Eine Surferin springt auf einer künstlichen Surfwelle in der Indoor-Surfhalle Wellenwerk (Quelle: DPA/Carsten Knoll)
Video: rbb|24 | 20.11.2019 | Material: Abendschau | Bild: DPA

Neues Freizeitbad - In Berlin rollt nun eine perfekte Surfwelle

Strandbars gibt es in Berlin viele, wenn auch das Meer fehlt. Aber nun türmt sich zumindest eine Welle nahe dem Stadtzentrum auf. Zur Freude von Surfern eröffnet die erste Halle zum Indoor-Wellenreiten an diesem Freitag in Berlin-Lichtenberg. Die künstlich erzeugte Welle ist nach Angaben der Betreiber 1,60 Meter hoch. Damit sei sie die höchste Indoor-Welle weltweit, sagte Julius Niehus, einer der Betreiber, am Mittwoch bei der Vorstellung des Konzepts.

Die Sporteinrichtung mit dem Namen Wellenwerk befindet sich in einer alten Industriehalle auf dem früheren Gelände der Wasserbetriebe an der Landsberger Allee. Die sogenannte stehende Welle wird in einem etwa zehn mal 18 Meter großen Wasserbecken durch zehn elektrisch betriebene Pumpen erzeugt. Wasser aus einem zweiten Becken schießt aus Öffnungen auf eine Art Unterwasserrampe, staut sich in dem Surfbecken auf und bildet die große Welle. Sie befindet sich in dem Becken immer an der gleichen Stelle, vergleichbar mit einer Stromschnelle in einem Fluss.

Nach Köln und München die dritte Anlage dieser Art in Deutschland

Weil sich die Geschwindigkeit des Wassers und die Höhe der Welle einstellen lassen, soll die Anlage für Anfänger und Könner gleichermaßen geeignet sein. Angeboten werden auch Übungsstunden mit einer Haltestange. Eine Stunde Wellenreiten in der Gruppe kostet pro Person rund 40 Euro.

Die Betreiber betonten, dass ihre großen Pumpen mit 100 Prozent Ökostrom betrieben würden. Wasser und Räume sollen über die Abwärme der Pumpen geheizt werden. Das Wellenwerk wurde von mehreren jungen Hobbysurfern gegründet. In dem Gebäude sollen im kommenden Jahr auch ein Restaurant, ein Surfshop und ein Biergarten eröffnen. Ähnliche Anlagen anderer Betreiber wurden in den vergangenen Jahren in München und nahe Köln gebaut.

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5 Kommentare

  1. 5.

    Sie haben natürlich recht, wenn Sie sagen, das wir nicht wirklich die richtige Zielgruppe sind. Auch ich kann mich leider aus gesundheitlichen Gründen an solch einem Spaß nicht beteiligen, jedoch habe ich schon das perfekte Geschenk im Dezember für meine Tochter. Sie ist ganz begeistert.

  2. 4.

    Liebe Heike. Das fände ich äußerst belustigend;-) Nur denke ich, wird hier eine ganz andere Zielgruppe angesprochen. Wenn ich nicht diese blöde Immunkrankheit hätte, wäre ich sogar gerne mal mit dabei. Untergehen kann ich ja dabei nicht, obwohl ich Nichtschwimmer bin.

  3. 3.

    ;-) habe gerade die Webseite besucht. Vielleicht sollten wir noch einmal einen Kurs besuchen....dann haben wir Älteren auch noch unseren Spaß.

  4. 2.

    Ob ich dafür schon zu alt bin? Hmmm... Das hört sich ja richtig gut an! 25 Jahre kein Brett mehr unter den Füßen gehabt... Ob ich vielleicht doch inzwischen zu alt bin?? Warum gibt's das erst jetzt? Hmmmm... Viel Spaß allen "Wellenreitern" :-)

  5. 1.

    Tolle Sache, ich hoffe die Surfer unter uns haben ihren Spaß.

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