Ein vom Stromausfall in Berlin-Lankwitz betroffener Anwohner geht mit einer Taschenlampe durch die Wohnung. (Quelle: rbb24)
Audio: rbb 88,8 | 30.12.2019 | Raphael Knop | Bild: rbb24

Erdkabel defekt - Über 100 Wohnungen in Lankwitz seit Tagen ohne Strom

Während sich die einen auf Feuerwerk an Silvester freuen, wären andere schon froh, überhaupt Licht anschalten zu können. In Berlin-Lankwitz haben mehr als 100 Haushalte keinen Strom - und das schon seit Weihnachten.

Seit Tagen sind Anwohner in Berlin-Lankwitz ohne Strom. 18 Hausaufgänge mit jeweils etwa sechs Wohnungen in dem Gebiet von Lüdecke-, Wichura- und Beißstraße sind nach rbb-Informationen betroffen. Auch die Straßenlaternen bleiben dunkel.

Der Strom ist dort seit dem Abend des ersten Weihnachtsfeiertags ganz oder teilweise ausgefallen. Auch die Wärmeversorgung ist teilweise gestört. Der Grund: Ein Erdkabel ist defekt.

"Es wäre Strom da, aber wir können ihn nicht verteilen"

Der Schaden sei in der Nacht von Freitag zu Samstag zunächst behoben worden, sagte die Sprecherin des Anbieters Berliner Energie-Agentur, Verena Specht. Doch gebe es inzwischen einen neuen Schaden. Mutmaßlich ist auch ein zweites Erdkabel defekt. Die Mitarbeiter seien vor Ort und arbeiteten "mit Hochdruck an der Behebung des Schadens", teilte der Stromanbieter mit.

"Das Verteilnetz ist gestört", sagte Sprecherin Specht: "Eigentlich wäre Strom da, aber wir können ihn nicht verteilen." Das Technische Hilfswerk sei gerufen worden, um die betroffenen Haushalte mit Notstromaggregaten zu versorgen, so Specht. Seit Montagnachmittag arbeitet das THW an der provisorischen Stromversorgung.

Die Energieagentur hat ein Formular online gestellt [berliner-e-agentur.de], mit denen Anwohner die Schäden, die ihnen durch den Stromausfall entstanden sind, reklamieren können. Anwohner ohne Internetzugang bekämen das Formular im Laufe der nächsten Woche über den Hausbriefkasten, hieß es.

Sendung: rbb24, 30.12.2019, 21:45 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Genau. Das große Panel (monokristallin) schafft es auch im Winter, zumindest eine Powerbank zu laden, damit man damit dann sein Handy oder die Taschenlampe laden kann. Bei sonnigem Wetter kann man sogar eine Autobatterie laden oder zumindest auch im Winter puffern. Eigentlich für den Campingplatz angeschafft, ist das Panel natürlich auch bei Stromausfällen nützlich. An einem Wintertag fließt noch 0,5-1 Ampere, im Sommer bei direkter Sonne über 4 Ampere.

    Das ersetzt natürlich keine Stromversorgung. Aber besser als nix.

  2. 4.

    Ich hoffe Sie haben zu Ihren 50Watt-Ladegerät auch Sonne gebunkert.
    Frage an Sie: Was wollen Sie mit 50Watt betreiben? Viel mehr als Ihr Handy geht ja wohl nicht.
    Ich wünsche Ihnen, dass Sie dieses Gerät niemals benutzen müssen.

  3. 3.

    Das ist nicht nur dieses Jahr so mit dem Stromausfall und Heizung kalt sondert in den letzten Jahren oft passiert.
    Meine Mutter (88) hat das sehr oft erlebt sie wohnt schon über 50Jahren in der Siedlung.
    und jedes mal zu Winterzeit oder an Feiertagen ist kein Strom da oder die Heizung fällt aus.

  4. 2.

    Erst wenn man selbst mal betroffen ist realisiert man, wie schnell man allein durch einen Stromausfall ins technische Mittelalter zurückgeworfen wird. Natürlich kann man mit Kerzen mal einen Abend überbrücken. Aber tagelang keinen Strom zu haben, ist gerade im Winter kein Vergnügen. Keine Heizung, kein Warmwasser, kein Internet, kein Telefon, kein Fernsehen, kein helles Licht, dunkle unheimliche Gassen, keine Geldautomaten, keine Läden offen, kein Notruf möglich, auftauende Tiefkühlschränke usw. - sehr ungemütlich.

    Damit mir das nicht passiert - schließlich habe ich hier einen stundenweisen großflächigen Stromausfall selbst schon erlebt - habe ich Petroleumlampen (auch gute helle mit Kosmosbrennern), habe einen Kachelofen in Reserve und Kohlen und Holz dazu, ein 50 Watt Solarladegerät und Vorräte für einige Tage. Eine echte Krise würde auch ich nicht überbrücken können, aber für eine Woche hätte ich vorgesorgt. Und der Tank ist immer voll. Übertrieben? Nach meiner Erfahrung nicht.

  5. 1.

    Allen Betroffenen alles Gute. Bei mir damals in Köpenick war es fast auch so......

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