ARCHIV - 13.06.2018, Berlin: Ein Kinderfahrrad liegt unter der Vorderachse eines Lkw. Ein acht Jahre altes Kind war im Ortsteil Spandau von einem Lastwagen überrollt und getötet worden. (Quelle: Paul Zinken/dpa)
Audio: rbb 88.8 | 17.12.2019 | Ulf Morling | Bild: Paul Zinken/dpa

Interview | Eltern des siebenjährigen Constantin - "Ich will die Entschuldigung des Lkw-Fahrers nicht mehr"

Im Juni 2018 wurde der siebenjährige Constantin in Berlin von einem abbiegenden Lkw erfasst und tödlich verletzt - vor den Augen seiner Mutter. Der Fahrer wurde kürzlich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Jetzt sprechen die Eltern des Kindes erstmals. Von Ulf Morling

rbb: Frau S., sie fuhren direkt hinter ihrem Kind, als die Ampel auf dem Radweg auf Grün sprang und Constantin von dem Lkw beim Rechtsabbiegen überrollt wurde. Der 61-jährige Berufskraftfahrer wurde vor knapp zwei Wochen wegen fahrlässiger Tötung unter anderem zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Ist das für Sie und ihren Mann eine Art Genugtuung?

Julia S.: Definitiv wird es nie Gerechtigkeit oder ein gerechtes Urteil für Constantin und unsere Familie geben. Aber wir brauchten den Prozess, um abschließen zu können. Aber die Trauer geht natürlich weiter.

Sie und Ihr Mann waren Nebenkläger im Prozess. Oma und Opa von Constantin, weitere Verwandte und viele Freunde saßen mit im Saal. Wie haben Sie das Verfahren erlebt?

Julia S.: Es war einfach nur schrecklich. Der Prozess hat für uns alle, fast anderthalb Jahre nach dem Tod unseres Jungen, höchste Kraftanstrengung und Konzentration bedeutet.

Wie haben Sie den angeklagten Lkw-Fahrer wahrgenommen?

Alexander S.: Der Angeklagte hat im Prozess erzählt, dass er eine Menschentraube beobachtet hatte und deshalb abgelenkt war. Er wollte sich also besser darstellen, als er sich verhalten hat. Es war sehr schwer für mich, im Prozess mit diesem Mann in einem Raum zu sitzen und mir das anzuhören. Aber es gehört zur Aufarbeitung und zur Suche nach Gerechtigkeit dazu. Und jetzt ist der Prozess gewissermaßen abgeschlossen.

Ist das Urteil aus ihrer Sicht gerecht?

Alexander S.: Natürlich nicht! Ich hätte den Lkw-Fahrer zumindest psychologisch begutachten lassen, ob er weiter Lkw, beziehungsweise Auto fahren darf. Bis heute kann der Angeklagte ja einfach weiterfahren. Gerade einmal vier Wochen nachdem er unseren Sohn getötet hatte, war er bei Rot über eine Ampel gefahren und geblitzt worden. Man könnte glauben, dass er sich den Tod Constantins nicht gerade zu Herzen genommen hatte. Aber ich bin kein Richter.

Julia S.: Eine sechsmonatige Bewährungsstrafe und 500 Euro Geldauflage für die Kindernothilfe ist wohl ein strafrechtlich eher hohes Urteil - aber nicht, was die Menschlichkeit angeht. Wenn man danach gegangen wäre, hätte es eine höhere Strafe sein müssen. Auch wenn der Täter jetzt arbeitslos wäre, wie er vor Gericht erzählte, wird er trotzdem vielleicht mit seinem Privatauto weiter herumfahren. Die Menschen müssten mehr aufeinander achten im Verkehr.

Der Lkw-Fahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Sie wären bei dem tödlichen Unfall ihres Sohnes fast auch noch überrollt worden, weil Sie direkt hinter ihrem Kind fuhren, stellte das Gericht fest. Das Schöffengericht urteilte, der Angeklagte habe mehrere Sekunden lang nicht aufgepasst beim Rechtsabbiegen und trage eine vergleichsweise geringe Schuld. Können Sie diesen Tenor des Urteils verstehen?

Julia S.: Man sollte definitiv die Strafen anheben, damit solche Unfälle nicht mehr passieren. Der Führerschein muss - gerade bei einem Berufskraftfahrer - weg; die meistens verhängten Geldstrafen müssen höher sein. Wir können im Prinzip schon froh sein, dass der Lkw-Fahrer, der Constantin totfuhr, nicht nur die üblichen drei Monatsgehälter seines Einkommens als Strafe zahlen muss, sondern für ihn eine Freiheitsstrafe ausgesprochen wurde. Er sollte Sozialstunden ableisten müssen in einer Kinderunfallklinik und sich so mit den Unfallopfern beschäftigen. Das fände ich auch eine menschliche Strafe.

Am 13. Juni 2018 waren Sie mit ihrem Sohn auf dem Rad unterwegs. Sie wollten ihn zur Schule bringen. Sie fuhren geradeaus und der Lkw wollte rechts abbiegen. Sie hatten Grün, als Sie losfuhren...

Julia S.: Er hätte uns sehen müssen, denn laut Unfallgutachter waren wir zwölf Sekunden lang in allen Spiegeln auf der rechten Seite des Lkw zu sehen. Er hat wohl nicht bemerkt, was er getan hat, selbst nach der ersten Kollision mit dem Fahrrad meines Sohnes, der dadurch stürzte und unter die Hinterreifen geriet. Hätte der Angeklagte beim ersten Anstoß eine Notbremsung eingeleitet, oder wenn ein Abbiegeassistent mit Notstop-Funktion eingebaut gewesen wäre, wäre es nicht zum Überrollen von Constantin gekommen. Der Lkw-Fahrer wurde erst aufmerksam, als die Leute auf der Straße geschrien, Autos gehupt und Zeugen gegen den Lkw geklopft haben. So kam er laut Gutachten erst nach weiteren 14 Metern zum Stehen. Bis zu zwölf Sekunden soll der Berufskraftfahrer nicht in die Spiegel seines Lkw gesehen und nicht einmal angehalten haben, als er um die Ecke bog.

Wie erlebten Sie den Lkw-Fahrer direkt nach dem Unfall?

Julia S.:
Ich sah Constantin auf der Straße liegen. Der Angeklagte stieg aus seinem Lkw und ich fragte ihn, ob er der Lkw-Fahrer sei und er sagte: "Ja". Ich zeigte mit beiden Händen auf meinen toten Sohn und fragte ihn: "Und nun?" Er sagte dann: "Auf was soll ich noch alles achten?" Das wars. Dann habe ich nichts mehr von ihm gesehen oder gehört in anderthalb Jahren. Erst jetzt im Prozess habe ich ihn wiedergesehen.

Nach dem Opferentschädigungsgesetz wird Opfern und Angehörigen von vorsätzlich an ihnen begangenen Straftaten Hilfe zuteil. Constantin kam durch fahrlässige Tötung ums Leben. Wie wurden Sie, Ihr Mann und die beiden Schwestern Constantins von den Behörden unterstützt?

Julia S.:
Da gab es leider gar nichts. Wir mussten uns um alles selber kümmern. Wir haben das Glück, einen stabilen Familien- und Freundeskreis zu haben. Aber von öffentlicher Seite kam gar nichts. Erst nach sieben Monaten hatten wir die Möglichkeit, Psychologen aufzusuchen. Das wurde uns aber über unsere Hausärzte vermittelt. Von den Krankenkassen oder der Notfallseelsorge kam gar nichts. Mein Mann und ich waren immer füreinander da. Und mit dem Beistand der Familie und der Freunde haben wir das überstanden. Ansonsten hätten wir das nie geschafft.

Hätte es sie schockiert, oder hätten Sie es sich gewünscht, dass sich der Lkw-Fahrer einmal bei ihnen meldet?

Julia S.:
Ich hätte es mir sehr gewünscht, unbedingt. Ich habe anderthalb Jahre darauf gewartet, eine menschliche Reaktion von ihm zu bekommen. Und wenn es nur ein Brief oder eine Karte gewesen wäre, irgendetwas, auch wenn es vielleicht seine Anwälte formuliert hätten. Aber da kam gar nichts. Auch im Gerichtssaal  gab es keinen Blick, nichts. Eine über die Anwälte angebotene Entschuldigung brauche ich anderthalb Jahre nach dem Tod unseres Sohnes auch nicht mehr. Ich will die Entschuldigung des Lkw-Fahrers nicht mehr.

Constantin (Quelle: Ulf Morling/rbb)
Die Eltern von Constantin haben sich explizit gewünscht, ihren Sohn zu zeigen, auch um dem Fall ein Gesicht zu geben. | Bild: Ulf Morling/rbb

Nach dem Urteil beginnt für ihre Familie erstmals eine Zeit, in der sie sich ganz und gar auf ihre Trauer einlassen kann?

Julia S.: Absolut. Der Prozess war ein großer Rucksack, den wir uns aufgeladen und anderthalb Jahre mit uns herumgetragen haben. Der ist jetzt weg, der offizielle Teil ist beendet. Jetzt kann man beginnen, die Trauer und den Schmerz zu leben und aufzuarbeiten. Wir brauchen aber weiter unsere psychologische Betreuung.

Hilft das?

Julia S.: Ja, es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir einen Traumatherapeuten hätten wählen können. Aber der steht uns staatlicherseits nicht zu. Mein Mann und ich gehen zu Verhaltenstherapeuten. Aber jeder muss, glaube ich, seinen eigenen Weg finden, um damit umzugehen und es zu verarbeiten.

Was wünschen Sie sich für die Opfer und Angehörigen von Straftaten, wie sie Ihnen widerfuhr?

Julia S.:
Gerade direkt nach dem Tod Constantins wäre es so wichtig gewesen, dass wir von professionellen Betreuern an die Hand genommen worden wären, um die ganzen Behördengänge zu erledigen, selbst um die Beerdigung zu organisieren. Eine schnelle psychologische Hilfe statt monatelangen Wartens, wenn der ganzen Familie der Boden unter den Füßen weggezogen wird, ist genauso überlebenswichtig. Aber vielleicht kann das keiner verstehen, der so etwas nicht selbst erlebt hat.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview mit Julia und Alexander S. führte Ulf Morling

Kommentarfunktion am 19.12.2019, 16:40 Uhr geschlossen

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Beitrag von Ulf Morling

129 Kommentare

  1. 129.

    Ich bin seit 14 Jahren LKW Fahrer im Kommunalverkehr.
    Zum einen erlebe ich Tagtäglich brenzlige Situationen. In denen anderen Verkehrsteilnehmer mit dem Smartphone rum tun oder meinen ich kann da noch schnell durch weil der LKW eh langsam ist.Oft hat es mit Glück zum tun das nichts passiert ist. Radfahrer meinen oftmals das für sie keine Verkehrsregeln gelten. Wie oft habe ich den Mittelfinger kassiert wo ich mich aber Gesetzeskonform verhalten habe.
    Zum anderen das Verhalten des LKW Fahrer s ist unter aller Sau. Klar gibt es keine Entschuldigung wenn durch jemanden jemand zu Tode kommt.
    Aber ein es tut mir leid ist zumindest das mindeste. Klar kann man nicht die Absolution erwarten. Ich Stelle mir als Vater zweier Kinder nichts schlimmeres vor. Deswegen möchte ich den Eltern zumindest mein Beileid aussprechen !!!

  2. 128.

    ich möchte keinen Kommentar zum Verhalten vom Fahrer geben und auch der Tod des Kindes ist tragisch und darf nicht passieren
    Ich war selbst LKW Fahrer ... mit den heutigen technischen Ausstattungen, 6 verschiedene Spiegel am LKW ist es kaum möglich einen ständigen Rundumblick zu haben und alles im Blick zu haben ... der Fahrer muss 1. den voraus fahrenden Verkehr im Blick haben 2. in den normalen rechten Spiegel schauen dann in den 3. Weitwinkelspiegel dann in den 4. Rampenspiegel und dann in den 5. Frontspiegel schauen und wenn man den Blick nur auf Jeden 2 Sekunden rechnet sind die anderen mindestens 8 Sekunden nicht im Blickfeld und dann gibt es trotz dieser Spiegel immer noch tote Winkel die man als Fahrer nie einsehen kann ...
    es wäre technich viel einfacher die Ampelphasen so zu gestalten das die Radfahrer und Fußgänger nicht mehr gleich mit den abbiegenden Fahrzeugen, LKW Busse und PKW zusammen Grün haben aber da ist die Politik gefragt ....

  3. 127.

    Der Fahrer ist schuldig, aber auch die Mutter trägt m.E. eine Teilschuld. Gerade in einer verkehrsreichen Stadt wie Berlin, sollten Eltern vor ihren Kindern fahren und nicht umgekehrt, um in Notfällen eingreifen zu können. Radelt man hinterher, kann man nicht mehr eingreifen. Auch muss man sich bewußt sein, dass Unfälle durch Fahrfehler passieren. Wir alle machen Fehler im Straßenverkehr, glücklicher Weise meist ohne hierdurch eine Katastrophe auszulösen. Mir wurde beigebracht, dass ich immer mit den Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen muss. Eine grüne Ampel oder ein Zebrastreifen und die dazugehörenden sinnvollen Regeln der StVO alleine genügen nicht und entbinden m.E. nicht von der Eigenverantwortung und erst recht nicht von der Verantwortung für ein Kind. Härtere Strafen wie von der Mutter im Interview gefordert, verhindern keinen einzigen Unfall. Sinnvoll ist hingegen die Forderung nach technischen Einrichtungen zur Vermeidung von Unfällen und begrenzung der Schäden.

  4. 126.

    Also ich kann da gut drauf verzichten ,so jemanden im Bau oder Garten bereich zu haben . Man brauch ja keinen Machinenschein oder sonnstiges für große Kettensägen ? Wenn man keine Ahnung ... den Rest können sie sich warscheinlich denken .

  5. 125.

    Trauriger Vorfall, aber lasst uns auch von der deutlichen Mitschuld oder Mitverantwortung des jungen Radfahrers und der Mutter schreiben. Klar, der LKW-Fahrer hat die Pflicht jeden Unfall zu vermeiden

    Als Radfahrer ( ich fahre um 5000km im Jahr ) habe ich auchdie Pflciht genau zu beobachten was macht der KFZ-Verkehr vor, neben oder knapp hinter mir und mich dem zwingend anzupassen.

    Die Problematik Radweg und Rechtsabbieger ist seit Jahrzehnten bekannt, Radfahrer kommen in der Situation zu Schaden durch Fehlverhalten der KFZ-Führer und auch eigene Nachlässikeit, Unaufmerksamkeit oder Dummheit! Für Radfahrer kann das tödlich werden!

    Klingt zynisch, ist aber purer Realismus.

  6. 124.

    Zitat: "Ich stelle mir nur eine Frage laut den Aussagen aus der Berichterstattung. Mutter und Kind waren 12 Sekunden im Rückspiegel zu sehen. Wie hat die Mutter den LKW übersehen?"

    Der LKW Fahrer stand wartend an der Ampel, während Mutter und Kind laut Gutachten mind. 12 Sek. im Spiegel zu sehen waren. Also konnten beide davon ausgehen, dass sie die Kreuzung ungefährdet befahren können. Als das Kind dann in den Kreuzungsbereich einfuhr, zog der LKW Fahrer 'rechts rum' und es kam zu dem Unfall.

  7. 123.

    2)
    Fast täglich fahre ich dort entlang. Ich kenne diese Kreuzung aus der Sicht des Autofahrers, aus der Sicht des Motorradfahrers und aus der Sicht des Lastkraftwagenfahrers. Und ich kenne diese Kreuzung aus der Sicht des Radfahrers der den Brunsbütteler Damm an dieser Stelle überqueren möchte.
    Noch nie habe ich im morgendlichen Berufsverkehr die Kreuzung so überquert ,wie es die Mutter mit ihrem Kind tat, auch wenn sie Verkehrsrechtlich alles richtig gemacht hat.
    Schlicht, es war mir einfach zu gefährlich!
    Also habe ich jedes mal erst die Nauener Str. am Ampelübergang links überquert und dann erst die Ampelanlage um den Brunsbütteler Damm zu überqueren ,wissend dass die links abbiegenden Verkehrsteilnehmer mich auf jeden Fall sehen. Und nie,wirklich niemals, würde ich meinem Kind ein anderes überqueren der Straße an dieser Stelle,erlauben oder gar Trainieren. Schon gar nicht wenn ich um die Gefährlichkeit der Kreuzung Bescheid weiß.

  8. 122.

    Na, da haben wir ja Glück, das endlich mal ein Radfahrer "zur Rechenschaft" gezogen wurde.
    Der arme LKW-Fahrer muss auch noch vor Gericht, bloß weil er ein Kind tot gefahren hat. Das hätte aber uach wirklich besser aufpassen können, das Kind, sieht es doch einen LKW viel besser wie die grüne Ampel, schließlich ist der ja auch viel Größer.
    Falls jemand es nicht versteht, das oben ist Ironie.
    Sehr geehrter Herr Jürgen M., man kann nur hoffen für alle Radfahrer und Fußgänger, dass Sie kein Auto lenken dürfen.
    Unter einen Artikel, bei dem es darum geht, das ein kleiner Verkehrsteilnehmer von einem sehr Großen getötet wurde, weil letzterer einen Fehler gemacht hat und nun die Schuld dem Opfer geben, ........

  9. 121.

    3)
    Denn dass diese Kreuzung gefährlich ist, muss der Mutter bewusst gewesen sein, wenn sie dort öfter die Straße überquert. Nicht umsonst wird diese Kreuzung nun baulich verändert.
    Und nun zu dem Satz in Ihrem Kommentar:
    „Sehr viele Verkehrsunfälle werden eben deswegen vermieden weil viele auf ihr Recht verzichten“
    Ich unterstütze diesen Satz uneingeschränkt.
    Und nun überprüfen Sie bitte Ihren Satz noch einmal in Bezug auf diesen schrecklichen Unfall.


  10. 120.

    Zitat: "Es wird Zeit, dass auch die Radfahrer endlich mal zu Rechenschaft gezogen werden. Die Fahren zu 90% Blind und Rüppelhaft durch die Gegend nach dem Motte: "Ist eh der andere Schuld"!! So lang sich da nichts ändert, kann es nur noch mehr Tode geben. Mir persönlich tun die LKW Fahrer leid, weil Sie am wenigsten schuld daran sind.
    Der Radfahrer sieht den LKW Viel besser als umgekehrt! Und, klingelts? Also Radfahrer, Aufpassen!!"

    Sind das ernsthaft Ihre Gedanken zu einem Bericht, in dem es darum geht, dass ein LKW Fahrer schuldhaft ein Kind getötet hat?! Ihre Wüterei gegen Radfahrer ist hier völlig fehl am Platz, Jürgen M.

  11. 119.

    Da kann ich nur voll und ganz zustimmen.
    Das erste mal haben wir eine derartige Ampelschaltung in Auckland erlebt.
    Durch einen ähnlichen Todesfall im Freundeskreis fanden wir diese Lösung auch sehr gut.

  12. 118.

    Das ist whatabouttism auf höchsten Niveau. Und hat mit dieser Thematik absolut nichts zu tun. Hier haben sich die Radfahrer richtig verhalten und ein sieben jähriger junge musste wegen einem Menschen sterben, der zu unaufmerksam für sein Beruf und für den Straßenverkehr ist.
    Es heist im §1 der StVo "Gegenseitige Rücksichtsnahme.
    Und da das Auto die größere Knautschzone hat kann Autofahrer auch einmal mehr Bremsen die 4 Sekunden die man Verliert retten evtl. Leben.
    Grüße von einen Autofahrer.

  13. 117.

    Das eigentliche Problem liegt nicht an den Fahrern, sondern an der zum großen Teil anerzogenen Verhaltensweise..... ich hab jetzt grün .....ich fahre jetzt..ich geh über den Zebrastreifen das Auto muß anhalten..... der Fahrer muss aufpassen....viele Unfälle könnten verhindert werden wenn ein bisschen mehr Vorsicht und weniger... hab jetzt das recht .. gelebt würde. Auch ein Abbiegen Assistent kann die meisten dieser Unfälle nicht verhindern. Das geht in der Theorie aber nicht im Berufsverkehr. Einzig wenn beide Seiten aufpassen kann etwas verhindert werden. Mein Bewegungsmuster sind etwa 650 km täglich..Autobahnen sowie Landstraße oder Ortsgebiet

  14. 116.

    Mit Ihrer Einleitung treffen Sie in Schwarze, aber hier machen es Sie sich zu einfach! Ich weiß nicht was Ihre vielen Ausrufezeichen hinter 12 Sekunden sollen, diese Zeit sind kein Witz, sondern beänstigend wie Sie hier als Berufskraftfahrer
    denken. Ich bin überzeuft,dass Polizei und Gutachter die Bedingungen kennen. Wnn Sie Sie hier von realen Bedingungen sprechen, dann müssen sie als LKW Fahrer eben diesen gewachsen sein oder besser einen anderen Beruf suchen.
    Ich findes es unerträglich, den Eltrn anzubieten mit Ihnen mitzufahren um den Tode ihres Kindes besser zu verstehn.
    Sie erwähnen noch, dass Sie "auch" schon in Berlin und Paris unterwegs waren ohne jemanden verletzt zu haben -
    hier wurde unschuldig ein Kind getötet!


  15. 115.

    Ich verstehe nicht wieso der Führerschein nicht weg ist bei dem LKW Fahrer. Wirklich...

  16. 114.

    Zitat: "Ist denn niemand auf die Idee gekommen, dass der Fahrer übers rot gefahren ist, weil er in seinen Gedanken noch beim Unfall war?"

    Der LKW Fahrer ist vier! Wochen nach dem Unfall über "Rot" gefahren, Gotzmann. Sie suchen für das erneute Fehlverhalten eine Entschuldigung, die jeder Grundlage entbehrt.

  17. 113.

    Der LKW-Fahrer ist hier derjenige, der die Verkehrsregeln missachtet hat. Beim abbiegen ist den Radfahrern und Fußgängern Vorrang zu geben. Vielleicht sollten Sie sich ja selbst mal wieder in die Fahrschule setzen, bevor Sie noch jemanden überfahren. Da hilft kein Blinker.

  18. 112.

    Traurig, passiert zu oft und immer öfter..
    Ein "Abbiegeassistent " kostet zwischen 1.500€ - 3.000€ / LKW. Ich denke dies ist ein Leben wert. Warum ist dies in unserer hochtechnologisierten Infrastruktur noch nicht Gesetz? Fragt einen Teil der 25.000 Lobbyisten die jeden Tag unsere Politiker bezirzen und im Bundestag ein.- und ausgehen als wäre es das KDW.
    Unfälle passieren, Tag für Tag für Tag. Das war schon immer so.
    Jedoch könnten solche Unfälle zumindest reduziert werden wenn endlich entsprechende Gesetzte zur Nutzung der heute möglichen technischen Hilfsmittel geschaffen würden.
    MFG

  19. 111.

    Diese Geschichte ist tragisch, sehr sogar. Ich weiss wovon ich spreche. Mein Bruder starb vor vielen Jahren auf genau die gleiche Weise unten den Rädern eines nach rechts abbiegenden Lastwagens. Das wird die Familie noch sehr lange, wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang begleiten. Dennoch ist niemandem mit einem hohen Strafmass für den LKW - Fahrer gedient. Selbst wenn er einen Fehler gemacht haben mag und fahrlässig im Sinne des Strafrechts gehandelt haben mag.

  20. 110.

    Der Mann hat beim rechts abbiegen nicht geguckt, ob jemand die Straße überquert. Das Opfer trifft hier absolut keine Schuld. Was Sie schreiben ist einfach nur lächerlich. Vorm abbiegen ist in die Spiegel zu schauen und ggf. ein Schulterblick durchzuführen, Punkt, egal ob Bus, LKW, oder PKW. Er hat einen Fehler gemacht und so ein Kind getötet, das bei GRÜN eine Ampel überquert hat.

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