Ein Originalstück der Berliner Mauer wird auf einen LKW verladen. (Quelle: die-offene-gesellschaft.de)
Bild: die-offene-gesellschaft.de

Geschenk zum Mauerfall-Jubiläum - Trump bekommt 2,7 Tonnen schweres Stück Mauer geschenkt

Donald Trump darf sich am 9. November auf ein besonderes Geschenk freuen: Zum Mauerfall-Jubiläum sendet ihm eine Initiative ein Segment der Berliner Mauer. Es soll den US-Präsidenten daran erinnern, dass es besser ist, Mauern einzureißen, als neue zu bauen.

US-Präsident Donald Trump erhält zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ein 2,7 Tonnen schweres Originalsegment der Berliner Mauer - per Flugzeug aus Berlin.

Auf dem Mauerstück befinde sich ein Text von Menschen aus Berlin an Trump, der an die Bedeutung der Freiheit erinnere und zur Überwindung von Mauern auffordere, teilten die Initiative Offene Gesellschaft und die Falling Walls Foundation am Mittwoch auf Anfrage von rbb|24 mit.

Das Mauer-Geschenk soll am 9. November vor dem Weißen Haus übergeben werden.

Die Bedeutung der USA für den Mauerfall

"Der Fall der Berliner Mauer ist das weltweite Symbol für den Kampf der Menschen um Freiheit und für eine offene Gesellschaft", erklärte der Geschäftsführer der Initiative Offene Gesellschaft, Philip Husemann. Mit der Aktion wollen die Initiativen den amerikanischen Präsidenten daran erinnern, dass die USA am Mauerfall einen großen Anteil gehabt habe. "Diese gemeinsame Geschichte sollte auch in Zukunft verpflichten, Mauern zu überwinden", so Husemann.

Der wohl "gewichtigste Brief, den das Weiße Haus jemals erhalten hat", sei bereits seit Oktober auf dem Weg nach Washington, um dort pünktlich zum Jubiläum anzukommen, hieß es. Per Sattelschlepper werde das mehr als drei Meter hohe Mauersegment vom Flugzeug zum Weißen Haus gefahren, teilte der Presssprecher von Offene Gesellschaft dem rbb|24 auf Anfrage mit.

Bei der Sendung handele es sich um eine "private bürgerschaftliche Initiative". Die deutsche Botschaft werde jedoch aktuell über die Aktion unterrichtet, so der Sprecher.

Offene Gesellschaft: "Ein Wink mit dem Mauerstück"

Die auf einem der letzten Originalsegmente der Berliner Mauer verfasste Nachricht gehe auf die bedeutende Rolle der USA beim Fall der Mauer ein. US-Präsidenten von John F. Kennedy über Ronald Reagan bis zu George Bush senior hätten sich gegen den Bau und für die Überwindung der Berliner Mauer und für eine Welt ohne Mauern eingesetzt.

In dem Text heiße es: "Das ist ein Originalteil der Berliner Mauer. 28 Jahre lang trennte es Ost und West, Familien und Freunde." Für den amtierenden Präsidenten sei dies ein "Wink mit dem Mauerstück", keine neuen Mauern in der Welt zu errichten, sagte der Sprecher.

Nicht sicher, ob Trump das Mauersegment wirklich sieht

Unter den Unterzeichnern des Briefes sind der Herausgeber des Tagesspiegel, Sebastian Turner, der Wissenschaftler Jürgen Mlynek und der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie.

Auf Twitter sprach der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz der Aktion seine Unterstützung zu. Der Satiriker und Europaabgeordnete Martin Sonneborn (Die Partei) witzelte per Tweet, der Postbote solle den Mauerabschnitt bloß nicht auf Trumps Fuß fallen lassen.

Ob Trump den mehr als einen Meter breiten Mauerabschnitt sehen und den daraufgeschrieben Brief lesen werde, wisse die Initiative nicht. Sie hoffe jedoch, dass das Weiße Haus die Sendung am Samstag in Empfang nehme.

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21 Kommentare

  1. 21.

    Meinen 2. Kommentar von gestern haben Sie nicht veröffentlicht, nur falls Sie sich beschweren, wenn ich schreibe, Meinungsfreiheit gibt es nicht. Ich habe darin niemanden beleidigt nur auf etwas geantwortet. War wohl nicht passend.

  2. 19.

    "Es soll den US-Präsidenten daran erinnern, dass es besser ist, Mauern einzureißen, als neue zu bauen." Klingt nicht besonders logisch, wenn man das Motiv der beiden Mauerbauer betrachtet.

  3. 18.

    Welche Botschaft?
    "Wir können Mauern nicht auseinanderhalten und finden deshalb ALLE schlimm"?
    "Wir haben den Sinn von Grenzen nicht begriffen und fordern daher deren Abschaffung"?
    oder
    "Die Klimarettung ist zweitrangig, wenn es darum geht, unsere Ansichten zu verbreiten"?

  4. 16.

    Lesen bildet. In diesem Fall hätte Ihnen, Vera, klar sein müssen das da bereits die Antwort im Text steht. Es handelt sich um eine private Initiative. Und von eben dieser wird diese Aktion bezahlt. Aus Spenden. Das ist Ihnen aber offensichtlich fremd, das Menschen auch aus Leidenschaft und mit Herz Projekte begleiten und ermöglichen.
    Und wie sollen bitte Privatmenschen Mr.Trump etwas persönlich sagen? Per Twitter?
    Dieses Projekt ist schön, gerade weil es eine so wichtige Botschaft auf eindringliche Art und Weise vermittelt.

  5. 14.

    Die hätten die Mauer lieber nach Nordkorea schicken sollen, wäre passender

  6. 13.

    Dann werden sich wohl zwei gefunden haben.

  7. 12.

    Absoluter Schwachsinn. Wer bezahlt das? Ich würde sagen, es tangiert Trump perifher. Ich warte schon auf seine Kommentare.
    Die trauen wieder mal nicht, die Wahrheit ins Gesicht zu sagen - wie armselig.

  8. 11.

    Die Initiative offene Gesellschaft gehört wohl zur Bertelsmann Stiftung ?

  9. 10.

    Dass nicht alle Mauern dem selben Zweck dienen (und demzufolge böse sind), hat schon mal jemand diversen Leuten erklärt?
    Und auch, dass der Schutz der Außengrenzen nicht das gleiche ist, wie die eigene Bevölkerung einzusperren?

  10. 9.

    Schöne Idee. Leider ist der Adressat komplett unzugänglich für Kritik. Aber wenn einige Konservative in den USA dadurch ins Grübeln kommen, wäre das ein Anfang.

  11. 8.

    wow, super, eine tolle Idee und Geste! Aber seltsame Leute, die sich hinter der Organisation offene Gesellschaft verbergen. Wirklich komische Typen zum Teil. Josef Käser (Joe Kaeser) vom Siemens, der mit Putin, Trump und Erdohan spricht, Hauptsache, der Rubel rollt... nunja...

    Dennoch - gute Idee mit der Mauer. Könnte von Sonneborn selbst sein ;-)

  12. 7.

    Was zur Hölle? dem würd ich gar nichts Schenken.

  13. 6.

    Was ist das für eine Hirnrissige Idee, wer kommt auf so einen Blödsinn? Solche Nachrichten wird Greta aber gar nicht gefallen!

    Mal im ernst, der Herr Trump wird sich einen Scheißdreck um nen Stück Berliner Mauer scheren. Der bräuchte weitaus mehr Elemente. Also kompletter Schwachsinn und Geldverschwendung

  14. 5.

    Der Unterschied zwischen Ausreise (DDR) und Einreise (USA) scheint den "Initiative Offene Gesellschaft" nicht bekannt zu sein. Wer finanziert eigentlich die Organisation und die Aktion?

  15. 4.

    Da Trump damit sowieso nichts anfangen kann, weil er für Geschichte zu doof ist, kann er das Teil in seine Mauer gegen Mexico mit unterbringen:-)

  16. 3.

    Oh - das wird gemein. Ok - Trumpelchen, jetzt noch 20 mal mit diesem Teil "Bankdrücken" - also du liegst unten ;-) - dann wissen sie vll. was Freiheit bedeutet.
    <"Ein Wink mit dem Mauerstück">
    Sehr treffend, manchmal auch belastetend. Aber immer treffend.

  17. 2.

    Vielleicht kann man ja David Hasselhoff überreden, das Geschenk zu überreichen :D

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