Ein Spaziergänger hat am Dorfteich des Berliner Stadtteils Alt-Lichtenrade die Leiche eines Säuglings entdeckt. (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Berlin-Lichtenrade - 16-Jährige nach Fund von Babyleiche unter Verdacht

Vor rund einem Monat fand ein Spaziergänger eine Babyleiche an einem Dorfteich in Alt-Lichtenrade. Zunächst konnte nicht einmal die Todesursache festgestellt werden - nun gibt es eine Tatverdächtige.

Nach dem Fund einer Babyleiche in Alt-Lichtenrade gilt eine Jugendliche jetzt als Tatverdächtige. Die 16-Jährige wird verdächtigt, ihr Kind getötet zu haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch der dpa. Die Jugendliche wurde aber nicht festgenommen. Sie habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. 

Solche Taten gingen öfter auf psychische Ausnahmesituationen zurück, hieß es in Ermittlerkreisen. "Der Abgleich von DNA-Spuren an der weiblichen Babyleiche und an einer Decke haben den Tatverdacht erhärtet", hieß es von der Generalstaatsanwaltschaft. Er würde aber weiter ermittelt.

Todesursache nach Obduktion zunächst unklar

Ein Spaziergänger hatte das tote Mädchen vor rund einen Monat am Dorfteich in Berlin-Lichtenrade gefunden und die Polizei alarmiert. In einer Obduktion konnte die Todesursache nicht festgestellt werden; der Säugling habe schon zu lange am Ufer des Dorfteichs gelegen, hieß es.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Säugling in Berlin tot entdeckt wird. Anfang Februar war in Kreuzberg die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden worden. Die Ermittler gingen nicht von einer Straftat aus. Eine Obduktion ergab, dass das Mädchen tot zur Welt kam. 

Die Eltern konnten aber nicht ausfindig gemacht werden. Das Mädchen wurde beigesetzt, ein Steinmetz hatte auf eigene Kosten ein Holzkreuz angefertigt, ein Bestattungshaus übernahm die Kosten der Beisetzung.

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5 Kommentare

  1. 5.

    Hallo Berliner,

    Wenn Kommentare nicht unseren Richtlinien entsprechen werden sie nicht freigeschaltet oder nachträglich gelöscht. Gerade wenn es um den Schutz Minderjähriger geht.

    Beste Grüße

  2. 4.

    @RBB: Waren hier nicht gestern noch weitere Kommentare?

  3. 3.

    Was wir brauchen ist eine gute soziale Arbeit für die Jugendlichen in den einzelnen Bezirken und eine intensive Aufklärungsarbeit für Familien.
    Leider wird das zur Zeit, durch den mangelden Weitblick der Verantwortlichen, verhindert.

  4. 2.

    Ich hoffe das Mädchen kriegt jetzt alle Hilfe die das Mädchen offenbar nicht hatte. Und ein Baby auch noch tot.
    Das ist so traurig und schrecklich.
    Lasst uns ganz viel Haushalt, Geld, Budget ausgeben, Leute, Einrichtungen Kinder- und Jugendarbeit bezahlen. Die Leute gut bezahlen die für sowas arbeiten.

  5. 1.

    Für mich ist das eine sehr grausige und traurig stimmende Nachricht, die mich auch echt nachdenklich stimmt.
    Allen Tat-, Ermittlungs- und Aufklärungsbeteiligten wünsche ich die nötige Nervenstärke und entspr. Rückhalt, diese Ereignisse zu verarbeiten. Es hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit Ansprechpartner und Lösungsoptionen gegeben, wenn das gewollt worden wäre.... Ein völlig schutzloses Geschöpf ist sinnlos zu Tode gekommen. :-(

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