Beamten der Polizei Berlin beim Kellerband-Einsatz in Neukölln. Quelle: Morris Pudwell
Video: rbb|24 | 28.12.2019 | Material: TeleNewsNetwork | Bild: Morris Pudwell

Großeinsatz der Feuerwehr in Berlin - 16 Menschen bei Kellerbrand in Neukölln verletzt

Großeinsatz in Neukölln: Nach einem Kellerbrand drang der Qualm bis unter das Dach eines Wohnhauses, 16 Menschen wurden verletzt, drei Mediziner und neun Rettungswagen waren im Einsatz. Jetzt ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung.

Bei einem Kellerbrand in der Jahnstraße in Berlin-Neukölln wurden am Freitagabend 16 Menschen verletzt. 

Das Feuer brach im Keller eines Wohnhauses aus, nach Angaben der Feuerwehr brannte dort ein Verteilerkasten. Wie Feuerwehrsprecher Dominik Pretz rbb|24 am Samstag auf Nachfrage mitteilte, war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot im Einsatz um die Menschen aus dem Haus zu retten und den Brand zu bekämpfen. "Es war nicht löschtechnisch ein schwieriger Einsatz, sondern die Rettung der Menschen und die medizinische Versorgung der Betroffenen war die Herausforderung", betonte Pretz. Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei wurde das Feuer mit Absicht gelegt. 

Neun Rettungswagen bringen Verletzte in Krankenhäuser

Um 22.36 Uhr ging bei der Einsatzleitstelle der Berliner Feuerwehr der Notruf aus der Neuköllner Jahnstraße ein. Nach dem Brandausbruch sei der Rauch aus dem Kellergeschoss des fünfgeschossigen Hauses bereits in das Treppenhaus gedrungen und habe sich im gesamten Gebäude verteilt, sagte Pretz gegenüber rbb|24. Kurz darauf sei die Feuerwehr mit 67 Einsatzkräften und 26 Fahrzeugen vor Ort gewesen. 

Von den 35 Menschen, die aus dem Wohnhaus evakuiert wurden, mussten 20 gerettet werden, davon gelangten 12 über Drehleitern der Feuerwehr ins Freie. Drei Ärzte untersuchten die Menschen direkt vor Ort auf mögliche Verletzungen. 15 Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in umliegende Krankenhäuser gefahren. Insgesamt neun Rettungswagen waren im Einsatz.

Warum es in dem Keller brannte, ist derzeit noch unklar. Nach jetzigen Erkenntnissen allerdings brach das Feuer an einem Verteilerkasten aus und breitete sich von dort rasch auf andere Teile des Kellers aus. Feuerwehrsprecher Pretz erklärte rbb|24 am Samstag, es komme durchaus vor, dass Brände an elektrischen Verteileranlagen auch ohne Fremdeinwirkung ausbrechen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich allerdings offenbar um Brandstiftung. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern noch an.

Gegen 1 Uhr war der Einsatz der Rettungskräfte vor Ort beendet. Da das Haus weiter bewohnbar ist, konnten die Betroffenen in ihre Wohnungen zurück.

Sendung: Inforadio, 28.12.2019, 08.00 Uhr

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