Stellenanzeige mit dem Kürzel m/w/d, männlich, weiblich, divers. Quelle: Christian Ohde/www.imago-images.de
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Drittes Geschlecht im Geburtenregister - Nur wenige Einträge als "divers" in Brandenburg

Nach der Einführung des dritten Geschlechts im Geburtenregister haben sich in den vier großen Städten Brandenburgs bisher nur wenige Menschen bei den Standesämtern als "divers" eintragen lassen.

Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den vier kreisfreien Städten des Landes sind in diesem Jahr im Standesamt von Potsdam drei Anträge und in Brandenburg/Havel ist ein Antrag eingegangen. Frankfurt (Oder) meldete keinen Antrag und in Cottbus wurde ein neugeborenes Kind als "divers" registriert.

Seit Januar können sich intersexuelle Menschen im Geburtenregister als "divers" registrieren lassen und müssen sich nicht für "männlich"  oder "weiblich" entscheiden. Der Bundestag hatte zuvor die Einführung des dritten Geschlechts Mitte Dezember 2018 beschlossen. Damit setzte das Parlament eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts um. Die Pflicht, einen Menschen dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen, war darin als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet worden.

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5 Kommentare

  1. 5.

    Es gibt neben der Möglichkeit m, w und d. Noch die weitere Möglichkeit das Geschlecht streichen zu lassen und somit rechtlich kein Geschlecht zu haben. Diese Möglichkeit wird von vielen Menschen mit DSD!/ inter häufiger genutzt.
    Zuteilrn haben Inter Menschen diese Möglichkeit vor der dritten Möglichkeit nach Paragraph 22 Abs 3 genutzt und sind damit zu Frieden. Das Geschlecht divers hat auch den unpassenden Namen bekommen den man wählen konnte. Ich bin nicht anders, ich bin ein Mensch!
    Für die jetzigen Erwachsenen den es betrifft stellt es nicht umbedingt eine Frage das Geschlecht zu ändern. Manche empfinden sich männlich oder weiblich und damit rechtlich richtig beschrieben oder haben das Vertrauen verloren.
    Für die zukünftige Generationen kann die Möglichkeit eine Berechtigung sein und vor Fehlern, die früher und zu teilen jetzt noch passieren, schützen.
    Neuerungen brauchen Zeit und dies sollte man auch geben

  2. 4.

    Ca 2% der Deutschen sind Körperlich Intersexuell/d
    DSD (Divers). Nur identifiziert sich nicht jeder divers. Bzw der Begriff divers wird von vielen abgelehnt.

  3. 2.

    Vielleicht könnten die Unternehmen, die nach Mitarbeitern suchen, dann auch mal wieder mit diesem fürchterlichen "m/w/d" aufhören, denn "m/w" ist ja schließlich schon schlimm genug. Ich kann solche Firmen jedenfalls nicht ernstnehmen und würde dort auch nicht arbeiten wollen.

  4. 1.

    Naja, es gibt ja auch nicht so schrecklich viele Intersexuelle.

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