Schussabgabe durch Polizei, Wollenberger Straße, Alt-Hohenschönhausen (Quelle: Pudwell)
Bild: Pudwell

Einsatz in Berlin-Lichtenberg - Mann durch Schuss aus Polizeipistole verletzt

Bei einem Polizeieinsatz in Berlin-Lichtenberg hat eine Beamtin auf einen Mann geschossen. Er soll ein Messer in der Hand gehabt haben. Der Mann wurde im Schulterbereich getroffen und kam ins Krankenhaus.

Bei einem Polizeieinsatz in Berlin-Lichtenberg ist am Samstag ein Mann verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde er in der Wollenberger Straße von einer Beamtin angeschossen. Der Verletzte kam ins Unfallkrankenhaus. Die Polizistin erlitt einen Schock und musste ebenfalls stationär behandelt werden.

Anlass für den Einsatz war ein offenes Feuer auf einem Gelände mit einem leerstehenden Gebäude, wie Polizeisprecherin Heidi Vogt am Abend auf Anfrage von rbb|24 sagte. Das Feuer wurde durch die Feuerwehr schnell gelöscht. Die Polizeibeamten fanden laut Vogt in dem Gebäude vier Personen vor, die sie zum Verlassen des Gebäudes aufforderten.

Mann wurde offenbar im Schulterbereich getroffen

Drei Personen hätten daraufhin das Gelände verlassen, so die Polizeisprecherin weiter. Ein Mann aber sei geblieben, er habe ein Messer in der Hand gehabt. Als er trotz Warnungen der Polizisten das Messer nicht fallen ließ, habe die Beamtin geschossen. Der Einsatz habe sich in einem engen Raum abgespielt, erklärte Vogt. Der Mann sei nach bisherigen Erkenntnissen im Bereich der Schulter getroffen worden. 

Eine Mordkommission hat - wie in solchen Fällen üblich - die Ermittlungen aufgenommen. "Unsere #Moko ermittelt immer nach einer Schussabgabe von Kolleg. auf Personen", erklärte die Berliner Polizei auf Twitter. Kriminaltechniker untersuchten den Einsatzort.

Sendung: Abendschau, 02.11.2019, 19:30 Uhr

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14 Kommentare

  1. 14.

    Frage: befanden Sie sich schon einmal in einer solchen Situation auf einen Menschen schießen zu müssen?
    Ihre Kommentare gegenüber der Polizeibeamtin zeugen von nicht viel Sachverstand und Überheblichkeit.
    Es ist immer schnell dahergeredet und über andere Menschen geurteilt. Sie waren nicht dabei und können somit die Situation beurteilen.
    Der Beamtin auf diesem Wege gute Besserung und das sie auch psychisch wieder auf die Beine kommt.

  2. 13.

    Bislang gab es lediglich einen Kommentator, welcher tatsächlich Ihrer Beschreibung entsprechend "über die Polizeibeamtin hergezogen ist", dann allerdings zurückruderte, da er von dem Messer, welches der Täter in der Hand gehabt haben soll, noch keine Kenntnis gehabt hatte, als er seinen Kommentar absetzte.

    Zu dem Zeitpunkt, wo ich meinen Anfangspost verfasst hatte, gab es in der Tat keinen Hinweis auf ein Messer.

    Darum auch meine Frage: "Jetzt stellt sich mir die Frage, warum wurde die Waffe gezogen und warum bekommt die Beamtin einen Schock, wenn Sie damit jemanden anschießt? "

    @rbb-24-nutzer - wenn es sich hier in diesem Fall um einen männlichen Beamten gehandelt hätte, wäre mein Kommentar der gleiche gewesen. Sorry das ich Sie hier entäuschen muss. Und ich bleibe bei meiner Meinung! Wer beim Abschießen der Dienstwaffe einen Schock erleidet, sollte überlegen, ob der Job die richtige Wahl ist. Egal ob m/w/s

  3. 12.

    Werter Joker,
    ich behaupte einfach so ... Sie würden an einer "Rummelbude" scheitern. Meckern, ich wollte jetzt nicht "prollen" schreiben, kann jeder. Bitte, etwas Sachlichkeit kann durchaus helfen. "Bashing" braucht in diesem Fall niemand. Nein, ich bin nicht bei bei der Polizei, habe aber eine millitärische Vergangenheit. Beides ist ist keiner Weise vergleichbar. Manchmal muss man aber eine "Sache" auf den Punkt bringen. Nach den Presseberichten, nicht nur im RBB, hat die Dame perfekt reagiert. Sie hat ihr Leben, vll. auch das ihres Kollegen, geschützt und dabei noch den Angreifer nur kampfunfähig gemacht. Respekt! Da braucht man "Ar.... in der Hose"!
    Meine persönliche Einschätzung ... sie extrem für diesen Job geeignet!

  4. 11.

    <Ein Mann, ein Messer.>
    Die tötliche Distanz bei einem Messerangriff liegt zwischen zehn und 15 Meter. Die Dame hat mental nichts verkehrt gemacht. Das muss man erstmal hinbekommen. Es ist ein Unterschied ob man auf "Pappen" schießt oder im Extremfall einen Menschen vor sich hat. Da muss sie erstmal durch. Ich wünsche ihr das Beste.

  5. 10.

    @ Peter: Ich nehme das (zumindest hier, woanders habe ich über den Vorfall noch nicht nachgelesen) ganz anders wahr als Sie. Bislang gab es lediglich einen Kommentator, welcher tatsächlich Ihrer Beschreibung entsprechend "über die Polizeibeamtin hergezogen ist", dann allerdings zurückruderte, da er von dem Messer, welches der Täter in der Hand gehabt haben soll, noch keine Kenntnis gehabt hatte, als er seinen Kommentar absetzte.
    Auch den eigentlichen Bericht empfinde ich nicht als diffamierend, weder der Beamtin noch dem angeschossenen Mann gegenüber.

    Gut finde ich, dass hierzulande - im Vergleich zu den USA - in solchen Fällen die Täter nicht gleich erschossen werden.

  6. 9.

    An welcher Stelle sehen Sie im Bericht oder in den Kommentaren Diffamierung? Mal abgesehen davon, dass es einer der Berichte über Polizeieinsätze ist, der nicht von Distanz- und Kritiklosigkeit oder mangelndem journalistischem Eifer geprägt ist wie unzählige Berichte über Einsätze gegen Shisha-Bars etc. oder wie teilnehmende journalistische Arbeiten über Polizeieinsätze im Görlitzer Park oder bei Einsätzen ohne Gefahr in Verzug, bei denen die Polizei Hausfriedensbruch in der Rigaer Str. 94 begeht und dabei vom rbb-Kammera-Team in ihrem sog. "Policing" gefilmt und ihrer Selbstdarstellung unterstütz wird, ist das hier kein auffallender, wertender, tendenziöser oder unseriöser Artikel. Das mag auch daran liegen, dass es nicht sehr viel zu berichten, zu reflektieren, einzuordnen, zu abstrahieren gibt bei diesem Vorfall.

    Toleranz meint konzeptionell nicht, alles und jeden anspruchslos zu akzeptieren. Menschenwürde und -rechte sollten die zu Akzeptierenden schon anerkennen.

  7. 8.

    Das Leben ist kein Actionfilm o. Videospiel. Wie die Situation bis jetzt geschildert wurde, gab es durchaus Gefahr in Verzug. Ob die mit dem Messer bewaffnete Person möglicherweise von psychischen Beeinträchtigungen betroffen ist, ist unklar. Die Polizei hat in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass sie in der Einschätzung u. Handhabung solcher Situationen oft einfach überfordert, weil nicht angemessen ausgebildet, ist u. schoss öfter als notwendig.

    Bei Ihrem lapidaren Werturteil drängt sich der Eindruck auf, dass sie selbigen Kommentar wohl nicht bei einem männlichen Beamten verfasst hätten. Frauen in Stereotypen zu betrachten, pauschal Verletzlichkeit, Hilflosigkeit, Unselbstständigkeit, Emotionalität zuzuschreiben, passt zumindest als misogynes Ressentiment recht gut zu Ihren Aussagen. Wobei das auch anwendbar wäre auf einen Mann, der in Folge Ihrer Haltung entsprechend entmännlicht dargestellt werden könnte, kein richtiger Mann sei etc.

  8. 7.

    Es ist einfach nur ekelhaft, wie jetzt wieder über Polizeibeamte hergezogen wird.

    Diejenigen - auch die Medien - die am meisten nach Toleranz brüllen, diffamieren zeitgleich am stärksten. Ad Absurdum.

  9. 6.

    JokerBrandenburgSamstag, 02.11.2019 | 17:15 Uhr
    Die Person war laut Aussagen mit einem Messer bewaffnet, welches die Person auch nach mehrfacher Aufforderung durch die Polizei nicht weglegte / hat fallen lassen. Und nein, die Beamten sind a) nicht verpflichtet zu warten, bis ein potentieller Angreifer nah genug ist, um einen potentiell lebensgefährlichen Stich/ Schnitt zu führen bevor sie einen möglichen rechtswidrigen Angriff auf Leib oder Leben (auch auf die Beamten selbst) abwenden. Die Beamten sind auch b) nicht verpflichtet, einen Angreifer mit einem Messer - also mindestens einem sog. "gefährlichen Gegenstand" - händisch zu entwaffnen und dabei zu riskieren, lebensgefährlich verletzt zu werden. In einer derartigen, akuten Bedrohungslage ist ein Schußwaffengebrauch durchaus durch das Polizeigesetz gedeckt. AUCH Polizeibeamte haben ein GRUNDRECHT auf körperliche Unversehrtheit.

  10. 5.

    Er soll ein Messer in der Hand gehabt haben.

    na das ändert natürlich die Sachlage ein wenig :) die Info hatte leider am Anfang gefehlt.

    "eine Beamtin die zum erstemal auf einen Menschen schießen musste, anstatt auf eine Zielscheibe"
    Glaskugel benutzt oder woher haben Sie diese Info?

    Können froh sein, das die Polizisten im Schockzustand sich nicht die Dienstwaffe klauen lassen hat!
    Sind schon genügend Waffen bei der Polizei "verloren" gegangen.

  11. 4.

    Antwort zu 1augenscheinliche Notwehrsituation, wobei die Staatsanwaltschaft bez. der Bewertung das letzte Wort hat. Die Beamtin ist ein Mensch, keine Figur in einem Egoshooter. Auch sie darf Nerven zeigen,wobei sie diese beim Schußwaffeneinsatz klar im Griff hatte, sonst wäre über einen Toten zu reden. Würde es ihrer Vorstellung mehr entsprechen, wenn sie nach Schußabgabe die Trefferwirkung kontrolliert, und sich dann eine Kerbe ins Griffstück geschnitzt hätte?

  12. 2.

    Ein Mann, ein Messer. Und eine Beamtin die zum erstemal auf einen Menschen schießen musste, anstatt auf eine Zielscheibe. Liebe Polizistin, ich finde Sie haben richtig gehandelt und hoffe, Sie erholen sich schnell und kommen ohne Disziplinarmaßnahmen davon.

  13. 1.

    Die Dienstwaffe steckt bekanntlich im Holster. Umzu schießen, muss die Waffe normalerweise da raus gezogen werden.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, warum wurde die Waffe gezogen und warum bekommt die Beamtin einen Schock, wenn Sie damit jemanden anschießt?

    Man sollte ebenfalls überprüfen, ob die Polizistin für diesen Job überhaupt geeignet ist.

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