Das St. Joseph Krankenhaus in der Wüsthoffstrasse in Berlin-Tempelhof. Quelle: dpa/Soening
Video: Abendschau | 07.11.2019 | Tom Garus | Bild: Arco Images

Familienstreit eskaliert zu Massenschlägerei - 30 Männer prügeln sich in Berliner Krankenhaus

Bis zu 30 Männer aus einer Großfamilie haben sich in und vor einem Berliner Krankenhaus am Dienstag eine Schlägerei geliefert. Mit einem Großaufgebot musste die Polizei anrücken und die Prügelnden trennen. Ein Verletzter musste vor Ort behandelt werden. 

In einem Krankenhaus in Berlin-Tempelhof ist am Dienstag ein Streit zwischen Familienangehörigen in eine Massenschlägerei mit 30 Beteiligten ausgeartet. 

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, sind insgesamt 60 Einsatzkräfte einer Einsatzhundertschaft der Polizei gegen 16 Uhr zum St. Josef Krankenhaus ausgerückt. Warum es in einem Krankenzimmer zu dem Streit zwischen den Männern kam, ist noch unklar. "Die Auseinandersetzungen verlagerten sich im weiteren Verlauf auf die Straße, wobei die Zahl der beteiligten Männer auf 30 anstieg", teilte die Polizei mit. 

Drei Verletzte

Der Älteste der Gruppe, ein 43-Jähriger, soll vergeblich versucht haben, auf seine Verwandten einzuwirken. Um die Prügelnden zu trennen, setzten die Einsatzkräfte Reizgas ein, hieß es. Ein 22-Jähriger habe Augenreizungen erlitten, er wurde vor Ort behandelt. Zwei Polizisten haben den Angaben zufolge ebenfalls Augenreizungen erlitten. Nachdem die Personalien von einem Großteil der Beteiligten festgestellt wurden, entfernten sich die Männer. Einsatzkräfte leiteten ein Strafermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs ein.   

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15 Kommentare

  1. 15.

    also, ob die Gastarbeiter mit blumigen Versprechungen angelockt wurden weiß ich nicht. Wenn aber die Bedingung bestand nach eine bestimmten Zeit wieder auszureisen , kann man nicht von einer gewaltsamen Abschiebung reden.

    Nach meiner Erinnerung wurde aber damals den Gastarbeitern zugestanden ihre Familien nachzuholen und somit ihr Bleiberecht zu festigen.

  2. 13.

    " ... alle "Ausländer" über einen Kamm geschoren. "

    das stimmt nicht . Was aber stimmt ist, daß bestimmte "Ausländer" häufig durch Massenschlägereien und spezielle Hochzeitskorsos bundesweit Polizeieinsätze auslösen

  3. 12.

    Erstens hat 8. gar nicht mal so unrecht und 2. finde ich Ihren nachträglichen"Vorschlag" echt weltklasse.
    Also die BRD lockt Gastarbeiter an mit blumigen Versprechungen, Geld, Wohnungen, Arbeitsplätzen, die mit Einheimischen nicht zu besetzen sind, etc., weil es seinerzeit wirtschaftlich erforderlich war und wenn die Arbeit getan ist, "der Plan erfüllt" wurde, dann hätten die ganzen Arbeiter samt Familien und Nachwuchs wieder gewaltsam abgeschoben werden sollen, obwohl sie hier mehrere Jahrzehnte Steuern und Sozialabgaben entrichtet haben? Ist doch nicht Ihr Ernst, oder?!?

  4. 10.

    Gross Familien sind nun mal oft Clans und deren Benehmen ist nun mal leider oft sehr zumindest
    eigenartig.
    Und im Grunde nicht zu akzeptieren.

  5. 9.

    Leider werden auch hier wieder nach solchen Vorfällen alle "Ausländer" über einen Kamm geschoren. Im St. Joseph Krankenhaus besteht wie in den meisten anderen Krankenhäusern in Berlin inzwischen ein erheblicher Teil der Ärzteschaft, Pflegekräfte und anderen Dienstleistern aus Kindern ehemaliger "Gastarbeiter" oder es sind Einwanderer aus dem Ausland, weil es gar nicht mehr genug einheimisches Personal gibt.

  6. 8.

    Das Problem dürfte eher sein, daß diese „Clanfamilien“ eben nicht als sog. Gastarbeiter, also am Arbeitsmarkt vorbei als Bürgerkriegsflüchtlinge und dergleichen kamen.

  7. 7.

    Alternativ hätte man die Leute auch ordentlich Deutsch lehren und arbeiten lassen können, damit sich keine kriminellen Parallelgesellschaften bilden. Sie werden sich vielleicht erinnern, dass man damals die Libanesischen Flüchtlinge nicht hat arbeiten lassen und auch keine Integrationsmaßnahmen unternommen hat, weil sie ja nur vorrübergehend bleiben sollten, und da der eigentliche Grund für die derzeitige Problematik herkommt. Aber ausgrenzen und abschieben klingt natürlich immer einfacher als annehmen und integrieren.

  8. 6.

    Ich ich glaube, derartiges Verhalten von Großfamilien kann man nicht mehr auf bestimmte Orte beschränken. Dank des Versagens unserer Politik ist man inzwischen in der gesamten Stadt gefährdet.
    Gefährdet trifft es aber nur für Menschen, die sich an Gesetze halten und keine Großfamilie zu Hilfe rufen können, wenn sie meinen, sie sind schief angesehen worden.

  9. 5.

    Mir wird das mit diesen „Großfamilien“ allmählich zu bunt. Aber diese Fehler sind nicht mehr rückgängig zu machen. Schon in den 60er und 70er Jahren hätte darauf geachtet werden müssen, dass die damaligen Gastarbeiter nach Ende der geplanten Zeit auch wirklich in ihre Heimat zurückkehren. Dann hätten wir heute keine Probleme mit „Großfamilien“ und „Clans“.

  10. 3.

    demnächst werden wohl selbst Krankenhäuser geschützt werden müssen... quo vadis Berlin ?

  11. 2.

    alles nur noch irre

  12. 1.

    Wäre es nicht eher traurig, könnte man witzeln, dass diese Leute gut mitdenken, wenn sie sich zur Prügelei schon gleich im Krankenhaus treffen.

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