Blaulicht leuchtet auf einem Notarztwagen. (Quelle: imago-images/snapshot)
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Fahrer soll bei Rot gefahren sein - Radfahrerin stirbt nach Kollision mit Auto in Charlottenburg

Eine Radfahrerin ist an einem Ampelüberweg in Berlin-Charlottenburg von einem Auto erfasst und getötet worden. Nach ersten Ermittlungen fuhr der Autofahrer bei Rot.

Bei einem Unfall an der Schlossbrücke in Berlin-Charlottenburg ist am Mittwochnachmittag eine Radfahrerin tödlich verletzt worden. Die 69-Jährige wurde laut Polizei an einer Ampel von einem Auto erfasst. Wie Polizeisprecher Martin Halweg am Donnerstagmorgen dem rbb sagte, hatte der Autofahrer nach ersten Ermittlungen eine rote Ampel missachtet.

Wie die Polizei am Donnerstagvormittag mitteilte, war der 25 Jahre alte Autofahrer - nach Zeugenaussagen und ersten Ermittlungen - gegen 15 Uhr mit seinem Mercedes auf der Straße Luisenplatz, von der Schloßbrücke kommend, in Richtung Otto-Suhr-Allee unterwegs. In Höhe des Charlottenburger Ufers soll er Rot missachtet haben.

Die 69-Jährige fuhr zu diesem Zeitpunkt - rechts vom Radweg kommend - bei grüner Fußgängerampel über den Fußweg in Richtung Charlottenburger Ufer auf die Fahrbahn und wurde dabei vom Auto des 25-Jährigen erfasst.

Sechste Tote Radfahrerin in diesem Jahr

Die verletzte Frau starb im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Die Schlossbrücke blieb für die Dauer der Bergung und Ermittlungen bis etwa 20 Uhr gesperrt.

Die 69-Jährige ist die sechste Radfahrerin, die in diesem Jahr bei Unfällen in Berlin ums Leben kam, so eine Polizeisprecherin. 2019 starben bisher 36 Menschen im Berliner Verkehr, davon 21 Fußgänger und fünf Autoinsassen. Im vergangenen Jahr gab es 45 Unfalltote.

Schlossbrücke in Berlin:

Sendung: Inforadio, 12.12.2019, 5 Uhr

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42 Kommentare

  1. 42.

    Doch genau in Kommentar 37 habe ich das erwähnt. Ich wusste nicht, dass das gesetzlich geregelt ist. Ich hab allerdings noch nie an irgendeinem Fußgängerweg, und auch nicht an dieser provisorischen Ampel jemals einen Radfahrer schieben sehen.

  2. 41.

    Jetzt ist die Frau auch noch selber Schuld . Sie sollten sich die Straße mal genau anschauen.
    Hier kann auch jeder Radfahrer ganz normal in das Charlottenburger Ufer abbiegen.
    Und Mercedesneid, das hätten sie gerne, da gibt es wichtigere Sachen auf diesem Planeten.

  3. 40.

    Sie kennen den Fahrer? Wissen, dass es kein Augenblicksversagen war, sondern dass es sich um einen Verkehrsrowdy handelt?

    Und Hobby-Psychiater sind Sie auch noch und wissen, der Fahrer muss mit einem PS-starken Auto etwas kompensieren? Oder ist das nur einfach mal wieder der Neid?

    Sachlich geht anders und man kann festhalten, wäre der Fahrer nicht bei Rot gefahren, würde die Frau noch leben. Trotz ihres eigenen Fehlverhaltens. Da sind wir uns sicher einig.

  4. 39.

    Weil der Unfall vor allem nicht passiert wäre, wenn der mutmaßliche Verkehrsrowdy, welcher mit dem PS-starken Gefährt möglicherweise etwas zu kompensieren suchte, die für ihn rote Ampel nicht missachtet hätte?

  5. 38.

    Der Tod der Radfahrerin ist bedauerlich. So wie der von jedem Mensch, der im Straßenverkehr sein Leben verliert.
    Auch meine Beobachtung ist, dass Autos offenbar ganz bewusst noch bei Tiefgelb aufs Gaspedal drücken, um bei Rot rüberzurauschen.

    37 Kommentare und nicht in einem einzigen wird erwähnt, dass auch die Radfahrerin sich verkehrswidrig verhalten hat. Weil es Alltag ist? Seit wann darf ein Radfahrer über eine Fußgängerampel radeln? Schieben. So schreibt es die StVO vor.
    Vielleicht wäre der Unfall beim richtigem Verhalten der Radfahrerin glimpflicher ausgegangen oder wäre sogar gar nicht passiert.

  6. 37.

    Diese provisorische Ampel ist wirklich für alle Beteiligte sehr schwierig. Als Fußgänger wartet man lang bis es grün wird und die 2. Ampel ist schon meistens auf rot, wenn der Hund nicht im Galopp läuft.
    Dann muss man am Ende der Überquerung die Fahrradfahrer im Auge haben, wobei die Touristen oft nicht wissen, dass diese freizuhalten sind für die Radfahrer. Es kommt meistens zu einem Chaos und man kann froh sein wenn man im Schlosspark heil ankommt.
    Ich bin keine Radfahrerin, passe aber mit dem Auto sehr auf die Fahrer auf, es wird dann aber meistens von hinten Sturm gehubt. Was ich immer als sehr kritisch empfinde, wenn an Kreuzungen Autos reinfahren wollen und der Fahrradfahrer Vorfahrt hat. Meistens sind solche Stellen unübersichtlich, die Autos fahren auf einander auf, Hupen etc. die Räder sind sehr schnell und die Radfahren gehen davon aus, dass ihre Vorfahrt eingehalten wird. Über Fußgänger Wege plädiere ich dafür, dass die Radfahrer das Rad schieben. Ist einfach sicherer.

  7. 36.

    Das ist prinzipiell richtig. Allerdings ist meine Erfahrung, sowohl per Rad als auch motorisiert, dass in bestimmte PKW (BMW, Audi, auch viel Mercedes) ein großer Aufkleber ans Armaturenbrett gehört, dass das Sitzen in diesen Fahrzeugen das Eigentumsrecht am deutschen Straßennetz NICHT beinhaltet. Viele Fahrer dieser Marken wissen das ja gar nicht...

    Mein Beileid den Hinterbliebenen der Radfahrerin.

  8. 35.

    Wo wir gerade bei 30 Zone & Charlottenburger Ufer, nach dem schweren Unfall, sind. Wie viele "schlaue"
    Autofahrer nehmen eigentlich das Ufer als Abkürzung und donnern mit 50 und mehr durch diese ruhige Straße?
    Hier müßte sich öfter mal ein Streifenwagen sehen lassen!

  9. 34.

    Nein, nicht bei allen glücklicherweise. Aber bei ausreichend vielen, um solche Unfälle zu verursachen,

  10. 33.

    Wobei "völlig normal" bei Autofahrern grundsätzlich 60 in der Stadt (45 in der 30 Zone), weniger als 1,5m Überholabstand zum Radler, weniger als eine Sekunde Sicherheitsabstand zum Vordermann und Parken in der zweiten Reihe ist.

  11. 32.

    Verallgemeinerung bringt nichts. Es gibt nicht „die Radfahrer“, „die Autofahrer“. Der überwiegende Teil der am Verkehr Teilnehmenden verhält sich völlig normal. Zum Glück, sonst würde viel mehr geschehen und solche Idioten, die ohne Rücksicht unterwegs sind, würden nicht mehr auffallen.

  12. 31.

    Doch, habe ich.... und ich hab den Kreis bewusst über Angehörige hinaus gezogen. Aber wenn Sie den Spruch von Adrian gut finden, bleibt Ihnen das unbenommen.

  13. 30.

    Wie lange wollen Polizei, Verkehrsverwaltung, Politiker noch zusehen das immer und immer wieder Menschen im Straßenverkehr getötet und schwer verletzt werden weil zu viele Verkehrsteilnehmer die notwendigen Verkehrsregeln grob fahrlässig missachten. Besonders an Kreuzungen müssen viel öfter Polizisten stehen und die Missachtung der Straßenverkehrsordnung von allen Verkehrsteilnehmern bestrafen. Die Regeln der StVO müssen endlich durchgesetzt werden. Das gilt auch für das Fahrzeug Fahrrad.

  14. 29.

    Wer sagt denn das? Wir berichten ebenso über Unfälle mit Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern. Wir würden Sie zudem bitten, hier nicht die einen Opfer gegen andere Opfer auszuspielen.

  15. 28.

    Wieso sind sechs tote Radfahrer eine Nachricht wert, 36 (!) tote Füßgänger hingegen nicht?

  16. 27.

    Es muss ja noch nicht Mal Mitgefühl sein, es sei denn, man kennt das Opfer oder deren Angehörige. Aber ein wenig Zurückhaltung wäre schon angebracht. Den Tod eines Verkehrsopfers für eigene ideologische Ansichten und Schlachten "Die gegen wir!" zu missbrauchen, ist für mich grenzwertig. Allen Verkehrsteilnehmern können Fehler unterlaufen, die manchmal tragische Folgen haben. Wer Regeln aber bewusst bricht und dadurch sich und andere gefährdet, gehört bestraft, egal wie groß die Gefährdung Dritter ist. Ein Radfahrer, der bei Rot fährt und deshalb sein Leben verliert, zerstört auch das Leben desjenigen, der ihn "erwischt" hat. In Berlin benehmen sich viel zu viele wie Idioten.

  17. 26.

    Der Punkt ist, der bei Rot fahrende Radfahrer riskiert sein eigenes Leben, der bei Rot fahrende Autofahrer pokert mit dem der anderen.

    Der Kommentar war nicht dumm, denn "aber aber die Radfahrer, die bei Rot fahren" ist das Standardargument, wenn es um den Konflikt zwischen Verkehrsteilnehmern geht. Dass dabei regelmäßig die Radfahrer die leidtragenden sind, wird großzügig übersehen, weil sich [Autofahrer] den Schuh nicht anziehen wollen, dass sie in großen Teilen heute die rücksichtslosesten Verkehrsteilnehmer sind. Das fängt bei aggressiven Fahrweisen an, geht beim Motorlaufenlassen an der Bahnschranke weiter und hört bei Rotlichtfahrten noch lange nicht auf.

  18. 25.

    "Angehörige und Freunde und Bekannte der Verstorbenen lesen auch die Nachrichten."

    Sie haben offensichtlich noch nie einen Angehörigen durch einen Unfall verloren. Die Angehörigen lesen jetzt mit Sicherheit keine Nachrichten über den Unfall. Man reagiert ohnehin wie ein Roboter. Wenn ihnen ein lieber Mensch so weggerissen wird reagieren sie wie mechanisch.

    Wenn der Tod der Frau nicht völlig sinnlos sein soll ist es wichtig über die Unfallursachen und -vermeidung zu sprechen. Ich denke sogar das im Sinne der Angehörigen.

  19. 24.

    Zunächst mein Beileid den Angehörigen, wieder ein sinnlosen Opfer.
    Ansonsten ist es völliger egal, wer bei Rot über Ampeln, Kreuzungen fährt, läuft, joggt oder kriecht, ist in jedem Fall ein Idiot.
    Einseitige Schuldzuweisungen sind nicht angebracht und auch sinnfrei.
    Würden die Menschen ihr Ego ein wenig mehr zurückstellen, wäre es ein besseres Miteinander.
    Ich fahre Rad, Auto, Motorrad und gehe viel zu Fuß, kenne also alle Blickwinkel und finde viele Leute hier einfach nur blöd mit ihren Egoismen, die ihren Mitmenschen das Leben schwermachen, nur um das eigene Ego voranzustellen.

  20. 23.

    Na toll. Der erste Kommentar zum Tod eines Menschen ist eine Phrase. Muss so etws sein? Es mehr Mitgefühl sollte sein. Angehörige und Freunde und Bekannte der Verstorbenen lesen auch die Nachrichten. Mein Beilied diesen. Das das Fehlverhalten und die Rücksichtslosigkeit eines Menschen zum Tode eines anderen führen kann ist wohl jedem klar. Auch, dass sich so etwas nicht verhindern lässt.

    Na ja, Menschen sind wohl so. Sie nutzen den Tod eines anderen für Sprüche aus.

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