Ein Sparkassenlogo hängt an der Fassade einer Berliner Sparkassen-Filiale (Quelle: dpa/Bänsch).
Audio: rbb 88.8 | 17.12.2019 | Ute Schuhmacher | Bild: dpa/Arne Bänsch

Kein Kontakt zu Besitzern - 60.000 Konten bei der Berliner Sparkasse verwaist

Bei der Berliner Sparkasse sind 60.000 Sparkonten ungenutzt. Mindestens 30 Jahre lang hat es auf ihnen keine Kontobewegung gegeben, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der FDP hervorgeht. Rund 4,8 Millionen Euro sind derzeit auf diesen Konten verbucht. Zunächst hatte darüber die "Berliner Zeitung" berichtet.

Geld könnte für soziale und Klimaschutzzwecke genutzt werden

Zu den Besitzern gibt es keinen Kontakt, weil die Kontoinhaber gestorben und die Erben nicht erreichbar sind oder Menschen vergessen haben, dass das Konto noch besteht.

In Großbritannien entstand die Idee, das Geld solcher Konten für soziale und Klimaschutzzwecke zu nutzen. In Deutschland arbeitet ein Netzwerk ebenfalls an einer solchen Regelung. Der Bund müsste aber zunächst ein entsprechendes Gesetz erlassen, das dies auch ermöglicht.

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8 Kommentare

  1. 7.

    Das ist doch mal eine wertvolle Information: Sein Geld sollte man besser nicht der Sparkasse anvertrauen. Zumindest, wenn man es in Sicherheit wissen möchte. Denn eines Tages kann ein "Netzwerk" kommen (Was heißt das? Ist das ein Euphemismus für "Aktivisten"?), nuschelt was von "für die Umwelt und arme Kinderlein", und schon sind die Kohlen weg.

    In der Schweiz gab es ja mal viel Aufregung um "nachrichtenlose" Konten. Aber das war natürlich etwas gaaaanz anderes.

  2. 6.

    Selbst wenn Erben darüber Kenntnis haben, jedoch einer Erbengemeinschaft angehören.
    Diese aber nicht bereit ist sich GEMEINSAM in dieser Angelegenheit damit auseinander zu setzen. Dann bleibt nur der Klageweg übrig. Dieser ist aber sehr zeitraubend und kostenintensiv. Zumal der Ein oder Andere das zeitliche segnen kann und somit eine erneute Erbengemeinschaft entsteht.
    Die Möglichkeit eines Einzelnen durch einen Anwalt die Geldinstitute aufzufordern die Kontenguthaben an die Hinterlassungsstelle der Gerichte zu überweisen, wird nur mit großer Verzögerung oder unter Berufung auf ihre AGB für nicht nötig gehalten.
    Auf Anfrage bei der Sparkasse, wenn es zu keiner Einigung der Erbengemeinschaft käme, was mit den Guthaben geschehe; war die Auskunft, dann geht es an den Staat.
    Nach meiner Auffassung ist ein Reformierung des Erbrechts dringend geboten.

  3. 5.

    Zu Lebzeiten einer betroffenen Person mag es tatsächlich nicht so einfach sein an die Konten zu kommen wofür es ja auch gute Gründe gibt aber wenn Sie rechtmäßiger Erbe sind und Sterbeurkunde und Testament bzw. Erbschein vorlegen wird selbst die auch von mir nicht so besonders geliebte Sparkasse Ihnen Zugang zum Konto gewähren müssen denn alles andere währe strafbar !! Bei mehreren Erben müssen Sie gemeinsam vorsprechen und sich ausweisen . Habe das alles hinter mir . Es ist nicht ganz einfach und braucht viel Zeit aber am Ende sind Sie im Recht .

  4. 4.

    Bei der Berliner Sparkasse liegt das Problem eher daran, dass es die Bank sich auf die Fahne geschrieben hat, es den Erben so schwer wie nur irgend möglich zu machen, um an das Geld einer lieben verstorbenen Person heran zu kommen!
    Ich bin selbst betroffen!
    Zu Lebzeiten meiner Mutter wollte ich eine Bankvollmacht haben, da es meiner Mutter plötzlich rapide schlechter ging. Es ging so schnell, dass sie innerhalb einer Woche von "ich kann alles allein" über "ich schaff das nicht mehr" und kurze Zeit später ins Krankenhaus kam. Aussage der Bank (O-Ton): Für eine Bankvollmacht müssen wir mit der Person persönlich sprechen. Wenn Ihre Mutter im Krankenhaus liegt, dann müssen Sie halt einen Krankentransport zu uns die Filiale organisieren. Wir können Ihnen nicht anders helfen!"... kurze Zeit darauf verstarb meine Mutter. Alle Kosten der Beerdigung wurden verweigert von dem Konto zu zahlen. "Es könnten ja noch andere Anspruchsteller sich melden", so heißt es nur... Einfach traurig!

  5. 3.

    Also wenn mindestens 30 Jahre KEINE Kontobewegungen stattgefunden haben hat das doch nichts mit " in die Tasche stecken " zu tun . Wie viele Jahrzehnte soll denn das Geld dort noch liegen bleiben ?? Ich finde wenn diese Gelder in soziale Projekte fließen , für Schulen , Kindergärten oder für Pflegeheime eingesetzt werden ist das doch was sinnvolles und sollte nichts zuletzt auch im Sinne von so einigen Verstorbenen Personen sein .

  6. 2.

    Ich würde das Geld auch nehmen, es aber nicht in irgendwelche gemeinnützigen Projekte stecken, sondern es vernünftig anlegen und von den Erträgen gut leben.

  7. 1.

    So kommt man auch zu Geld. Nur die Gesetze ändern und man kann sich alles in die Tasche stecken.

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