Pendler verlassen im Bahnhof Potsdamer Platz eine Regionalbahn (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)
Video: Brandenburg Aktuell | 15.12.2019 | Ludger Smolka | Bild: dpa

Neue Strecken, neue Preise - So ändert die Bahn ihren Fahrplan

Mit dem neuen Winterfahrplan der Bahn werden am Sonntag Oranienburg und Elsterwerda an den Fernverkehr angeschlossen. Verbesserungen gibt es auch im Ruppiner Land - allerdings auch teilweise höhere Ticketpreise und Einschränkungen bei der RB24.

Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag verbessert sich die Situation für Pendler und Reisende in Berlin und Brandenburg punktuell. So bekommen etwa Oranienburg und Elsterwerda Anschluss an den Fernverkehr: Ein Intercity der neuen Linie Dresden-Berlin-Rostock hält dort zunächst zehn Mal am Tag, ab März dann tagsüber im Zwei-Stunden-Takt. Sechs Mal am Tag macht der Fernzug auch Halt in Doberlug-Kirchhain. Von Mai an stoppt der Zug auch am Flughafen Schönefeld, wie die Deutsche Bahn ankündigte [deutschebahn.com].

Eine Karte, die den geplanten Ausbau des Fernverkehrsangebotes in Ostdeutschland darstellt (Quelle: rbb24/Rossel/Mappa Pro)
| Bild: rbb24/Rossel/Mappa Pro

ABC-Ticket wird teurer

Eine spürbare Veränderung für alle Fahrgäste in der Region gibt es am 1. Januar: Während im Fernverkehr die Preise voraussichtlich sinken, steigen sie für Regionalzüge und im Nahverkehr durchschnittlich um 3,3 Prozent. Der Preis der Umweltkarte AB im Berliner Stadtgebiet ändert sich nicht, allerdings verteuert sich das ABC-Ticket [vbb.de], das das Umland einbezieht.

Bessere Verbindungen ins Ruppiner Land

In den neuen Intercity können von Sonntag an Fahrgäste aus Potsdam und Hennigsdorf auch in Oranienburg umsteigen; dorthin bringt sie die Regionalbahn 20 - allerdings nicht am Wochenende. Ebenfalls über Oranienburg werden Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) und Berlin tagsüber mit Bus und Bahn nahezu im Stundentakt verbunden. Auch der RE6 (Wittenberge-Neuruppin-Berlin) fährt künftig täglich im Stundentakt und nicht nur unter der Woche.

RE1-Strecke wird abends verlängert

Auf der wichtigsten Regionalexpress-Linie 1 (Magdeburg-Frankfurt/Oder) ändert sich lediglich, dass ein abendlicher Zug nicht in Brandenburg/Havel endet, sondern in Genthin - wo späte Pendler noch eine Regionalbahn nach Magdeburg erwischen können. Die Fahrzeit mit dem RE10 von Cottbus nach Leipzig verkürzt sich durch Fahrplanänderungen in Sachsen um 8 Minuten auf 1:46 Stunden.

Einschränkungen bei RB24

Für Fahrgäste auf der Linie RB24 (Eberswalde-Senftenberg) gibt es bis Oktober 2020 dafür eine Einschränkung: Die Züge halten wegen Bauarbeiten nicht zwischen Bernau und Berlin-Ostkreuz. Zwischen Bernau und Berlin-Hohenschönhausen fahren deshalb zusätzlich Busse.

S-Bahn fährt im Expresstakt

Die Berliner S-Bahn führt nach langer Zeit wieder Expressfahrten ein: Auf der S3 (Erkner-Spandau) kommen morgens und am Nachmittag zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof zusätzliche Züge zum Einsatz, die an den Bahnhöfen Hirschgarten, Wuhlheide, Betriebsbahnhof Rummelsburg und Rummelsburg durchfahren. Das verkürzt die Fahrzeit auf der Strecke um drei Minuten. Von Köpenick zum Ostkreuz gelangen Fahrgäste dann beispielsweise in zehn Minuten.

Sendung: Inforadio, 15.12.2019, 5 Uhr

Kommentar

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31 Kommentare

  1. 30.

    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

  2. 29.

    Müller hat nie einen Termin genannt, sondern es als langfristiges Ziel deklariert. Die anderen 14.000 Buchstaben in dem langen Interview wurden von den Boulevardmedien Berlins geflissentlich ignoriert. Vielleicht war das Interview einfach zu lang.

  3. 28.

    Bei der Bahn gibt es anderes als vom RBB fälschlicherweise behauptet, keine neuen Preise. Auch die weitere Desinformation hat bei Ihnen gefruchtet. Ihr Problem muss vom VBB gelöst werden. Die Bahn versucht nur die Züge fahren zu lassen, die der Aufgabenträger bestellt hat. In Cottbus soll es übrigens die passende Infrastruktur für Ihr Bahnrad geben.

  4. 26.

    Habe letztens statt zwei volle vier Stunden von Berlin nach Rostock gebraucht, den Entschädigungsantrag hat die Bahn mit keiner Reaktion gewürdigt $%(&5"##§!!!

  5. 25.

    Dass mit dem 365 €-Jahrestiet würde auch in Brandenburg propagiert.
    Nach der Wahl vergessen.

  6. 24.

    Für den Preis eine Katastrophe! Zur Zeit gibt es fast überall Einschränkungen und dafür die Preise erhöhen!? Eigentlich eine Frechheit! Konnte letztens nicht in die Stadt, weil der Zug dermassen überfüllt war! Wollte das bezahlte Ticket (9€, Eberswalde +AB, mit Fahrrad!!!) zurück tauschen, ging nicht, Überfüllung ist kein Reklamationsgrund... und überhaupt.. mit Fahrrad die Bahn zu benutzen sei ja sowieso keine Selbstverständlichkeit...bzw könne nicht gewährleistet werden, ich solle mir doch den Fahrgast/Beförderungsvertrag den ich mit dem Ticketkauf eingehe, genau durch lesen. -Das war die Reaktion der Service-Mitarbeiter. Klar, der sollte auswendig gelernt werden! Ick habe jetzt 22 Jahre durchgehalten, ohne Auto auszukommen, diese Zeit endet nun!
    Das Verhalten der Bahn weckt die Vermutung, das diese doch nur ein Büttel der deutschen Autoindustrie ist! Eine gewollte Verkehrswende sieht anders aus!

  7. 23.

    Ich fahre wenn es mir zu viel wird weiter mit dem Auto. Ist der Bus oder die Bahn weg oder fällt es, ab ins Auto und ich bin pünktlich.
    Und was andere denken von wegen "Komfortzone" und so weiter ist mir dann auch egal. Verkehrswende sieht anders aus.

  8. 22.

    Die Preiserhöhung war seit Monaten allgemein bekannt. Seit Jahren ist auch allgemein bekannt, dass die SPNV-Infrastruktur von Berlin über Spandau hinaus Richtung Falkensee und Spandau ausgebaut werden soll, weil es dort Kapazitätsengpässe gibt. Berlin und Brandenburg konnte sich aber jahrelang nicht einigen. INsofern hält sich mein Bedauern über Ihre Entscheidung in Grenzen.

    Die Erfahrungen in Berlin zeigen, dass man nur laut jammern muss. Dann wird einem auch geholfen. Die, die wirklich leiden, sind in der Tat viel zu still. Leider scheinen auch viele Wähler mit einer reinen Ankündigungpolitik von Maulhelden zufrieden zu sein, die mit einer Kiste Wein unter jedem Arm Wasser predigen.

  9. 21.

    Auch mit der Erhöhung ist der Preis für ein ABC-Abo immer noch vergleichsweise billig. So wie Sie argumentieren nur überzeugte Autofahrer. Wien hat mit dem 365€-Ticket gezeigt, dass der Preis nur einen geringen bis gar keinen Einfluss hat. Dafür ist man jetzt in der psychologischen Stammtisch-Preisfalle. Was bringt die von Ihnen angenommene Nachfrageerhöhung, wenn das Angebot unzureichend bleibt?

    Auf der Angebotsseite kann Wien aber als Vorbild herhalten: Ausbau des ÖPNV verbunden mit Restriktionen für den MIV haben dort zum Erfolg geführt. Wenn die Verkehrssenatorin die von der Umweltsenatorin ausgerufene Klimanotlage nicht nur als populistische Symbolik verstehen würde, die keiner weiteren Handlung bedarf, würde sie alles daran setzen, den Ausbau des ÖPNV zu forcieren anstelle geplante Maßnahmen beschleunigt auf die ferne Zukunft zu verschieben. Da bei den Bahnen Brandenburg mit im Boot ist, müsste sie Berliner Projekte verstärkt angehen.

  10. 20.

    Warum ist eigentlich AB günstiger als BC? Die Nachfrage im C Bereich ist doch hoch, da die Bahnen dort immer voll sind. Demnach müsste der Preis eigentlich sinken.

  11. 19.

    Hatte mir gerade ein ABC-Abo geholt, echt bedauerlich. Jetzt wird es teurer ohne dass in Falkensee groß etwas getan wurde um den Bahnverkehr zu verbessern: Überfüllte Züge, häufige Verspätungen, Ausfälle usw. Greenwashing durch die Regierung! Kann man da nicht ein Volksbegehren "Geld, Kontrolle und Ausbau des Nahverkehrs" starten?

  12. 18.

    Mir tun die Randbezirke von Berlin leid, mit der Erhöhung des ABC Tickets werden noch mehr Fahrzeuge im Bereich der ersten Station in Bereich AB abgestellt. Super Leistung der Verantwortlichen.
    Die Verantwortlichen gehören dafür alle rausgeschmissen, ohne weitere Bezüge.
    Der Berliner Personen Nahverkehr muss endlich bis zum Berliner Ring als Tarifgebiet AB definiert und ausgebaut werden.
    Übrigens nur so wird das vieleicht mal was werden mit der Verkehrswende.

  13. 17.

    Also wenn ich richtig informiert bin und auch die Karte richtig deute fährt die neue IC Linie von Rostock nach Dresden über Berlin Hauptbahnhof . Währe es nicht besser auf Grund der dort schon ohnehin guten Auslastung den IC auf direkter Strecke über Berlin zu führen also Oranienburg , Berlin Ostkreuz und dann über SXF / BER weiter nach Dresden ?? Da müsste der neue IC keinen Umweg fahren und entlastet gleichzeitig den Nord / Süd Fernbahntunnel in der City von Berlin .

  14. 15.

    Richtung Bad Freienwalde fährt die NEB, nicht die Bahn (im Sinne dieses Artikels). Und auch FF - Berlin fährt die Bahn bald auch nicht mehr.

  15. 14.

    Der Preis einer Jahreskarte im Bereich FF/O - MOL liegt inzwischen bei über 1Tausend € . Und das nur im besagten Gebiet, für andere Bereiche muss ein Anschlussfahrschein her. Und da sagt mir wer, ich soll umweltfreundlich vom Auto auf die Bahn wechseln!? Das ich nicht lache....

  16. 13.

    Falsch. Die Bahn ist Auftragnehmer und eben nicht der VBB, dieser gehört zu 100% den Ländern Berlin und Brandenburg.

  17. 12.

    Die Preise im Nahverkehr legt nicht die Deutsche Bahn fest, sondern der Verkehrsverbund und der VBB ist nicht die Deutsche Bahn, ODEG oder BVG. Kein Wunder, dass die Leute auf die Bahn meckern, bei der Desinformationskampagne gegen die Bahn.

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