Blick auf die Fundstelle eines Blindgängers am Oder-Havel-Kanal. (Quelle: dpa/Robert Roeske)
Bild: Quelle: dpa/Robert Roeske | Blick auf die Fundstelle

Blindgänger im Oder-Havel-Kanal - Weltkriegsbombe soll im Dezember entschärft werden

Der kürzlich in der Nähe der Oder-Havel-Wasserstraße gefundene Blindgänger soll am 12. Dezember entschärft werden. Das teilte die Stadtverwaltung von Oranienburg am Mittwoch mit. In den kommenden Tagen sollen die Vorarbeiten zur Beseitigung des in vier Metern Tiefe liegenden Sprengkörpers beginnen. Dafür müssen die nötige Arbeitsfläche hergerichtet und Spundwände rund um die Bombe in die Erde gepresst werden. In der Woche ab dem 18. November soll dann die notwendige Grundwasserabsenkung starten, um den Blindgänger freilegen zu können.

Da dieser in Ufernähe liegt, ist der Oder-Havel-Kanal bereits seit vergangenem Montag gesperrt. Der Wasserweg gilt als Hauptwasserstraße von Norden und Osten nach Berlin und umgekehrt. Betroffen sind die Güter-, Ausflugs- und Freizeitschifffahrt. Außerdem liegen einige Parzellen einer Kleingartenanlage, ein Bahndamm und Teile eines Wassersportzentrums im Sperrbereich.

Wasserweg nur vier Tage geöffnet

Der direkte Wasserweg zur Mecklenburgischen Seenplatte war damit nur vier Tage in diesem Jahr geöffnet. Wegen erheblicher Bauverzögerungen war die Schleuse Zaaren bei Templin sieben Monate länger als geplant geschlossen und erst am 7. November für den laufenden Monat mit Wärtern wieder in Betrieb genommen worden.

Die Bombe befindet sich der Stadtverwaltung Oranienburg zufolge an einer Stelle in einer Kleingartenanlage, wo schon im Juli in mehreren Metern Tiefe zwei Weltkriegsbomben entschärft werden mussten. Rund 5.100 Menschen mussten zeitweise ihre Wohnungen und Arbeitsstellen verlassen. Wie die Stadtsprecherin sagte, sei noch nicht klar, ob dies der letzte Blindgänger in der Nähe des Wasserweges sei.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.11.2019, 13:30 Uhr

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