Ein Polizeiauto fährt in Berlin (Quelle: dpa/Wolfram Steinberg)
Bild: dpa/Wolfram Steinberg

Prenzlauer Berg - Mann zeigt Zivilcourage - und fürchtet nun um Augenlicht

Ein 35-Jähriger will in Prenzlauer Berg einer belästigten Frau helfen - und wird selbst zum Opfer: Mehrere Männer prügeln auf ihn ein. Einen Tag später heißt es, die Verletzungen seien schwerer als zunächst angenommen. Die Sehkraft auf einem Auge sei gefährdet.

Der Mann, der am Wochenende einer bedrängten Frau in Berlin-Prenzlauer Berg helfen wollte und dann selbst attackiert wurde, ist nach Polizeiangaben schwerer verletzt als zunächst angenommen. Der 35-Jährige habe neben einer Schnittverletzung mehrere Schädelbrüche im Gesichtsbereich erlitten, sagte ein Polizeisprecher dem rbb am Montag. Die Sehkraft auf einem Auge sei gefährdet.

In der Polizeimitteilung vom Sonntag war noch die Rede von einer Schnittverletzung am Unterschenkel und "schweren Gesichtsverletzungen".

Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Der Mann war laut Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag dazwischen gegangen, als ein anderer Mann eine Frau auf der Straße belästigte. Dieser schlug dem 35-Jährigen dann mit der Faust ins Gesicht. Anschließend sollen mindestens drei weitere Männer dazu gekommen sein und den am Boden liegenden Mann weiter geschlagen und getreten haben. Die Ehefrau des Mannes attackierten sie ebenfalls und zogen sie an den Haaren. 

Die Beamten nahmen zwei 19 und 21 Jahre alte Tatverdächtige fest. Sie erhielten am Sonntag Haftbefehle wegen schwerer Köperverletzung und sitzen in Untersuchungshaft.

Sendung: Inforadio, 27.01.2020, 12.00 Uhr

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52 Kommentare

  1. 52.

    Lieber rbb, warum erbittet Ihr nicht weitere Informationen bei der Polizei? Andere Medien tun das, und bekommen diese Informationen auch.

  2. 51.

    "Die Frage von Anna finde auch ich interessant, was das für Unmenschen sind. Dabei interessiert mich weniger die Nationalität, sondern wie man auf die Idee zu solchen Verbechen kommen kann."

    Um das klarzustellen, mir geht es wie Ihnen: Die Nationalität interessiert mich nicht, sondern das, was bei diesen Tätern dazu führt, dass sie zu solchen Taten fähig sind und ihr eigenes Verhalten als gerechtfertigt betrachten. Und ja, die Kultur in der sie aufgewachsen sind KANN (muss aber nicht) dabei ein Faktor sein, über den es sich gesamtgesellschaftlich lohnen würde öffentlich zu diskutieren.

  3. 50.

    Richtig, daß 2 Verbrecher weggesperrt wurden. Solches Gesindel darf nicht frei herumlaufen. Die gefährden nur die Allgemeinheit. Warum wurden nur 2 der mindestens 4 Verbrecher eingesperrt? Die Frage von Anna finde auch ich interessant, was das für Unmenschen sind. Dabei interessiert mich weniger die Nationalität, sondern wie man auf die Idee zu solchen Verbechen kommen kann.

  4. 49.

    Eure Genesungswünsche in allen Ehren - aber fromme Wünsche und zur Schau gestellter Anstand allein ändern weder an der Gewaltbereitschaft potenzieller Täter was noch helfen sie den Opfern. Ob Diskussionen was bewirken wird sich zeigen. Aber es ist immerhin ein Weg in die richtige Richtung - wenn konstruktiv, sachlich und offen diskutiert wird. In einer echten, gelebten Demokratie sollte sowas möglich sein. Oder?

  5. 48.

    Dem Opfer die aller besten Genesungwünsche und viel Glück für die noch bevorstehenden Prozesse und den Schlägern gehören echt so richtig die Hammelbeene langjezogen, daß denen och mal hören und sehen vergeht - juristisch (sic!).

  6. 47.

    Danke Ihnen. Danke auch an @ Tina. Beim lesen all dieser Kommentare muß ich die ganze Zeit über an den verletzten Mann denken. Mehrfacher Schädelbruch. Eventueller Sehverlust. Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute und baldige Genesung ohne schwerwiegende Folgen.

  7. 46.

    Warum steht hier nichts zur Nationalität des 35-Jährigen und seiner Frau? Wären es Deutsche, hätte man es bestimmt geschrieben.

  8. 45.

    Ich glaube alle Privatkämpfe von den Kommentatoren sind hier fehl am Platz. Echt schlimm wie ihr euch benehmt. Das ist traurig den Verletzten gegenüber.

  9. 43.

    Bisher kann ich dazu nur sagen, dass die von Ihnen in #28 verlinkte Quelle des BKA bei mir ein paar Fragen offen lässt. Die Quelle behandelt Zuwanderer in Deutschland, wobei damit wohl ausschliesslich Geflüchtete gemeint sind. Ihre Gesamtzahl wird aktuell mit 1,5 Mio angegeben. Im ersten Quartal 2019 wurde lt Quelle 1% von ihnen eines so genannten Rohheitsdelikts verdächtigt, meist Körperverletzung. (Hierzu zählen keine Sexualstraftaten (0,07%)und keine Tötungsdelikte (0,004%).) Wie schlimm das Delikt jeweils war, sagt die Quelle nicht. Bei den Betrugsdelikten ging es mehrheitlich um Schwarzfahren, aber vermutlich waren die Körperverletzungen weniger harmlos.
    Leider nennt die Quelle auch keine Altersverteilung der Verdächtigen und auch keine Vergleichszahlen aus der Gesamtbevölkerung.

  10. 41.

    Natürlich interessiert uns das! Schon allein deswegen, daß das hier vermutete Klischee einer gewaltbereiteren Ethnie/Nationalität widerlegt werden kann.
    Erst durch das Zurückhalten solcher Informationen, entstehen die Gerüchte, die Ihnen bestimmt nicht schmecken.

  11. 40.

    Wer mag, kann ja mal versuchen, das argumentativ zu entkräften. Ich warte.

  12. 39.

    Letztlich geht es einfach darum, die Wirklichkeit anzuerkennen, und nicht aus einem ideologischem Prinzip heraus dafür zu kämpfen dass nicht sein kann was laut eigenem Weltbild nicht sein darf ... "Vorurteile", die sich immer wieder als wahr herausstellen, sind per definitionem keine Vorurteile mehr. An dem Punkt läuft dann auch jeder Rassismusvorwurf ins Leere. Es ist kein Rassismus, zu benennen, was ist.

  13. 38.

    Sie teilen aus und können nix einstecken: Für jede Hinterfragung Ihres betonierten Weltbildes haben Sie ein paar akademische Worthülsen und Klischees im Schrank, mit denen Sie dann werfen - ohne aber echte, sachliche Auseinandersetzung zu wollen, geschweige den zu können. Spielen Sie das mit wem Sie wollen, mit mir nicht mehr.

  14. 37.

    Apropos Empörungsrituale: Das abgedroschene akademische Tänzchen, das Sie hier aufführen, verdient diesen Begriff wohl besser als alles andere. Diskutieren Sie doch einfach sachlich, statt nach bekannter Soziologenart Schubladen mit lauer Luft zu füllen. Sagen Sie doch einfach mal konkret, was Sie meinen, statt auf dies und das zu verweisen.

  15. 36.

    Welche sozialen Gruppen habe ich pauschalisiert?

    Wo erkennen Sie einen "rassistischen Doppelstandard"?

    Wo genau begeht das Bundeskriminalamt "Menschenrechtsverbrechen gerade im rassistischen Spektrum"? Bitte ein konkretes Beispiel.

    Wo sehen Sie in einem meiner Kommentare eine "rassistische Insinuation", und wo genau wurde ich dabei "ertappt"?

    ReachOut ist mindestens zwielichtig und hat eine ganz eigene, auch politische Agenda. Nur weil eine Organisation staatliche Förderungen erhält, ist sie noch lange nicht seriös.

  16. 35.

    Nun, ich stelle mir unter sachlichen Diskussionen andere Verläufe vor, während derer nicht(!) rassistisch homogenisiert und biologisiert wird. Auch wäre es sachlich gewesen, zu berücksichtigen, dass für die wiederholte Gewalt der mutmaßlichen Täter*innen kein Notwendigkeit besteht, Nationalität zu klären. Der diskriminerungskritische Gegenwind gegen User*in "Anna" war argumentativ unterlegt, wohingegen Vorbenannte per Themensprünge die Aufmerksamkeit von sich ablenken zu wollen schien.

    Wer aus der rechten Ecke kommt, stereotypisierende, kriminalisierende, rassistische Forderungen stellt, muss nicht erst "in die rechte Ecke" gedrängt werden.

    Auch ist wiederum Ihr Versuch, Kritik an solchen Haltungen als illegitim darzustellen, Ausdruck Ihres Bildes v. Meinungsfreiheit. Eine andere Meinung wird nicht akzeptiert und sofort als Bedrohung der eigenen Integrität dargestellt.

    Meinungen finden sich im Übrigen innerhalb v. Demokratie u. Menschenrechten.

  17. 34.

    Nicht nur, dass Sie verzweifelt versuchen, soziale Gruppen zu pauschalisieren, Differenzierungen ganz gemäß dem rassistischen Doppelstandard einfordern, Sie orientieren sich bei Ihrer Wertung auch noch an staatlichen Quellen, die ihrerseits bekannt dafür sind, Menschenrechtsverbrechen gerade im rassistischen Spektrum zu begehen.

    Wenn Sie sich ihrer rassistischen Insinuation ertappt aus der Affäre ziehen wollen und dabei das Alter von den hier mutmaßlichen Täter*innen in Betracht fokussieren: Nun, das Alter wurde klar benannt. Das kann logischerweise nicht Teil der zusätzlichen Informationen sein, die Sie einfordern. Was Jugendgewalt angeht, sind junge Männer weltweit besonders anfällig dafür.

    Zum Thema Doppelstandard empfehle ich angesichts rassistischer Kriminalisierungen die Chroniken von ReachOut. Vielleicht treffen Sie ja dort auf Ihre Verwandten?

    Die Solidarität und Zivilcourage des Paars stehen stellvertretend gegen Hass, Spaltung, Vorverurteilungen und Empörungsrituale.

  18. 33.

    Sven arbeitet gern mit kleinen Unterstellungen und anderen Provokationen. Das sind so rhetorische Tricks, die als Versuch interpretiert werden können, jemanden in die Ecke zu drängen weil man selbst mit dem Rücken zur Wand steht. Tragischerweise ist das leicht zu durchschauen, jedes Mal. Ich wünsche mir auch mehr substanzielle Argumente statt solcher Spielereien, aber die mangelnde Debattenkultur ist eben ein Merkmal unserer Zeit. Machen wir das beste draus.

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