Ein aufgespießtes Insekt wird bei der Vorstellung des ersten 3D- Insektenscanners im Berliner Naturkundemuseum eingescannt. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Video: rbb|24 | 18.12.2019 | Material: ARD Mittagsmagazin | Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Besucher können zuschauen - Berliner Naturkundemuseum scannt Insekten

Die Digitalisierung macht auch vor kleinen Krabbelkäfern im Berliner Naturkundemuseum nicht Halt. Die Forscher testen seit Mittwoch einen der weltweit ersten 3D-Insektenscanner.

In dem rund 40 mal 50 Zentimeter großen Gerät nimmt eine Spezialkamera aus vielen Positionen tausende Fotos von einem eingespannten Insekten-Präparat auf. Aus den Daten entsteht innerhalb weniger Stunden ein 3D-Modell, das Nutzer später herunterladen können. Mit einigen Klicks soll so laut Museum jedes einzelne Haar einer Biene zu erkennen sein. Der Vorteil des Geräts: Forscher müssen nun nicht mehr um die halbe Erde reisen, um die technische Möglichkeit zu haben, eine Ameise zu studieren.

An der TU Darmstadt gebaut

Den Scanner haben Wissenschaftler an der TU Darmstadt gebaut. Das Museum für Naturkunde Berlin erhält eines der ersten Geräte dieser Serie. "Der Scanner ist für wenige Millimeter große Fliegen genauso geeignet wie für mehrere Zentimeter große Käfer", sagt Mitentwickler Michael Heethoff. Die ältesten Objekte im Berliner Museum sind 4.000 Jahre alte Käfer aus einem Sarkophag.

Bis 2030 will das Museum alle 30 Millionen Objekte mit unterschiedlichen Methoden digital erfassen, 15 Millionen davon sind Insekten. Besucher können im Sauriersaal beim Insektenscannen auch zuschauen.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 18.12.2019, 19:30 Uhr

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