Potsdam: Ein Schaf steht auf einer Weide in Brandenburg. (Quelle: dpa/M. Skolimowska)
Bild: dpa/M. Skolimowska

Auswertung von DNA-Spuren - Schaf in Gatow wurde nicht von Wolf getötet

Der Tod eines Schafes in Berlin-Gatow ist nicht auf einen Wolf zurückzuführen. Das habe die Auswertung von DNA-Spuren und die Untersuchung des Kadavers ergeben, sagte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Dienstag der Nachrichtenagentur DPA.

Verschiedene Gutachten seien angefertigt worden. Die Bissspuren seien hundeartig, damit kämen sowohl Hunde als auch andere Tiere wie etwa Füchse in Betracht. Dass ein Fuchs ein Schaf reißt, sei aber unwahrscheinlich, so Ehlert.

Totes Schaf auf Kinder- und Familienbauernhof gefunden

Das tote Schaf war Ende Oktober auf einem Kinder- und Familienbauernhof in Gatow gefunden worden. Möglicherweise sei es ohne Fremdeinwirkung gestorben, so Ehlert. Die Bissspuren könnten von Tieren stammen, die sich anschließend an dem Schaf zu schaffen gemacht haben.

Ehlert zufolge habe es auch im Grunewald bereits Fälle von toten Schafen gegeben, die erst später gemeldet wurden. Auch hier konnten keine Tötungen durch Wölfe nachgewiesen werden. Dass wildernde Hunde Wild- und auch Nutztiere reißen, komme in Berlin aber mehrmals pro Jahr vor.

Bislang kein Wolfsnachweis in Berlin

In der Hauptstadt gibt es Ehlert zufolge bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis für ein Wolfsvorkommen. Bekannt sind jedoch Wolfsrudel im Süden und Norden und Osten der Stadt. Daher gilt als wahrscheinlich, dass die Tiere Berliner Gebiet schon durchquert haben und früher oder später auch verlässlich gesichtet werden. Grundsätzlich sei die Stadt jedoch kein favorisierter Lebensraum von Wölfen, sagte Ehlert.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Hunden sind nicht so geziellt im Kehlbiss wie ein Wolf. Der Jagdhund meines Schwiegervaters hat zu Lebzeiten einige Male Schafe gejagt und leider auch zwei so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. Mein Schwiegervater musste einige Haustiere die sein Hund auf dem Kerbholz hatte bezahlen. Jagdtrieb ist Jagdtrieb und bei Jagdhunden eben sehr ausgeprägt. Im Übrigen lässt sich der Wolf per DNA nachweisen. Und wenn es hier eben keiner war, dann müssen auch die die es gerne so gehabt hätten akzeptieren das es eben mal wieder ein Hund war. Und kein Wolf ... Neuerdings sind eh alle Vorfälle mit Hunden Wolfsangriffe...macht sich ja besser in der Zeitung und im Dorf.

  2. 1.

    Schade, dass nicht erklärt wird, inwiefern sich Hunde- und Wolfsrisse unterscheiden. Da Hunde vom Wolf abstammen, dürfte der Unterschied ja nicht allzu groß sein, zumindest wenn es ein großer Hund war (was anzunehmen ist, da kleine Hunde sich wohl kaum an ein so großes Tier wagen würden)

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