Klimademo. Auf einem Plakat steht: Ferienflüge ohne uns
Bild: picture alliance/Winfried Rothermel

Klimawandel - Umweltaktivisten drohen mit "Blockade" an Berlins Flughäfen

Klimaaktivisten haben dazu aufgerufen, am Sonntag Berlins Flughäfen zu blockieren. Wann und wo genau ist noch nicht bekannt. Polizei und Flughafenbetreiber sind nach eigenen Angaben vorbereitet und wollen mögliche Einschränkungen verhindern.

Wegen der klimaschädlichen Folgen des Fliegens wollen Umweltaktivisten am Sonntag in Berlin protestieren. Die Gruppe "Am Boden bleiben" ruft zur "Blockade" eines Berliner Flughafens auf, wie aus einem Aufruf im Internet hervorgeht. Eine genaue Zeit und einen genauen Ort für ihren Protest nannten die Umweltschützer nicht. Für Samstag war ein "Aktionstraining" geplant.

Die Berliner Polizei und die Flughafenbetreiber sind nach eigenen Angaben auf die Blockade vorbereitet. "Unser Interesse ist, dass der Flugverkehr so störungsfrei wie möglich verläuft", sagte Flughafensprecher Daniel Tolksdorf. Die Polizei äußerte sich nicht zu konkreten Schutzmaßnahmen. Die Beamten stünden in Austausch mit den Flughafenbetreibern und der Bundespolizei, so eine Sprecherin.

Polizei und Flughäfen sind vorbereitet

Die Umweltschützer haben auf ihrer Webseite zehn Forderungen gestellt. Unter anderem wollen sie den Rückbau von Flughäfen, die Abschaffung von Inlandsflügen und das Ende von Subventionen für die Luftfahrtbranche. Mit der "Blockade" soll den Forderungen Nachdruck verliehen werden: "Wir glauben fest daran, dass wir einen Schritt weiter gehen müssen, um die notwendigen Veränderungen hin zu einer klimagerechten Lebensweise herbeizuführen."

Die Aktion steht nach Angabe der Gruppe in Zusammenhang mit der weltweiten Klimagerechtigskeitsbewegung. Man stehe solidarisch mit Gruppen wie "Fridays for Future" und "Extinction Rebellion". Letztere hatte im Oktober eine Woche lang den Verkehr in Berlin mit großangelegten Blockaden teilweise lahmgelegt.

Offen für Veränderungen geben sich indes die Berliner Flughäfen. "Fliegen an sich ist kein Selbstzweck", sagte Tolksdorf. Am Beispiel der Strecke zwischen Berlin und Nürnberg sei zu sehen, dass attraktive Bahnverbindungen Inlandsflüge auch ersetzen könnten.

Zahl der Fluggäste deutlich angestiegen

Von deutschen Flughäfen starteten im ersten Halbjahr dieses Jahres so viele Passagiere wie noch nie in diesem Zeitraum: Fast 58,9 Millionen Passagiere reisten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von den 24 deutschen Hauptverkehrsflughäfen ab. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

An den Berliner Flughäfen ist die Zahl der Fluggäste in den ersten acht Monaten dieses Jahres ebenfalls deutlich angestiegen. Von Januar bis August 2019 wurden in Tegel und Schönefeld mit 23,99 Millionen Passagiere acht Prozent mehr abgefertigt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) im September mit. Besonders groß ist der Anstieg demnach in Tegel. Dort starteten und landeten bis August 16,18 Millionen Passagiere, 18,5 Prozent mehr als in den ersten acht Monaten des Vorjahres.

Im Oktober war die Zahl der Fluggäste zwar - wie schon in den beiden Vormonaten - rückläufig, im Gesamtjahr wird die Passagierzahl wegen des starken Wachstums im ersten Halbjahr aber etwa eine Million über dem Vorjahreswert liegen. 2018 waren an den beiden Flughäfen den Angaben zufolge insgesamt 34,7 Millionen Fluggäste gezählt worden.

Bessere Zugverbindungen zwischen Ballungszentren

Das Umweltbundesamt hatte kürzlich ein Konzept zum nachhaltigen Fliegen vorgestellt. Laut Präsidentin Maria Krautzberger sieht es vor, Schienenverbindungen zwischen den Ballungszentren bis 2030 so zu verbessern, dass diese innerhalb von vier Stunden erreichbar seien und Flüge überflüssig würden. Ein erster Schritt, um Umweltauswirkungen des Fliegens zu senken, sei zudem die Anpassung der Steuerbeiträge beim Fliegen an Bahn und Auto.

Kommentar

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53 Kommentare

  1. 53.

    Also wenn man faire Werte haben möchte, dann sollten sämtliche Exportgüter aus der Berechnung der größten CO2-Verschwender raus gerechnet werden und diese dann den importierenden Ländern zugeschrieben werden.
    Vielleicht wäre dann die CO2-Verschwendung von Deutschland nicht mehr bei 2,36% sondern vielleicht bei 1,75% oder eventuell sogar noch was geringer. Sollen doch die klugen Wissenschaftler mal ne Runde rechnen.

  2. 52.

    Wenn wir nun die größten CO2-Verschwender zusammen mit den größten Exportländer verknüpft, erkennt man, das Deutschland gar nich so "dreckig" ist, wie alle immer behaupten!!!

    Ranking Verschwender (Ranking Exportländer)
    1(1)China - 28,03% CO2- Verschwendung + 2487,05 Milliarden $
    2(2)USA - 15,9% CO2- Verschwendung + 1.664,09 Milliarden $
    3(19)Indien - 5,81% CO2- Verschwendung + 325,56 Milliarden $
    4(14)Russland – 4,79 % CO2- Verschwendung + 444,01 Milliarden $
    5(4)Japan – 3,84 % CO2- Verschwendung + 738,4 Milliarden $
    6(3)Deutschland - 2,36% CO2- Verschwendung + 1.560,82 Milliarden $

  3. 51.

    Wieviel CO2 macht Deutschlands Produktion der Exportgüter weltweit inkl. den Export auf Deutschland aus in die ganze Welt in diesem Ranking aus?

    Deutschland ist Weltweit auf Platz 3 der größten Exportländer.

    (alle Werte in Milliarden US-Dollar)
    Platz 1 = China = 2.487,05
    Platz 2 = USA = 1.664,09
    Platz 3 = Deutschland = 1.560,82
    Platz 4 = Japan = 738,4
    Platz 5 = Niederlande = 722,67
    Platz 6 = Südkorea = 604,86
    Platz 7 = Frankreich = 581,82
    Platz 8 = Hongkong = 569,24
    Platz 9 = Italien = 546,64
    Platz 10 = Großbritanien = 485,71
    Platz 11 = Belgien = 466,72
    Platz 12 = Mexiko = 450,57
    Platz 13 = Kanada = 449,85
    Platz 14 = Russland = 444,01
    Platz 15 = Singapur = 412,63
    Platz 16 = Vereinigte Arabische Emirate = 345,5
    Platz 17 = Spanien = 345,17
    Platz 18 = Taiwan = 335,17
    Platz 19 = Indien = 325,56
    Platz 20 = Schweiz = 310,81

  4. 50.

    Das Ranking der größten CO2-Verschwender im Überblick

    China – 28,03 %
    USA – 15,9 %
    Indien – 5,81 %
    Russland – 4,79 %
    Japan – 3,84 %
    Deutschland – 2,36 %
    Korea – 1,78 %
    Kanada – 1,67 %

  5. 49.

    Es hat funktioniert, der Frost ist da. Ihr könnt aufhören zu blockieren.

  6. 48.

    Eigentlich müssten Klimaschützer die reichsten Menschen auf diesem Planeten sein. Sie besitzen alle keine Autos und somit zahlen diese dafür auch keine Steuern oder Versicherungen, niemals eine Kreuzfahrt unternehmen, niemals in andere Länder fliegen, da der meiste Strom in Deutschland noch aus Kohle und Atomstrom besteht und man diesen verteufelt, nutzen Klimaschützer selbstverständlich auch keinen Strom bis dieser 100% CO2 neutral hergestellt werden kann.

    Somit benötigen diese auch keine elektronischen Geräte, da alle elektronischen Geräte das Klima schädigen und Geräte mit einem Akku die Umwelt bei der Herstellung der Akkus massivst belastet.
    Sonstige nicht CO2 neutrale Gegenstände werden auch selbstverständlich gemieden und am Ende rennen alle nackt durch die Gegend...

    und somit besteht ein Haufen Geld, um jeden Urlauber zu entschädigen, der durch diese Aktionen den Urlaub nicht antreten konnte.

  7. 46.

    Ich gehe mal davon aus, dass diese Klimaaktivisten wenigstens zu Fuss oder mit dem Fahrrad anreisen. Oder setzen sich dann alle in den Flieger um zum nächsten Flughafen zu reisen für ihre Aktion?

  8. 45.

    Ja! Bitte!

  9. 44.

    Blödsinnig ist ihre ständige AfD Keule und die gern vernachlässigte Tatsache, dass wir als Exportweltmeister die gesamte Welt auf "unser Ausstosskonto" beliefern...

  10. 43.

    Mit seinem Anteil von 2% hat Deutschland kaum Einfluß.

    und in diesen 2% ist der ganze Exort deutscher Güter weltweit dabei. Würde Deutschland aufhören, für die Welt zu produzieren, in aller Welt zu produzieren, kommt man deutlich unter diese 2%!!!

    Das ist nämlich auch der schöne Beschiss an diesen Berechnungen. Dort, wo die Waren hergestellt werden, wird der Ausstoß hinzugerechnet und nicht zu den Ländern, die diese Waren importieren!

  11. 42.

    Wunderbarer Kommentar,sehe das genauso,Deutschland hat nur einen Anteil von 2,4 Prozent an der Weltweiten Verschmutzung und die Protestanten sollten es lieber Mal mit Arbeit versuchen als andere Leute zu beeinträchtigen.

  12. 41.

    Sollen alle "Ökodiktatoren" mit gutem Beispiel vorangehen, statt andere zu nötigen. Einfach Auto verkaufen, Führerschein abgeben, nicht mehr fliegen und kein Fleisch essen oder kurz - "Nicht quatschen, machen". Vielleicht überzeugt ja das "gute Beispiel" auch andere. Oder es reicht, um die Klimaziele zu erreichen.
    Ich vermute aber, daß es mehr darum geht, anderen Leuten die eigene Meinung aufzuzwingen.

  13. 39.

    Und selbst wenn die Bundesregierung das täte und das dann sogar umgesetzt würde, was würde das für das Klima bringen? Nichts. Mit seinem Anteil von 2% hat Deutschland kaum Einfluß. Viel dringender müsste hier das Müllproblem an gepackt werden.

  14. 38.

    Es geht nicht darum wer was kapiert, sondern wie sich die 7 Mrd Menschen in Zukunft verhalten...in der echten Realität...weltweit...und dort werden die Veränderungen absehbar in die andere Richtung verlaufen. Ob in Deutschland der Flugverkehr gestört wird oder auch nicht.

  15. 37.

    vor allem wie die Helden von "Am Boden bleiben" auf Ihren Seiten auftreten... total vermummt... wie kriminelle Schwerverbrecher oder Terroristen. Schon mal was von Vermummungsverbot in Deutschland gehört? Oder ist das keine Vermummung sondern nur ein Kostüm und hat sich beim Fasching verlaufen?
    Hat man was zu verbergen, damit man die Gesichter nicht zeigen möchte?

    "Entschlossen und ungehorsam werden wir die Normalität des Fliegens infrage stellen
    „grünes Fliegen“ ist eine Illusion."

    und grünes Zugfahren ist ebenfalls eine Illusion!!!
    https://www.dw.com/de/wie-gr%C3%BCn-ist-die-deutsche-bahn-wirklich/a-41894678

    und wehe, es brüllt danach wieder jemand nach "Polizeigewalt", wenn dieses "ungehorsam" beendet wird *lach*

  16. 36.

    Wenn man dann schon so eine tolle Datenbank gesammelt hat, wo sämtliche Klimaaktivisten erfasst sind, sollte man denen bei der Durchsetzung ihrer Vorderungen unverzüglich helfen! Das Klima muss mit allen Mitteln und aller Gewalt wieder in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Dann können die gleich mal mit gutem Willen vorran gehen und bei sich selber anfangen!

    Teilnehmer solchen "Aktionen" inkl. aller Famlienmitglieder ersten, zweiten und dritten Grades sollten unverzüglich weitweites Flugverbot erhalten und da viele Klimaaktivisten ebenfalls gegen den individuellen Straßenverkehr - besonders Auto und Motorräder - sind, sollte über die Zulassungsstellen sämtliche motorisierten Fahrzeuge der Klimaaktivisten und deren Familien ebenfalls ausnahmslos zwangsabgemeldet werden.

    Danach noch Handys, Tablet und PC´s einziehen. Internet produziert mehr CO2 als Fliegen!!

    Mal gucken, ob es dann noch immer solche Aktionen geben wird...
    aber ich fürchte = nein!

  17. 35.

    als mit allen nur erdenklichen friedlichen Aktionen exakt darauf aufmerksam zu machen.

    friedlich? So wie mit XR, wo man sich angekettet hat?

    Von mir aus könnt ihr machen, was ihr wollt. Viele lachen mittlerweile nur noch drüber, weil´s einfach lächerlich geworden ist. Wenn Klimaschützer sich wie Kleinkinder verhalten und alles und jeden Ihren Willen aufzwingen will, dann müsst Ihr damit leben, das sich nicht jeder diesen aufzwingen lassen will und dennoch SEIN DING weiter durchziehen wird.
    Vielleicht sollte man in Zukunft die Personalien von den Teilnehmern solchen Aktionen erfassen, damit danach Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können und die Kosten für Polizeieinsätze nicht von Steuergelder getragen werden müssen.

  18. 34.

    "Leute, welche die Aktion kritisieren, scheinen die Augen vor den Folgen der Klimakrise komplett zu verschließen. "

    ne sicher nicht. Die Leute, welche diese Aktionen kritisieren, haben das mit der rosafarbenen Untergangsklimaproblematik verstanden, nur geht dieses ständige sinnlose Generve und Gestöre von sogenannten Klimaschützer, welche zum Teil weltweit mit Flieger, Auto etc. anreisen, tierisch auf den Sack!
    Was die Menschen seit über 200 Jahren WELTWEIT falsch gemacht haben, wird unsere Regierung nicht in wenigen Wochen korigieren können. Selbst, wenn ihr täglich den Bürgern auf den Sack geht, ändert das nichts an der Geschwindigkeit der Umsetzung der Pläne.
    Ihr seit schlimmer als Kleinkinder, die Ihren Willen nicht SOFORT durchgesetzt bekommen!

    "Die Aktion wird keinen Passagier behindern. Denn wir verurteilen die Flugindustrie und die Politik, nicht Individuen!"
    Ja ne ist klar! Wenn Flughafen bestreikt wird, niemand hin kommt, werden keine Passagiere behindert.

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