Drei BVG-Abschleppfahrzeuge (Quelle: BVG/Tenbusch)
Bild: BVG/Tenbusch

Ab Januar - Die Abschleppflotte der BVG rückt aus

Der Einsatz BVG-eigener Abschleppwagen wurde bereits 2018 mit dem Berliner Mobilitätsgesetz beschlossen. Nun sind die gelben Kolosse einsatzbereit - ab Januar können sie Falschparker selbst an den Haken nehmen.

Falschparker auf Busspuren, an Haltestellen oder auf Tramschienen müssen im neuen Jahr damit rechnen, von Abschleppfahrzeugen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) umgesetzt zu werden. Wie die BVG rbb|24 am Montag mitteilte, hat sie bereits fünf kleine und zwei große Abschleppwagen angeschafft. Weitere sollen hinzukommen.

Die BVG hat die Fahrzeuge gebraucht gekauft und dafür zwischen 30.000 und 180.000 Euro pro Stück bezahlt. Voraussichtlich am 6. Januar werden die im typischen BVG-Gelb lackierten Wagen ihre ersten Einsätze haben.  

Grundlage Mobilitätsgesetz

Dass die BVG in Eigenregie gegen Parksünder vorgehen darf, wurde 2018 mit dem Berliner Mobilitätsgesetz vereinbart, das unter anderem auch die Bedingungen für den öffentlichen Nahverkehr verbessern soll. Versperrte ein Auto einem Bus den Weg, musste bisher die Polizei gerufen werden, die dann einen Abschleppdienst verständigte. Das wird nun vereinfacht.

Eigentlich sollte die BVG-eigene Abschleppflotte längst unterwegs sein, doch die nötige Verwaltungsvorschrift zum Mobilitätsgesetz ließ lange auf sich warten.

Seit Ende November steht auch fest, wie teuer die gelben Abschlepper für Falschparker werden: Laut BVG-Gebührenordnung werden mindestens 208 Euro für das Umsetzen eines Kfz bis 3,5 Tonnen aufgerufen. Bei schwereren Fahrzeugen werden 650 Euro fällig. Wenn noch nicht umgesetzt wurde, kostet die Leerfahrt des Abschleppwagens allein 125 Euro. Hinzu kommen dann noch die Bußgelder, die nach wie vor von der Polizei eingefordert werden. 

Pro Jahr werden Tausende abgeschleppt

Die Zahl der Falschparker in ihrem Beritt war nach Angaben der BVG in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Bis Ende Oktober hat die Polizei in diesem Jahr rund 4.000 Autos von Schienen und Busspuren entfernt, wie eine Sprecherin mitteilte.

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18 Kommentare

  1. 18.

    Der RBB sollte auch über Radfahrer die keinerlei Rücksicht auf andere nehmen berichteten. Warum Links zur Uni München unter die rbb|24-Netiquette fallen verstehe ich nicht.

  2. 17.

    @Gerd Maus
    Sie können uns gerne erklären wie sie zu einer solchen Einschätzung kommen. Da Sie die Fakten nicht kennen ist ihre Lobeshymne höchst unglaubwürdig.

  3. 15.

    @ RBB24 ich habe nicht den Eindruck das ihr grün unterwandert seid. Von mir aus weiter so.

  4. 14.

    Ja, das ist eindeutig was da steht, nämlich dass nur Parken verboten ist.

    In Anlage 2 zu § 41 Absatz 1, Vorschriftszeichen:
    "Zeichen 224 (BGBl. I 2013 S. 397)
    Wer ein Fahrzeug führt, darf bis zu 15 m vor und hinter dem Zeichen nicht parken."

  5. 13.

    Die Rechtslage ist eindeutig: Das Zeichen 224 (Haltestelle) ist mit einem Halte- und Parkverbot 15 Meter vor und hinter - also 30 Meter verbunden.
    Was ist daran kurios? Die STVO ist eindeutig und jeder, der sie missachtet, hat mit Konsequenzen zu rechnen.

  6. 12.

    Lieber BoDorfer und ebenso @Nicolas, schöne Grüße auch!

    Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich finde das auch rücksichtslos nicht auf der Stelle die Haltestele zu räumen, wenn ein Bus im Rückspiegel auftaucht. Kern meiner Aussage ist doch, dass die Rechtslage kurios ist – und dass in diesem Fall wohl der Abschleppwagen kaum helfen wird.

    Auf jeden Fall freut es mich auch, dass es unseren Busfahrern ein Anliegen ist, sich auch besonders um Rollifahrer zu kümmern, besonders da durch einige schwarze Schafe unlängst für einige ein anderer Eindruck erweckt wurde.

    PS: Bin als Student als Ferienjob auch selber sehr viel mit Bussen gefahren, Respekt für alle die das tagein tagaus machen!

  7. 11.

    @eli_genf:

    zu 1: Nein, er hat damit den übrigen Verkehr unnötig behindert, dadurch Verstoß gegen §1 Abs. 2 StVO

    zu 3: Es ist nicht "unhöflich", sondern rücksichtslos und egoistisch.

    zu 4: Hupen darf man, wenn man sich gefährdet sieht. Und wenn man als Bus schräg auf der Straße steht, weil man nicht in die Haltestelle einfahren kann, dann kann man das durchaus als Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer sehen, insb. für den dadurch u.U. blockierte Radstreifen.

    @Detlef Wenn Sie das Gefühl haben, das insbesondere "Anti-Grüne" Kommentare nicht veröffentlicht werden, dann kann das daran liegen, das eben jene sich besonders häufig durch Unsachlichkeit und das Beleidigen anderer Menschen auszeichnen.

  8. 10.

    Unsere Redakteure richten sich bei ihrer Moderation nach der rbb|24-Netiquette. Diese können Sie noch einmal nachlesen:
    https://www.rbb24.de/hilfe/hilfe___kommentarfunktion.html

  9. 9.

    @RBB, anscheinend ist Ihr Sender sehr Stark Grün unterwandert und damit nicht mehr objektiv.
    Viele Kommentaren die "gegen" Grüne gehen, werden einfach nicht veröffentlicht!
    Damit macht die Kommentarfunktion kein Sinn.

  10. 8.

    @ Eli.. Schnürsenkel binden und Leute rauslassen die mit dem Bus weiter wollen können das ja auch hinter der Halte machen. Is echt ätzend wenn man einen Rollifahrer rauslassen möchte und nicht richtig an die Bordsteinkante ranfahren kann.. Spezieller Gruß geht raus an die Kandidaten die vor den Gropius Passagen sich in die Halte stellen um "schnell" Kohle an der Sparkasse zu
    holen . Gruß ein Busfahrer

  11. 7.

    Das scheint ja ein wirklich garstiger Autofahrer gewesen zu sein. Rechtlich gesehen sieht die Sache aber dann doch etwas anders aus:

    1.) Da der Fahrer wie erwähnt hinter dem Steuer saß hat er nun eben gar nicht erst geparkt! Er hat lediglich gehalten und das ist an Bushaltestellen bist zu drei Minuten erlaubt. Solange darf man z. B. seine Schnürsenkel binden, jemanden aussteigen lassen, der mit dem Bus weiterfährt etc.

    2.) Parken wird es erst, wenn der Fahrer (m/w/x) sein Fahrzeug verlässt, bzw. die Aktion länger als drei Minuten dauert (§ 12 Abs. 2 StVO). Fraglich ist auch, ob der Abschleppdienst das Auto wohl mitsamt dem Fahrer aufladen wird, damit würde er sich strafbar machen. Zweifelhaft ist auch, ob der Abschleppwagen schneller vor Ort ist, als dass der Fahrer wegfährt.

    3.) Es ist sehr unhöflich vom Autofahrer dem Bus nicht die Haltestelle zu überlassen.

    4.) Der Busfahrer hat gegen das Hupverbot verstoßen (§ 16 Abs. 1 StVO), dafür wären 5 – 10 Euro Bußgeld fällig.

  12. 6.

    Hoffentlich werden dann auch die Diplomatenautos an den Haken genommen....

  13. 5.

    Das ist eine gute Sache!! Viel Erfolg.

  14. 4.

    Der Abschleppdienst der BVG kommt hoffentlich noch zu den von der Polizei gerufenen Abschleppdiensten hinzu? Die Zahl der Umsetzungen muss insgesamt viel höher werden. Vor allem muss die Wahrscheinlichkeit für rücksichtslose Behinderungen anderer Verkehrsteilnehmer empfindlich bestraft zu werden viel höher werden. Nur dann ist in dieser Stadt die Flut von Falschparkern und Falschfahrern zu minimieren.

  15. 3.

    Die Farbe sieht eher nach em etwas dunkleren Rapsgelb als das für die BVG typische Verkehrsgelb aus. ;-)

    Zeiz wird es, dass die endlich unterwegs sind.

  16. 2.

    wunderbar, je mehr abschlepper im einsatz sind, desto billiger werden vielleicht auch die Fahrscheine, bei all den Falschparkern...

  17. 1.

    Vielen Dank, BVG! - Bin gerade heute wieder Zeuge eines Falschparkers an einer Bushaltestelle geworden. Der hinter dem Steuer sitzende Autofahrer hat sich durch den hupenden Bus natürlich nicht dazu bewegen lassen, endlich wegzufahren ...

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