ist ja auch nicht geholfen wenn die Bahn wieder abrutscht. Einfach mal nachdenken bevor Sie solch unüberlegte Kommentare von sich geben

  17. 2.

    Man sollte ÖPNV einschränken, sind ja gefährlicher als SUV's und man sollte 5 Km/h einführen für TRAMs.

    Aber mal Spaß bei Seite, warum dauert das 2h ?!? Ich habe das Gefühl die BVG hat mehr Angst um Schrammen als das Leben anderer. Ich glaube eine Tram die Schrott nach der Bergung ist, ist weniger schlimm als ein Toter... Sorry aber das ist mir unbegreiflich.

  18. 1.

    "Eine 19-Jährige wurde von einem Auto angefahren, als sie aus der Tram an der Haltestelle Milastraße ausstieg." Wer so gefährlich an einer Haltenden Bahn fährt, nimmt den Tod etwaiger Aussteigender billigend in kauf. Ich hoffe der bekommt seine gerechte Strafe. Die lautet Mordversuch.

Das könnte Sie auch interessieren