Kaputte Scheiben (Quelle: rbb/Stephan Ozsváth)
Video: rbb24 | 06.11.2019 | 13 Uhr | Bild: rbb/Stephan Ozsváth

Berlin-Kreuzberg - Vermummte zerstören Scheiben eines Autohauses

Unbekannte haben am Dienstagabend 26 Glasscheiben eines Autohauses in Kreuzberg zerstört und einen politischen Schriftzug hinterlassen.

Nach Zeugenaussagen liefen gegen 18 Uhr mindestens drei schwarz gekleidete und vermummte Personen auf die Filiale in der Prinzessinenstraße zu und begannen, die Scheiben des Geschäfts mit unbekannten Gegenständen zu beschädigen. Außerdem warfen die Vermummten mit Farbe gefüllte Glasflaschen gegen die Front und brachten den Schriftzug mit politischem Inhalt an, bevor sie flüchteten.

Wie die Polizei auf Anfrage von rbb|24 mitteilte, lautet der Schriftzug "Fight for Rojava", also "Kämpfe für Rojava". Rojava entspricht in etwa den überwiegend kurdisch bewohnten Regionen im Norden Syriens entlang der Grenze zur Türkei, wo derzeit eine Militäroffensive der Türkei läuft.  

Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Sendung: Abendschau, 06.11.2019, 19:30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Sicherlich sind es nur Vermutungen, die Täter in der linksradikalen Gewaltszene zu suchen, obwohl man sich auf indymedia feiern.
    Es gibt also auch eine linke Gefahr.
    So gab es im Jahr 2018 nach der Statistik des Bundesinnenministeriums 108 Brandstiftungen von linksextremer Seite (11 von rechtsextremer), 48 Fälle von gefährlichem Eingriff in den Bahn- und Luftverkehr von Linksextremisten (12 von rechts), 376 linksextreme Widerstandsdelikte gegen die Polizei (74 rechtsextreme), und 2.219 Fälle von Sachbeschädigungen durch linke Täter (905 durch rechte).  Bei Körperverletzungen lagen 2018 Rechtsextremisten weit vorn: 938 zu 363.

  2. 1.

    Nicht nur Tagen wie diesen sollte man aus Respekt vor der Geschichte einige Taten zur Terrorisierung unliebsamer Geschäfte besser unterlassen.

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