Ein Kind ist am 13.06.2018 in Berlin-Spandau bei einem Verkehrsunfall mit einem Lkw getötet worden (Quelle: rbb)
Video: Abendschau | 04.12.2019 | Norbert Siegmund | Bild: rbb

Tödlicher Abbiege-Unfall in Berlin-Spandau - Bewährungsstrafe für Lkw-Fahrer, der Kind überrollte

Ein siebenjähriger Radfahrer starb im vergangen Jahr, weil er von einem abbiegenden Lastwagen überrollt wurde. Das Gericht urteilte nun, der Lkw-Fahrer habe fahrlässig gehandelt. Sekundenlang habe er nicht in die Spiegel gesehen, sagte ein Gutachter aus. Von Ulf Morling

Das Amtsgericht Tiergarten hat  einen 61-jährigen Lkw-Fahrer zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten wegen fahrlässiger Tötung eines siebenjährigen Jungen verurteilt. Das Schulkind war im Juni letzten Jahres mit seiner Mutter zur Schule geradelt und wurde von einem rechtsabbiegenden Lkw überrollt.

Die Bewährungsstrafe begründet der Vorsitzende Richter Nicolai Hahn unter anderem damit, dass es sich bei der Tötung des Kindes nicht um ein "Augenblicksversagen" gehandelt habe. Der angeklagte Lkw-Fahrer habe nach den Aussagen eines Unfallgutachters sekundenlang nicht die rechten Außenspiegel seines Lkw beobachtet beim Abbiegen von der Nauener Straße in den Brunsbütteler Damm in Spandau. Nur deshalb sei der laut Gutachter "absolut vermeidbare Unfall" geschehen und das Kind getötet worden. Zusätzlich zu der Bewährungsstrafe wird dem 61-jährigen Angeklagten die Auflage gemacht, 500 Euro an die "Kindernothilfe" zu zahlen. Die verhängte Bewährungsstrafe schmerze den Verurteilten wenig, die Zahlung des Geldes aber schon, heißt es im Urteil.

"Der fuhr einfach weiter!"

Constantin hat am 12. Juni 2018 seinen Schutzhelm auf, er fährt auf dem Radweg und stoppt vorschriftsmäßig, als die Ampel auf Rot schaltet. Seine Mutter, Julia S.(41)  fährt direkt hinter ihm. "Fahr los, rief ich nach vorn, als die Ampel wieder auf Grün sprang", sagt sie als Zeugin im Prozess. Zwischen ihren Sätzen scheinen Selbstvorwürfe mitzuschwingen, obwohl sie keinerlei Schuld trägt für das, was dann passiert: Von hinten naht, obwohl die Radampel grün zeigt, auf der Straße der Lkw des Angeklagten heran. Langsam, aber unaufhörlich, schiebt sich der riesige Lkw beim Rechtsabbiegen auf ihren Sohn zu, der versucht, auf seinem Fahrrad heil über die Straße zu kommen. Doch er schafft es nicht: Die Vorderräder des LKW stoßen den Siebenjährigen mit seinen 25 Kilogramm Gewicht vom Rad.

"Der fuhr einfach weiter!", sagt Julia S., als sie dem Gericht noch einmal schildern soll, wie es passierte. Sie springt vom Fahrrad und will zu ihrem kleinen Sohn, um ihn zu schützen. Doch obwohl der Lkw Schritttempo fährt, schafft sie es nicht: Constantin wird vom letzten Reifen des Lkw überrollt und tödlich verletzt. Zuerst schreit Julia S, dann soll sie versucht haben, ihr totes Kind hochzuheben. Als Erklärung soll sie Augenzeugen gesagt haben, sie müsse mit ihrem Sohn schnell gehen, denn sie wolle mit ihm nicht zu spät zur Schule kommen. Dann fällt sie in sich zusammen und wird ganz still. Der 61-jährige Lkw-Fahrer soll aus seinem Lkw gestiegen sein und gesagt haben: "Worauf soll ich denn noch aufpassen?" Dann raucht er eine. Mutmaßlich ein Verhalten unter Schock. Notfallseelsorger treffen ein.

Er sei von einer Gruppe Menschen auf dem Bürgersteig abgelenkt gewesen, sagt Lkw-Fahrer Lorenz K. in seinem Geständnis im Prozess und fügt hinzu: "Ich hätte aber wahrscheinlich den kleinen Jungen sehen müssen ..."

Viele Tränen, viel Leid und viel Ohnmacht

Der Gerichtssaal ist gefüllt wie selten sonst: die Eltern Constantins sind als Nebenkläger am Prozess beteiligt. Inzwischen sind sie sogar verheiratet, ihr gemeinsam ertragenes Leid schweißt sie noch mehr zusammen, heißt es auf dem Gerichtsflur. Aber auch über ein Dutzend Onkel, Tanten, Freunde und Nachbarn sind gekommen und nehmen Anteil am Tod Constantins und dem Leid seiner Eltern.

Als das Obduktionsprotokoll verlesen wird, in dem die tödlichen Verletzungen des Kindes mit brutaler Klarheit nüchtern doziert werden, ist der Gerichtssaal fast leer. Nur die Mutter Constantins sitzt tapfer auf ihrer Nebenklagebank mit traurigen Augen. Der Vater weint, als er wieder den Saal betritt.

Sekundenlang nicht in die Spiegel gesehen

Am 13. Juni 2018 geschieht der tödliche Unfall. "Fünf Tage später wäre Constantin acht Jahre alt geworden", sagt seine Mutter. Seitdem wartet die Familie auf ein Zeichen des Lkw-Fahrers, dass ihm leidtut, was geschehen ist. Aber nicht einmal sein Verteidiger oder eine andere dritte Person melden sich bei den trauernden Eltern. Berufskraftfahrer Lorenz K. sagt dazu im Prozess nichts - außer, dass es ihm leidtue. Er sieht die Eltern, die im Saal zwei Meter neben ihm sitzen, nicht einmal an. "Ich habe den Jungen nicht gesehen", wiederholt er. "Ich wusste gar nicht, dass da einer neben mir war."

Der Unfallgutachter, der nach dem Unfall selbst vor Ort ist, analysiert etwas anderes. Sekundenlang muss der Berufskraftfahrer unaufmerksam gewesen sein: Denn er bog zwar nur in Schrittgeschwindigkeit rechts ab, aber er muss wohl seine Spiegel nicht beobachtet haben, in mehreren waren Constantin und seine Mutter auf ihren Fahrrädern zu sehen. "Das ist kein Augenblicksversagen mehr", urteilt der Vorsitzende Richter. Nur deshalb verhängten er und die beiden Schöffen nicht die üblichen 90 Tagessätze Geldstrafe für getötete Fußgänger oder Radfahrer beim Rechtsabbiegen, sondern ausnahmsweise eine Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung.

Nach dem Ende des Prozesses sind die Eltern Constantins sprachlos und wollen das Urteil nicht kommentieren. Noch ist die ausgesprochene Strafe nicht rechtskräftig. Berufskraftfahrer Lorenz K. kann in Berufung gehen und der Prozess um den Tod des Kindes im Straßenverkehr noch einmal von vorn beginnen. Das Unfallgutachten würde trotzdem dasselbe bleiben. Dort ist zu lesen, dass Constantin heute noch leben könnte, wenn der Lkw-Fahrer - selbst noch wenige Sekunden vor dem Zusammenstoß - nur einmal in seine Spiegel gesehen hätte.

Sendung: Inforadio, 04.12.2019, 8 Uhr

Beitrag von Ulf Morling

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37 Kommentare

  1. 36.

    Hallo, was ist das denn für eine nicht nachvollziehbare Argumentation. Hättest du auch so reagiert, wenn es ein Kind oder ein anderes Familienmitglied von dir gewesen wäre. Grundsätzlich muss jeder Autofahrer bei Kindern mit unüberlegten Reaktionen rechnen. Das ist doch keine Strafe für den LKW Fahrer. Die Eltern sind ein Leben lang gestraft.

  2. 35.

    Hallo,

    wenn ich das Urteiel lese, dann kommt bei mir unendlich viel Wut auf. Der Begriff Strafe ist hier völlig unangebracht. Auf Bewährung. Welcher Richter hat so ein Urteil gesprochen. Leider ist das kein Einzelfall, es gibt noch mehr so unverständliche Entscheidungen von Richtern. Die Familie leidet ein ganzes Leben darunter. Jeder Autofahrer muss mit plötzlich unerwarteten Situationen mit Kindern rechnen. Das ist für mich keine Bestrafung. Den Rest vom Satz lasse ich lieber weg. Kein Wunder bei unserer Kuscheljustiz.

  3. 34.

    Die unfähigkeit des Staates ist ängstlich und zugleich erschreckend und unverantwortlich.
    Es giebs nur eine Frage ......
    Kann der Staat das Verantwortet ? , das wenn ich mit meinen Kind in die Schule Fahre , dort heile ankommt. !
    Und was ist mit dem weg nach Hause in die Obhut der Familie.

    Das leben einen einzelnen der noch nicht ganz begriffen hat warum es schon Ende ist.

    Immer wieder hört man:

    Wer so schnell fährt, dem muss doch klar sein, dass dabei jemand zu Tode kommen kann.

    Jemand der ein lkw fährt und dabei die umgebung ignoriert ist nicht anderes der mit eine Waffe um sich herum schiesst.

    Wir Alle Arbeiten für diese Staat, haben wir eine Wahl zu entscheiden was richtig ist oder nicht ??

    Der Staat schon ,Wir die Bürger nicht.

    Und denoch bezahlen manche mit dem Leben, für was ? .

  4. 33.

    Im Straßenverkehr sollte das gleiche wie auf Baustellen gelten "Eltern haften für Ihre Kinder".
    Straßenverkehr vor allem in einer Stadt ist gefährlich. Ein 7 jähriges Kind alleine im Stadtverkehr vorausfahren lassen ist unverantwortlich. Heute erziehen die Eltern ihre Kinder doch gar nicht mehr richtig. Es werden Ihnen kaum noch Werte und ein Verständniss für Gefahren vermittelt. Alles ist gut da draußen... alle müssen auf dich achten.. Einen alten Scheiß, jeder ist selbst verantwortlich wenn er den Fuß vor die Tür setzt.

  5. 32.

    Ein mehrjähriges Fahrverbot wäre angemessen.
    Die Eltern trauern auch lebenslang um ihren
    Sohn, der alles richtig gemacht hat.
    Ein Berufskraftfahrer muss sein Arbeitsgerät und
    die Umgebung beherrschen. Zudem ein so erfahrener.
    Mein tiefemfundenes Mitgefühl den Eltern.

  6. 31.

    Nein, hören Sie mit diesem schäbigen Victim Blaming auf. Keine Absicht ändert den Outcome nicht: Kind tot.
    Dieses dauernde Gequengel über Radfahrer und Fussgänger ausgehend von Autofahrern und LKW-Fahrern soll doch nur von der eigenen Verantwortungslosigkeit ablenken. Fehlverhalten mit tödlichen Konsequenzen hat ja im Regelfall null spürbare Konsequenzen. Wer nicht schaut und trotzdem fährt, dem gehört der Führerschein entzogen, und zwar lebenslang. Punkt.

  7. 30.

    Es ist ohne Frage traurig für die Eltern ein Kind zu verlieren. Allerdings bezweifel ich das es der Lkw Fahrer mit Absicht gemacht hat. Alle die sich jetzt auf die Lkw Fahrer einschiessen. Fahrt mal eine Woche lang bei einem mit. Seht euch mal den Wahnsinn auf den Strassen an. Wie sich zum Teil Radfahrer und auch Fussgänger verhalten, das ist schon unterirdisch. Der Mensch ist nicht Fehlerfrei das geht Auto wie Lkw Fahrern so. Man kann was übersehen wenn man auch noch so gut aufpasst. (das soll jetzt nicht heissen das das Kind schuld war.)
    Deshalb bin ich schon immer dafür das die Ampeln für Fussgänger/Fahrradfahrer getrennt von Auto/Lkw Ampel geschalten werden. Wo ist das Problem. Das einzige Problem ist das man mal paar Minuten mehr warten muss. Und das sollte einem doch das Leben wert sein.

  8. 29.

    Als Mutter von drei Kindern, die ebenfalls mit dem Rad zur Schule fahren bin ich zutiefst schockiert, dass in unserer Gesellschaft ein Menschenleben nicht mehr als 500 Euro und eine Bewährungsstrafe wert ist, von den Eltern und Angehörigen, die mit Sicherheit für den Rest ihres Lebens trauern ganz zu schweigen.

  9. 28.

    Wenn ich die Mutter des Jungen wäre, würde ich mich gerechter behandelt fühlen, wenn der LKW-Fahrer für den Rest seines Lebens eine soziale Arbeit machen müsste. Möglichst etwas, das die Sicherheit im Straßenverkehr voranbringt oder damit zu tun hat: Fahrbahnbemalung; Fahrradwege bauen; die weißen Geisterräder pflegen und vom Müll befreien; im Unfallkrankenhaus helfen. Den Täter, den das nachgewiesen zu sehr belastet, kann auch in anderen Bereichen tätig werden. Als Täter würde es mir auch besser gehen, wenn ich etwas für die Familie tun kann, ohne ihr zu nahe zu treten.

  10. 26.

    Habe erst gestern in der Abendschau davon erfahren und bin erschüttert und fassungslos über dieses Urteil. Mir fehlen einfach die Worte. Im Gedanken bin ich bei den Angehörigen.

  11. 25.

    Da scheint wohl das Verhalten des Angeklagten vor Gericht eine andere Sprache zu sprechen und hätte von daher für mich einen anderen Ausgang des Verfahrens gefordert.

    Das Urteil ist der nächste Alptraum für die Eltern.

    Ich frage mich ernsthaft, wo da die abschreckende Wirkung für die unter uns beständig rücksichtslosen Verkehrsteilnehmer bleibt.

    Die Strafe können so einige aus der Portokasse zahlen, die Bewährungszeit ist kein Hindernis.
    Die Fahrerlaubnis ist weiterhin gültig? Auch das noch!

  12. 24.

    Isi, ich fordere nichts unrealistisches: §1 ist DIE Grundlage des Strassenverkehrs in Deutschland. Wer den als "Bla bla" abtut, darf kein KFZ fuehren; eigentlich nicht mal aus dem Haus gehen. Denn der Verkehr IST damit bereits voellig eindeutig geregelt: Wer sich sicher ist, keinen anderen zu gefaehrden, darf fahren. DAS ist DIE Grundregel. Und dann kommt eine Weile erstmal gar nichts, ausser kucken, kucken und eventuell weiterfahren. Und wenn ich eine rote Ampel oder ein kopfstehendes Dreieck sehe, lasse ich die anderen vorbei. So einfach ist das.
    Ihr Glaube, alles mit Lichtzeichen regeln zu koennen zeigt, dass Sie vom realen Verkehr in Berlin wenig Ahnung haben. Ich kenne den seit Jahrzehnten als Fussgaenger, Radler, Motorroller-, PKW- und LKW-Fahrer. Und ich weiss, dass es alle hundert Meter Situationen gibt, wo man aufpassen und reagieren muss. Ampeln helfen da gar nichts. Nur kucken - und angemessen reagieren.

  13. 23.

    Dieses Urteil läßt mich nicht los seitdem ich es vor 3h im Inforadio hörte und bei alldem Schrecken und Grauen auf der Welt sind wir mit diesem Urteil gar nicht so weit davon entfernt was den geringen Wert eines Menschenlebens angeht.
    Die schamlose Aussage des Verursachers vor Ort und seine geringe Wertschätzung den Hinterbliebenen danach, 6 Monate auf Bewährung anstatt 90 Tagessätze, o weh, das reduziert wieder einmal die Glaubwürdigkeit unserem hochgepriesenen Rechtsverständnisses. Hier geht es wieder mal nur um den armen Verursacher, dem 500Euro Strafe weht tun, einen "Berufs-"Kraftfahrer der m.e. nach auch recht schnell wieder zu Tagesordnung zurückfindet und bald in seine wohlverdiente Rente geht und sicher sehr alt werden wird und schnell vergisst. Den Jungen, dem sein ganzen Leben noch zu Füßen lag, leider nicht, sowie den bis ans lebensende traumatisierten Eltern auch nicht.
    In Gedenken an Konstantin.

  14. 22.

    Jetzt wissen wir was Leben eines 7-jährigen Kindes wert ist. Das muß noch einmal ein Stich in die Herzen der Angehörigen sein.

    Aber es saß auch der falsche Angeklagte auf der Bank, dort hätten die Vertreter der Auto- und LKW Lobby sitzen müssen!

  15. 21.

    - Nachtrag zu meinem Kommentar von 19:24 Uhr -
    Die B.Z. schreibt heute:
    "Auch Polizist Alberto K. (56) berichtet von der herzlosen Reaktion des Angeklagten: „Der Fahrer stand da mit einer Zigarette im Mund und meinte: ,Hätte besser aufpassen müssen.‘ Ich glaube, er meinte das Kind.“ Er habe ihn sogar aufgefordert, das Rad unter seinem Lkw zu entfernen, damit er weiterfahren könne."
    (https://www.bz-berlin.de/tatort/menschen-vor-gericht/siebenjaehrigen-jungen-ueberrollt-lkw-fahrer-bekommt-bewaehrung)
    Davon hat Herr Morling in seinem langen Prozessbericht nichts erwähnt. Warum nicht? "Mutmaßlich ein Verhalten unter Schock"?

  16. 20.

    Wieder ein Abbiegeunfall. Scheint nicht so schlimm zu sein einen Rentner oder ein Kind zu überfahren. Das sind nun mal die Schwächsten unter den Verkehrsteilnehmern und das Recht des Stärkeren schleicht in das Selbstverständnis unserer Zeit.
    Es ist zum verrückt werden wie Fehlverhalten bagatellisiert wird.

  17. 19.

    Welche Strafe hätten Sie als gerecht empfunden? Auch mit Haftstrafe wird niemand wieder lebendig.

    Bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge bleibt es in der Regel bei einer Geldstrafe. Dieser Mann hier gilt nunmehr als vorbestraft, was darüber hinaus geht.


    Sie können bei über 3.000 Verkehrstoten im Jahr nicht alle für viele Jahre in den Knast stecken. Die Straßen und Häuser wären leer, und die Verurteilten werden dann von den Nicht-Verurteilten bewacht.

  18. 18.

    "Haette der KFZ-Fahrer den Sinn von §1 StVO in der damaligen Situation angewandt"

    Hätte, hätte, blah blah blah

    "Wir koennen Verkehrssicherheit nicht auf der Idee aufbauen, dass jeder Verkehrsteilnehmer wie ein hirnloser Automat nur noch auf Lichtzeichen reagiert"

    doch können wir, machen wir ja auch und müssen wir auch. Der § 1 der StVO ändert daran gar nichts.

    Der Junge würde übrigens dann auch noch leben, wenn es eine entsprechende Ampelschaltung gegeben hätte. Dann wäre § 1 der StVO erst gar nicht nötig gewesen- Ziel muss es also zuallererst sein, dass der Verkehrsfluss eindeutig geregelt ist und es zu gefährlichen Situationen erst gar nicht kommt- § 1 der StVO ist immer nur dann erforderlich, wo dies nicht der Fall ist und es zu Konfliktsituationen kommt.
    Es ist ähnlich wie bei der rechts_vor_links Regel- die kommt auch immer erst/nur dann zum Einsatz, wenn keine anderen Vorfahrtsregelungen wie beispielsweise Ampelschaltungen geschaffen wurden.

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