Verlängerung der Strecke bis Turmstraße - Senat beschließt Tram vom Hauptbahnhof bis Jungfernheide

Di 17.12.19 | 20:15 Uhr
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Trams in Berlin (Quelle: Bildagentur-online/Schoening)
Bild: Bildagentur-online

Die Tramstrecke vom Hauptbahnhof bis zum U-Bahnhof Turmstraße wird voraussichtlich verlängert: Der Senat beschloss am Dienstag, dass die Strecke jetzt bis tief in den Westen Berlins führen soll.

Die neue Straßenbahnstrecke vom Berliner Hauptbahnhof soll nicht nur bis zum U-Bahnhof Turmstraße führen, sondern Richtung Westen weiter bis zum S- und U-Bahnhof Jungfernheide. Das beschloss der Senat am Dienstag.

Die neue Strecke soll demnach eine Länge von 3,8 Kilometern haben. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Tram für diesen Korridor das am besten geeignete Verkehrsmittel sei, hieß es. "Überlegungen dazu wurden seit längerer Zeit angestellt und werden im Hinblick auf die Erfordernisse der wachsenden Stadt nun forciert."

Die Tramstrecke zwischen Hauptbahnhof und Turmstraße soll 2021 fertig werden. Wann die nun beschlossene Verlängerung zur Jungfernheide fertig sein soll und wieviel sie kostet, wurde nicht mitgeteilt.

"Bevorzugte" Strecke durch die Kaiserin-Augusta-Allee

Laut Mitteilung gibt es auch schon eine "bevorzugende Variante" für die Strecke: zunächst entlang der Turmstraße und der Huttenstraße, knickt dann ab in die Wiebestraße, führt weiter über die Kaiserin-Augusta-Allee über den Charlottenburger Verbindungskanal, vorbei am Mierendorffplatz über die Osnabrücker Straße und den Tegeler Weg. Nach Unterquerung der Eisenbahnüberführung der Ringbahn soll die Strecke über die Max-Dohrn-Straße führen. Die Endhaltestelle befindet sich den Plänen zufolge am nördlichen Eingang des Bahnhofs Jungfernheide.

CDU warnt vor Chaos während Bauarbeiten am Funkturm

Rot-Rot-Grün hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, mehrere Tramprojekte voranzutreiben. Perspektivisch könnte die Tram von der Jungfernheide auch weiter zum Flughafenareal Tegel führen, wo nach der Schließung ab 2020/2021 ein neues Quartier mit Wohnungen, Forschung und Gewerbe entstehen soll. Die SPD dringt darauf, neben der Straßenbahn auch die U-Bahn auszubauen. Linke und Grüne sind dabei allerdings skeptisch.

Die CDU warnte davor, die Bauarbeiten könnten mit der ab 2023 beginnenden Sanierung der Stadtautobahn mit dem Dreieck Funkturm kollidieren. Der Tegeler Weg, über den auch die Tram führen soll, müsse als Ausweichstraße offen bleiben, forderte Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Berlin. Notfalls müssten die Trampläne zeitlich angepasst werden. Problematisch sei auch der Wegfall von 800 Parkplätzen im Zuge des Straßenbahnprojekts. Wegfallende Parkplätze sind derzeit auch ein Streitpunkt beim Umbau der Karl-Marx-Allee in Mitte - hier soll allerdings Grünfläche entstehen.

Sendung: Abendschau, 17.12.2019, 19:30 Uhr

45 Kommentare

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  1. 45.

    Außerhalb der recht früh trassierten West-Berliner U-Bahn in Richtung Tegel und der auch noch in den späten 1980ern trassierten Ost-Berliner U-Bahn in Richtung Hönow sind sämtliche neue U-Bahnen unterirdisch. Alles andere ist in meinen Augen illusorisch.

    Bei der Straßenbahn / Tram ist es Aufgabe einer klugen Trassenführung und auch Bedingung des Fördermittelbescheids, sie nicht ohne Not Störungen des Autoverkehrs auszusetzen. Deshalb gibt es im Zuge des Straßenbahnbaus oftmalige Veränderungen in der Autoverkehrsführung, sodass die Investition nicht faktisch entwertet wird.

  2. 44.

    Sie wiedersprechen sich wenn Sie schreiben das die U 5 so schnell wie möglich verlängert werden soll und das vor allem bevor in Tegel Zehntausende wohnen und arbeiten. TXL wird aller Voraussicht nach Ende 2020 geschlossen und ein Jahr später soll schon mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden . Das heißt die Menschen werden schon in wenigen Jahren dort leben und arbeiten . Die Planungen und der Bau einer Verlängerung von Hauptbahnhof über Turmstraße und Jungfernheide mit mindestens 6 oder 7 Bahnhöfen wird mindestens 15 bis 20 Jahre dauern . Von schnell kann also beim Bau einer U Bahn bis Tegel nicht die Rede sein . Von den Kosten möchte ich gar nicht reden. Aber auch ich bin nicht grundsätzlich gegen U Bahnen Erweiterungen wie z.b. U 9 Nord nach Pankow , U 9 Süd nach Lankwitz , U 1 zum Adenauer Platz oder U 7 zum BER aber ich sehe ebend auch das Tram Strecken an vielen Orten u.a. auch im Westen Berlins sinnvoll sind und Ihre Berechtigung haben .

  3. 43.

    Ein sehr zutreffender Kommentar!
    Warum wird nicht schon längst am Weiterbau der U5 Richtung Turmstraße und Jungfernheide gearbeitet?
    Stattdessen werden diese kleinkarierten Trampläne umgesetzt, die den Oberflächenverkehr noch weiter verstopfen werden.
    Auch wenn Adrian, der Herr Dr. oder Herr Krüger aus Potsdam das wieder bestreiten werden, die Straßenbahn wird hinsichtlich Reisegeschwindigkeit und Fahrgastvolumen niemals die U-Bahn ersetzen können, sondern hat vor allem ergänzende Zubringerfunktion.
    Darum: Verlängerung der U5 nach Tegel, und zwar so schnell wie möglich, bevor dort Zehntausende wohnen und arbeiten und auf das Auto angewiesen sein müssen.

  4. 42.

    Es gibt viele Planungen das U-Bahn Netz auf über 200 KM zu bringen
    Eine war auch 1977:
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/bvg-plaene-von-1977-mit-der-u-bahnlinie-10-nach-weissensee-und-andere-ideen/12165454.html
    Inzwischen wird Berlin immer größer und es wird dringend Zeit das die U-Bahn überall ausgebaut wird und die Strassenbahn zurück gebaut wird.
    Wenn jemand auf Strassenbahn steht dann bitte da wo Sie alleine fährt, sprich unter der Erde oder über Felder.

  5. 41.

    " Zum Glück hatte Berlin vor weit mehr als 100 Jahren mehr Sachverstand in der Verkehrsplanung "

    Genau so ist es denn genau zu dieser Zeit ist neben dem S und U Bahn Netz in Berlin auch das damals größte Straßenbahnnetz der Welt entstanden weil alleine S und U Bahn damals wie heute gar nicht ausgereicht hätten und auch damals wie heute nicht für jede Strecke geeignet waren bzw. sind !!!

  6. 40.

    Nein, Hbf - Turmstraße - Jungfernheide ist die geplante U5-Verlängerung, die Planung stammt aus den 30er Jahren.

  7. 39.

    U-Bahn bedeutet nicht "im Tunnel", sondern trassenfrei. Sie kann auch oberirdisch trassiert sein wie wir in Berlin alle wissen, wesentlich ist nur dass sie nicht in der Fahrbahn neben den Autos verläuft, sondern ohne jegliche Berührung mit ihnen. Straßenbahnen sind nicht trassenfrei, müssen Vorfahrt und Ampeln beachten, stehen ggf. mit den Autos im Stau, und sind deshalb weniger leistungsfähig. Sie sind eher "der bessere Bus" als "die schlechtere U-Bahn".

  8. 38.

    Liebe Leute Jungfernheide war nicht und ist nicht für die U5 vorgesehen, da in den 80er Jahren noch die Mauer stand. Es war mal geplant eine U-Bahn nach Tegel fahren zu lassen, wurde aber verworfen da zu teuer. Die Tram nach Jungfernheide fahren zu lassen halte ich auch für Schwachsinn, da die Busse eh alle schon im Stau stehen. U-Bahn ab HBF verlängern bis Tegel halte ich für sehr gut, nur leider auch sehr teuer.

  9. 37.

    Welchen Sinn hat die Straßenbahn an dieser Stelle? Über diese Linie soll die Urban Tech Republic angebunden werden. Dafür ist die Kapazität aber zu klein. Der Senat lässt deshalb aktuell eine Machbarkeitsstudie für einen Abzweig von der U6 erstellen. Viel Spaß in Tegel, wenn nach der Sperrung wegen Dammsanierung später der Abzweig gebaut werden sollte. Hier wird sich immer noch trotz allem Gerede über die Verkehrswende und der symbolischen Klimanotlage mit Kleinklein abgegeben.

    Bis zur nächsten Wahl fährt eh keine Straßenbahn zur Turmstraße. Vorher müssen noch die neuen Einwendungen abgearbeitet und Richter aktiv werden. Die AL und die Linke sollten endlich den Fuß von der Bremse nehmen, damit der Nahverkehr zügig bedarfsgerecht ausgebaut werden kann.

    Bei Jungfernheide führt der Tunnel bereits unter dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal hindurch.

  10. 36.

    Finde es sehr gut,den Fehler vergangener Tage wieder gut zu machen.Die Tram fährt umweltfreundlich+kann mehr Fahrgäste transportieren als der Bus.Weiter so, dass die Tram auch wieder in alle Bezirke kommt.Ich wohne in Spandau+würde mich über die Tram wieder freuen.Bin gerne früher gefahren,besonders war eine lange Verbindung von Zoo bis Hakenfelde. Lieben gruss an alle,
    Hajü Ferron, Schriftsteller,
    Postfach 20 02 36, 13512 Berlin

  11. 35.

    &@20 Ja, volle Zustimmung. Schön wäre ein Tramausbau, der mittelfristig alle Metrobuslinien ersetzt. Sauberer, effizienter und auf eigener Trasse viel schneller. Im Gegesatz zu den weiterhin fehlenden neuen Busspuren, muss nur seltenst abgeschleppt werden. Bezüglich der Bauarbeiten an der Stadtautobahn. Sinnvollerweise sollte für die Dauer der Durchgangsverkehr ausgesperrt werden, denn weitere zigtausend Autos haben in der Stadt keinen Platz. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für die Zukunft zu planen und einen Rückbau anzugehen - OHNE Kapazitäten für Durchgangsverkehr auf der Stadtautobahn. Mittelfristig muss ohnehin der ÖPNV die Individualverkehrsfunktion der Stdtautobahnen wieder übernehmen, wenn 2050 Klimaneutralität erreicht werden soll. Jeder neue und jeder unnötige Kilometer Stadtautobahn ist schon jetzt eine Fehlinvestition. Gut wenn der Tramausbau vorrangig beschleunigt wird, damit das mit dem Vorrang für den ÖPNV klappt.

  12. 34.

    Zum Glück hatte Berlin vor weit mehr als 100 Jahren mehr Sachverstand in der Verkehrsplanung, siehe S-Bahn und U-Bahn Planungen und deren Bau und das unter viel schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen. Nur dadurch ist Berlin heute noch in der Lage die großen Verkehrsströme zu bewältigen
    In einer massiv wachsenden Stadt wie Berlin nur alles auf den Ausbau der Straßenbahn zu setzten ist eine verkehrspolitische Katastrophe. Durch eng bebaute Gebiete eine Straßenbahn zu führen, erfreut bestimmt nicht nur die Anwohner, wie auch die Fußgänger und Radfahrer. Jetzt wäre die Möglichkeit gewesen Weitsicht und Mut zu beweisen und die U-Bahn bis nach Tegel zu führen, wo ein riesiges neues Gewerbe- und Wohngebiet entstehen soll. Der Blick des Senats nach München und Hamburg hilft hier sehr um eine nachhaltige und zukunftsfähige Verkehrsplanung zu machen. Ich bin nur noch zutiefst erschüttert was in unserem Berlin verkehrspolitisch passiert, besonders durch die Linken und Grünen.

  13. 33.

    Zum Glück hatte Berlin vor weit mehr als 100 Jahren mehr Sachverstand in der Verkehrsplanung, siehe S-Bahn und U-Bahn Planungen und deren Bau und das unter viel schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen. Nur dadurch ist Berlin heute noch in der Lage die großen Verkehrsströme zu bewältigen
    In einer massiv wachsenden Stadt wie Berlin nur alles auf den Ausbau der Straßenbahn zu setzten ist eine verkehrspolitische Katastrophe. Durch eng bebaute Gebiete eine Straßenbahn zu führen, erfreut bestimmt nicht nur die Anwohner, wie auch die Fußgänger und Radfahrer. Jetzt wäre die Möglichkeit gewesen Weitsicht und Mut zu beweisen und die U-Bahn bis nach Tegel zu führen, wo ein riesiges neues Gewerbe- und Wohngebiet entstehen soll. Der Blick des Senats nach München und Hamburg hilft hier sehr um eine nachhaltige und zukunftsfähige Verkehrsplanung zu machen. Ich bin nur noch zutiefst erschüttert was in unserem Berlin verkehrspolitisch passiert, besonders durch die Linken und Grünen.

  14. 32.

    "Strassenbahn ist ein Produkt für Ost-Berljn."
    Danke für dieses Statement. Ihnen geht es nicht um die Effektivität eines öffentlichen Verkehrmittel, sondern Sie argumentieren rein aus emotionalen ideologischen Motiven. Das ist nicht zielführend und schon gar nicht hilfreich.

  15. 31.

    Eine tolle Entscheidung. Wir brauchen mehr Straßenbahnen. Es ist toll, dass die Regierung endlich den Westteil der Stadt einbezieht und das Netz ausbaut. Zu lange wurde Autofahrern die Stadt überlassen. Dieses Modell dient in einer solch wachsenden Stadt aus.

  16. 30.

    "die Umwelt dankt es uns." Nun istz die Umwelt also schon ein Wesen, welches uns danken kann? Ja klar.... 1. sind wir Teil der Umwelt (ich unterstelle mal, Sie meinen die Menschheit mitr dem "uns") und 2. wirkt dieses Getue um die Umwelt wie eine Art Religion. Die Umwelt ist kein eigentändiges Wesen (weder biologisch noch esoterisch). Aber vermutlich meinen Sie, die Menschheit ist die Krone der Schöpfung und alles dient nur ihr und ist Umwelt. Und die muss uns dankbar sein....

  17. 29.

    Die SPD dringt sicher nicht. Sie drängt!

  18. 28.

    „West Berlin weiss schon seit über 50 Jahren, das dieses Verkehrsmittel nicht in die Stadt passt.“

    Ach, deshalb werden überall auf der Welt Straßenbahn- und Stadtbahnsysteme neu errichtet oder wieder in Betrieb genommen: Weil sie nicht in die Stadt passen!

    Aber Autobahnen, Parkplatzwüsten und endlose Staus, die passen in eine Stadt. Muss man wissen.

  19. 27.

    Ja, klar: Im ehemaligen Ostteil der Stadt herrschen ja VÖLLIG andere Bedingungen als im ehemaligen Westteil. Da liegen Welten zwischen. Zum Beispiel die ganzen Straßenbahnstrecken in Prenzlauer Berg und Friedrichshain: Sowas würde in Neukölln oder Moabit zu Not, Elend und Weltuntergang führen. Auch deutlich zu erkennen an der seit 25 Jahren (wieder) fahrenden Straßenbahn im Wedding: Völlig leere Züge, verzweifelte Anwohner, verwaiste Straßen. Sowas passt eben nur im Sowjetsektor in die Stadt. Im Westen dagegen kann man Bau und Unterhalt von Tunnelstrecken aus der Portokasse bezahlen.

    Nur mal zu Ihrer Information: Die 1960er Jahre mit einer strikt aufs Auto ausgerichteten Verkehrspolitik ("Straßenbahn behindert den Verkehr" - jaja, die vielen Straßenbahnen, die immer für die ganzen Staus verantwortlich sind LOL) sind lange vorbei, und Ihre Mauer kriegen Sie auch nicht mehr wieder.

  20. 26.

    Wenn man im Stau steht ist das an starkes Zeichen dafür, dass es nicht genug ÖPNV gibt.

  21. 25.

    Die U5 zum HBF macht nur dann Sinn, wenn sie auf der anderen Seite weitergebaut wird. Wenn dann auch noch eine Straßenbahn benötigt wird, dann gern. Aber nicht parallel. Insgesamt muss man ja froh sein, wenn überhaupt weitergebaut wird.

  22. 24.

    „ Ich denke, RRG weiß genau, dass es mit ihnen nicht mehr lange geht..“
    Und wovon träumen Sie nachts?

  23. 23.

    " Strassenbahn ist ein Produkt für Ost-Berljn.
    West Berlin weiss schon seit über 50 Jahren, das dieses Verkehrsmittel nicht in die Stadt passt "

    Hi , Hi selten so gelacht !! Da kann man nur hoffen das rot , rot , grün auch die nächsten Wahlen gewinnen damit nicht AFD , FDP und CDU anfangen weiter solche Märchen zu erzählen .

    Bis dahin heißt es abwarten und Tee trinken .

  24. 22.

    Was will man mit der Straßenbahn erreichen? Von Jungfernheide kommt man auch viel eher mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof. Für die Urban Tech Republic hat die Straßenbahn aber zu wenig Kapazität. Deshalb wird gerade untersucht, ob nicht ein Abzweig von der U6 möglich wäre. Dann kann man aber ebenso gut wieder zurück auf Los gehen und die U5 doch vom Hauptbahnhof über Turmstraße und Jungfernheide (der dort anschließende Tunnel unter dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal ist auch schon im Rohbau fertig) bis zum Flughafen verlängern.

    Ich bezweifle eh, dass die erste Straßenbahn noch in dieser Legislaturperiode an der Turmstraße ankommt. Es ist gerade mal die Einwendungsfrist zu den geänderten Plänen abgelaufen. Nach dem Planfeststellungsbeschluß werden vor den Baggern noch die Richter aktiv. Ob in fünf Jahren RRG null oder 0 Meter neue Straßenbahngleise verlegt werden, ist damit egal. Leider gibt es die Postsozialisten und die AL, die fern der Realität ihren absoluten Tramfetisch hegen.

  25. 21.

    Eben weil da immer Stau ist sollte die Bahn eine eigene baulich abgetrenne Trasse bekommen und an den Autos vorbeirauschen. Wenn dann gar kein Platz mehr für Autos is umso besser, die Umwelt dankt es uns.

  26. 20.

    Die Neubesinnung auf die Straßenbahn kam keineswegs aus der DDR und aus Ost-Berlin, sondern in den 1980er Jahren aus neu gebauten Tram-Systemen in Frankreich - kein bloß leidlich funktionierendes Rollmaterial, vielmehr Fahrzeuge, die mit einer Gestaltung aufwarten, gegen die jedes Auto alt aussieht. Menschen sind weder Maulwürfe noch Überflieger, sondern zu ebener Erde Gehende und Fahrende. Warum das beim öffentlichen Nahverkehr und beim Schienenverkehr nicht gelten soll, weiß wohl nur der eingefleischte Autofahrende.

    Nur dort, wo es zu ebener Erde partout nicht geht, also der Schienenverkehr sich gegenseitig blockieren würde, ist ein Hineingehen in eine zweite Ebene - unter die Erde oder über die Erde - sinnvoll. Jahrzehntelang wurden - um dem Autoverkehr die Straßen zu überlassen - Tunnelsysteme geschaffen, deren Instandhaltung heute keiner mehr richtig finanzieren kann. Das nämlich wird durchweg ausgeblendet.

  27. 19.

    Jungfernheide: stimmt, vergleichbar z. B. mit Rathaus Spandau
    Turmstraße: ich meine gelesen zuhaben, dass der Rohbau für die U5 nicht mal volle Bahnsteiglänge hat, kann mich aber irren.
    Letztendlich war es mir wichtig dem Eindruck entgegenzuwirken, dass längere oder sogar komplette Strecken-Abschnitte bereits im Rohbau existieren, dies ist dort nach meinem Wissen nicht der Fall.

  28. 18.

    Tunnel existieren für die U5-Westverlängerung nicht, aber sowohl Jungfernheide wie Turmstraße sind komplett als Umsteigebahnhöfe vorbereitet. In Turmstraße ist der zweite Bahnsteig für die Öffentlichkeit nicht erkennbar, aber Jungfernheide kann man es sehen: Da sind 2 übereinanderliegende Bahnsteige. Die U7 benutzt dort je ein Gleis auf einem davon, die anderen beiden Gleise sind für die U5 vorgesehen und derzeit abgezäunt.

  29. 17.

    Ihrem Kommentar entnehme ich sinngemäß, dass eine Weiterführung nach Tegel bereits existierte.
    Dies ist so nicht korrekt: Die bauliche Vorleistung umfasst einen Tunnelstutzen für die zukünftige U5, teils parallel zur U7, und endet meines Wissens knapp nördlich der Stadtautobahn (Stadtring A100). Es gab zu keinem Zeitpunkt, auch nicht im Rohbau, einen Tunnel bis zum Flughafen Tegel (der hier, so nehme ich an, von Ihnen gemeint war). Der weitaus größte Teil der Strecke fehlt.

  30. 16.

    "Problematisch sei auch der Wegfall von 800 Parkplätzen im Zuge des Straßenbahnprojekts."

    das sehe ich nicht als problematisch an, sondern als Zusatznutzen. Man kann dann ja den ÖPNV genutzt. Der Ausbau erfolgt unter anderem ja aus dem Grund, Autofahrer auf den ÖPNV zu migrieren. Gelingt dies, braucht man die Parkplätze auch nicht mehr (wobei das Fehlen von Parkplätzen zum Gelingen beitragen wird).

    Weiter so!

  31. 15.

    die BVG soll doch erstmal beginnen,die Tram zur Turmstr.zu verlängern....und nicht schon von einer Weiterführung träumen......

  32. 14.

    Berlin hat genug vorleistung bei der U-Bahn.
    Auch wenn der Preis vor die U-Bahn leicht höher liegt, ist die Wirtschsftlichkeit und Vereinbarkeit mit dem Individualverkehr der U-Bahn am besten.
    Strassenbahn ist ein Produkt für Ost-Berljn.
    West Berlin weiss schon seit über 50 Jahren, das dieses Verkehrsmittel nicht in die Stadt passt.

  33. 13.

    Der Autoverkehr behindert vorallem sich selbst und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Und dass es mit RRG nicht mehr lange geht, geben die Umfragen nicht annähernd her.

  34. 12.

    Es ist leider nicht korrekt, dass unter der Turmstraße ein rohbaufertiger Tunnel liegt, der bis zum S+U Jungfernheide führt: nach meiner Kenntnis sind bei beiden genannten Bahnhöfen relativ kurze Tunnelstümpfe als Vorleistung errichtet worden. Der Löwenanteil zwischen Turmstraße und Jungfernheide (sicher weit mehr als 1 km) müsste noch gebaut werden.

  35. 11.

    Es ist auch nicht das Ziel irgendetwas effektiver zu machen sondern den Autoverkehr zu behindern. Ich denke, RRG weiß genau, dass es mit ihnen nicht mehr lange geht und nun sollen schnell so viele vollendete Tatsachen wie möglich geschaffen werden.

  36. 10.

    Die U-Bahnhöfe Turmstraße UND Jungfernheide existieren als Bauvorleistung. Und eine Weiterführung nach Tegel wäre eine lohnende Planung. Ach Mist, die existierte ja auch schon. Aber sowas ist einer bestimmten Klientel ja schlecht zu verkaufen. Dann hätten ja alle Verkehrsteilnehmer etwas davon. Man sollte dann nur andere Planungs- und Baufirmen beauftragen, die das ganze nicht bis ins kommende Jahrhundert verschleppen (und Politiker bannen, die ständig irgendwelche Änderungswünsche haben)

  37. 9.

    Die Straßen sind wohl eher viel zu klein für die ganzen Autos. Nur zum Vergleich, eine Straßenbahn (wie sie auf der M10 verkehrt) hat eine Kapazität von bis zu 240 Personen. Selbst wenn sie nur zur Hälfte besetzt ist, also 120 Fahrgäste mitfahren, werden so um die 100 Autos ersetzt (bei einem Besetzungsgrad von 1,2 Personen pro Auto).

  38. 8.

    Da wird kein Geld verbrannt, sondern sinnvollin einen umweltfreundlichen und günstigen ÖPNV investiert und auch deutlich weniger Geld als bei einem U-Bahnbau. Höchste Zeit, dass sich etwas tut: 2021 ist nicht mehr lange hin.

  39. 6.

    Kleines Problem: der Tunnel zwischen den Bahnhöfen fehlt. Und der würde ein mehrfaches der Straßenbahn kosten. Insofern wird hier nicht Geld verbrannt, sondern gespart.

  40. 5.

    Ich finde das eine richtig gute Entscheidung.
    Schon auf dem ersten Abschnitt zum Hauptbahnhof werden tolle Fahrgastzahlen erreicht.
    Hier stimmen Nutzer und nicht die ewigen Meckerer ab.

  41. 4.

    Wieder mal wird mit den Steuergelder sinnlos verprasst.
    Wer braucht schon eine Tram.
    Mir reicht schon lange, die am Alex
    Ausserdem wird das ja wieder Jahrzehnte dauern.

  42. 3.

    Völliger Unsinn. Wozu? Es gibt genug Busse und S-Bahn u ja dann steigt man mal um. Die Straßen sind viel zu klein dafür. Bereits jetzt steht man hier und da im Stau.

  43. 2.

    Lieber rbb,

    der U-Bahnhof Turmstraße hat keinen S-Bahnanschluss. Bitte korrigiert das.

    Es ist in der Überschrift Zitat; "Die Tramstrecke vom Hauptbahnhof bis zum S- und U-Bahnhof Turmstraße wird voraussichtlich verlängert: Der Senat beschloss am Dienstag, dass die Strecke jetzt bis tief in den Westen Berlins führen soll." der Bahnhof >>Jungfernheide<< gemeint.

    Auf Lange Sicht wird der U-Bahnhof Turmstraße noch mit der U5 bestückt, da nämlich unter der Turmstraße bereits der Rohbau-fertige Tunnel liegt (welcher bis S+U Jungfernheide reicht).

    Danke und noch schönen 4. Advent.

  44. 1.

    Wieder so ein Unsinn.
    Schon 1977 gab es Planungen die U5 weiter zu Führen bis Jungfernheide.
    Zu mal der Bahnhof ist dafür schon vorbereitet, bei der Tram muss alles neu gemacht,
    Wir wird einfach nur Geld verbrannt.

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