Ein Krankenwagen der Berliner Feuerwehr fährt vom Gelände des Weihnachtsmarktes an der Landsberger Allee. (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Mann von Achterbahn-Waggon überrollt - Tödlicher Vorfall auf Lichtenberger Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt an der Landsberger Alle in Berlin-Lichtenberg ist von einem tragischen Zwischenfall überschattet worden. Ein Mitarbeiter einer Achterbahn wurde von einem Waggon überrollt. Erste Ermittlungen deuten auf einen Suizid hin.

Auf einem Weihnachtsmarkt an der Landsberger Allee in Berlin-Lichtenberg ist es zu einem tödlichen Zwischenfall auf einer Achterbahn gekommen. Laut Feuerwehr und Polizei wurde ein Beschäftiger des Fahrgeschäfts von einem Waggon überfahren und eingeklemmt. Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben. 

Die Feuerwehr war eigenen Angaben zufolge seit 19:14 Uhr am Samstagabend am Unfallort im Einsatz. In dem Waggon hätten vier Fahrgäste gesessen, die nach dem Unfall psychologisch betreut wurden, sagte ein Feuerwehrsprecher rbb|24. Der Weihnachtsmarkt wurde vorzeitig geschlossen.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Derzeit gebe es "sehr viele" Anhaltspunkte, dass es sich bei diesem Fall um einen Suizid handele, sagte eine Polizeisprecherin rbb|24. Es gebe derzeit keine Hinweise, dass ein Fremdverschulden vorliege, sagte sie weiter. Auch eine Straftat könne ausgeschlossen werden. Zeugenaussagen deuteten auch nicht darauf hin, dass der Mann unglücklich gestolpert sein könnte, so die Sprecherin weiter.

Der "Weihnachtsmarkt an der Allee" hatte am Freitag begonnen. Auf dem Parkplatz eines Baumarktes und zweier Möbelhäuser sind laut den Veranstaltern auf rund 20.000 Quadratmetern verschiedene Fahrbetriebe, Bahnen und Buden aufgebaut. 

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sollten Sie selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, suchen Sie sich bitte umgehend Hilfe. Bei der Telefonseelsorge finden Sie rund um die Uhr Ansprechpartner, auch anonym.
Telefonnummern der Telefonseelsorge: 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 www.telefonseelsorge.de

Kommentarfunktion am 25.11.2019, 10:44 Uhr geschlossen

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Sendung: Abendschau, 25.11.2019, 19:30 Uhr

23 Kommentare

  1. 23.

    Ihr habt Probleme! Es ist ein Mensch tragisch ums Leben gekommen, einmal viel Mitgefühl zeigen an alle. Ich bin selbst geschockt, da ich und meine beiden Enkel 15 Minuten vorher mit diesem Fahrgeschäft gefahren bin. Was für ein Schock es für die Personen in der Gondel war und den vielen Menschen um dieses Karussell herum. Totensonntag hin oder her, es ist in der heutigen Zeit ein Abschalten vom schweren Alltag und Freude für die Kinder. Geschweige denn Arbeitsplätze! Also Beileid an die Familie und Kraft auch an die Insassen der Gondel (ich hoffe es waren keine Kinder).

  2. 22.

    Ich bin erschrocken, wie die Menschen hier reagieren. Müssten nicht gerade Christen Mitgefühl ihren Mitmenschen gegenüber zeigen. So viele Menschen müssen dieses grauenhafte Erlebnis verarbeiten, vielleicht sogar Kinder, die mit ihren unschuldigen Augen fürchterliches gesehen haben.
    Aber die Öffnungzeit vom Weihnachtsmarkt steht hier im Mittelpunkt.
    Mein Beileid an die Familie und Freunde des Verstorbenen und allen anderen wünsche ich die Kraft, das Erlebte zu verarbeiten.

  3. 21.

    Was hat das mit Glauben zu tun? Nix. Ja ich bin christlich.

    Mein Beileid der Familie.

  4. 20.

    warum muss vorm totensonntag schon die weihnachtsmärkte offen sein ich finde das nicht lustig man es reicht die zeit

  5. 19.

    Schließe mich Ihren Worten und den von Silvia an. Mein aufrichtiges Beileid. Ein kleiner Beigeschmack bleibt dennoch bei mir hängen. Wieso ein Riesenrad auf einem Weihnachtsmarkt und überhaupt.............

  6. 18.

    Leute ist es nicht egal wann ein Weihnachtsmarkt öffnet?
    Ein Mensch hat sein Leben verloren was auch auf anderen Veranstaltungen passieren kann.
    Das Schaustellergewerbe ist ein hartes Geschäft um finanziell zu überleben.
    Mein Beileid den Angehörigen des Verstorbenen

  7. 17.

    Da stirbt ein Mensch bei der Ausübung seines Jobs, der den Leuten Spaß bereiten soll und Einigen fällt nichts Anderes ein, als sich darüber Gedanken zu machen, wann der Weihnachtsmarkt angefangen hat.
    Geht's eigentlich noch ?

  8. 16.

    Ich will ja nicht klug scheißen aber ein Weihnachtsmarkt vor Totensonntag ist für mich grundsätzlich nicht zu Akzeptieren da es ja auch noch nicht mal Weihnachtszeit ist. Diese extreme Konsum Verhalten ist nicht mehr gut zu heißen.

  9. 15.

    Frage an die »Weihnachtsmarkt-vorm-Totensonntag«-Nörgler:
    Habt ihr mit der Kirche oder christlichen Regeln und christlicher Ethik das geringste zu tun? Seid ihr Christen? Geht ihr zur Kirche? Glaubt ihr an Gott?

    Oder kam euch Monikas Kommentar nur grade Recht um euch über irgendwas aufregen zu können?

  10. 14.

    Respektlosigkeit gegenüber demjenigen, dass nach weiteren Ursachen gefragt wird und eben nicht an der Oberfläche verharrt wird? Als zumindest indirekt Angesprochener muss ich das mit Entschiedenheit zurückweisen. Respektlos sind diejenigen, die sich weigern, nach weiteren Ursachen zu fragen, um etwas schließlich lösen zu können. Da bleibt es bei einem reinem Betroffen-Dasein und das soll ggf. auch garnicht verändert werden. "BILD" lässt grüßen. Die würden Schlagzeilen erfinden, würde das Publikum nicht schon durch Bestehendes in Atem gehalten.

  11. 13.

    Das hat nichts mit dem Festhalten abstrakten Daten zu tun, sondern mit einer Seriösität des Geschäfts und der sonstigen Dinge. Wer eine Tasse als einen Teller verkauft, den würden wir getrost belächeln. Wer in einer Zeit, in der Weihnachten viereinhalb Wochen weg ist und noch nicht einmal die Adventsszeit begonnen hat, einen "Weihnachtszeit" eröffnet, den bezeichne ich als genauso unseriös wie denjenigen mit der Teller-Tasse.

    Beides hängt zumindest indirekt zusammen. Die Falschetikettierenden springen auch sonst ggf. recht leger mit Dingen um, die auf genau zu achten wäre.

  12. 11.

    Es ist traurig, was da passiert ist. Mein Beileid den Angehörigen.

    Ich finde es aber auch unerhört und geschmack-los Weihnachtsmärkte vor dem Totensonntag zu öffnen.

    Geldgier kennt eben keine Moral.

  13. 10.

    Ich bin entsetzt, wie die Leute scheinbar schockierter darüber sind, dass ein Weihnachtsmarkt bereits vor dem Totensonntag geöffnet hat, als wie über die Tatsache, dass ein Mensch sein Leben verloren hat!!! Sowas ist wahrlich abgestumpftheit und ein klarer Hinweis auf Mangel an Respekt. Mein Beileid und viel Kraft an die Hinterbliebenen in dieser schweren Zeit. Ruhe in Frieden.

  14. 9.

    Bestürzender Unfall. Armer Kerl, mein Beileid. Verstörend, dass User das lediglich zum Anlass nehmen, herumzumeckern. Lächerlich die Bigotterie. Solche christlichen Doktrinen werden beschworen, dass vor dem Totensonntag...im Alltag fehlt es aber an allen Ecken und Enden an der Umsetzung christlicher Werte. Beschämend. Amen.

  15. 8.

    Tragisch und traurig.
    Bin ebenfalls entsetzt, weshalb vor dem Totensonntag schon Weihnachts -
    märkte geöffnet sind. Geschmacklos!!
    Trotzdem mein Beileid den Hinterbliebenen des Verunglückten.

  16. 7.

    LEUTE...... da ist gerade ein Mensch verunglückt...... da ist es doch wohl egal, dass erst heute am 24.11. Totensonntag ist.....mein Beileid an die Familie des Betroffenen

  17. 6.

    Man sollte doch bestimmte Zeiten achten und respektieren. Den Spaß und die Freude hat nun keiner. Mein Mitgefühl ist bei der Familie des zu Tode gekommenen Mitarbeiters.

  18. 5.

    Warum sollte der nicht schon jetzt öffnen. Den Toten ist das schei...egal. Die kommen da eh nicht hin. Für die Märkte geht's ums Geld und ihren Existenzen, also bitte auch früher.

  19. 4.

    mein aufrichtiges BEILEID gehört dem Mitarbeiter ( und evtl.seinen Anghörigen )

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