Symbolbild: Lager mit Särgen (Quelle: dpa/Daniel Karmann)
Bild: dpa/Daniel Karmann

Lagerhalle für leere Särge und Urnen - Keine weiteren illegalen Leichenfunde in Oder-Spree

Nach Recherchen des rbb gibt es keine weiteren illegalen Leichenfunde im Landkreis Oder-Spree. Der Verdacht, dass in einer Lagerhalle zwischen Storkow und Reichenwalde Verstorbene zwischengelagert würden, bestätigte sich nicht.

Die Kriminalpolizei hatte am Vormittag die Halle in einem Gewerbegebiet überprüft und nichts Auffälliges entdeckt. Ein Sprecher des zuständigen Landratsamtes in Beeskow sagte dem rbb, die Lagerhalle sei von einem Bestattungsunternehmen ordnungsgemäß gemietet und angemeldet und würde für leere Urnen und Särge genutzt. Die Märkische Oderzeitung hatte in ihrer Dienstagsausgabe berichtet, die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) prüfe nach entsprechenden Hinweisen einen möglichen weiteren Fall, bei dem Leichen in einer nicht dafür geeigneten Halle zwischengelagert wurden.

Leichen in alter Werkstatt gelagert

Im September war ein Bestatter aufgeflogen, der in Biegen - ebenfalls im Kreis Oder-Spree - mehrere Leichen in einer alten Kfz-Werkstatt zwischengelagert hatte. Dort wurden nach Auskunft der Behörden die strengen Vorschriften für die Aufbewahrung von Leichen - etwa Temperaturvorgaben, abwaschbare Fußböden oder Waschbecken - an keiner Stelle eingehalten. Die zuständige Kreisverwaltung leitete daraufhin ein Ordnungswidrigskeitsverfahren ein.

Kein Einzelfall

In der Region Berlin-Brandenburg hatte es in den vergangenen Jahren schon andere Fälle von unangemessenem Umgang mit Toten gegeben. Im Jahr 2015 etwa wurden mehrere Särge mit Leichen im Kühlraum eines ehemaligen Supermarktes in Wandlitz nördlich von Berlin gefunden. Ein Bestatter hatte sie dort untergebracht.

Im Oktober 2012 war in Hoppegarten bei Berlin ein Transporter mit zwölf Särgen samt Leichen gestohlen worden. Er stand auf dem Areal eines Bestattungsunternehmens. Die Suche nach den Toten dauerte über eine Woche. Schließlich entdeckten die Ermittler die Särge in einem Wald in Polen. Später wurden die drei Autodiebe in Posen (Poznan/Polen) zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Sendung: Radioeins, 08.10.2019, 5:20 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Wo kommen denn all die Leichen her? Waren sie vielleicht schon tot als für sie das Kreuz bei der afd gemacht wurde und das Wahlergebnis ist real gar nicht so Rechtsradikal in Brandenburg?

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