Stadtautobahn Berlin abends während des Berufsverkehrs (Bild: imago images/STPP)
Audio: Inforadio | 28.01.2020 | Anne Demmer | Bild: imago images/STPP

Weiter zäher Verkehr Richtung Wedding - Sperrung der A100 nach Lkw-Unfall aufgehoben

Seit der Nacht auf Dienstag war die A100 in Richtung Wedding gesperrt, weil ein Lkw umgekippt war. Die Folge: Lange Staus. Nach 14 Stunden konnte die Sperrung zwischen Hohenzollerndamm und Dreieck Funkturm aufgehoben werden.

Die Sperrung Berliner Stadtautobahn ist seit dem Dienstagnachmittag wieder aufgehoben.
Die Unfallstelle ist geräumt, ausgelaufenes Öl wurde inzwischen beseitigt. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis sich der kilometerlange Stau abgebaut hat. Das gilt auch für die Umleitungsrouten.

In der Nacht zu Dienstag war ein Lkw auf der A100 in Richtung Norden an der Abfahrt zum Kurfürstendamm von der Fahrbahn abgekommen. Der Anhänger kippte um und verkeilte sich. Er musste mit Hilfe eines Krans von der Fahrbahn entfernt werden. Der 39-jährige Fahrer kam laut Polizei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Bergungsarbeiten nach Unfall auf der Berliner Stadtautobahn am frühen Morgen des 28.01.2020. (TNN)
| Bild: TNN

Feuerwehr birgt Lkw mit Kran

Der mit Paketen beladene Lastwagen mit Anhänger war in der Nacht gegen zwei Uhr laut Polizei an der Abfahrt zum Kurfürstendamm gegen die Barriere zwischen Autobahn und Abfahrt geprallt. Der Anhänger blieb nach dem Unfall schräg auf der Abzäunung hinter der Barriere liegen und verkeilte sich. Der 39-jährige Lkw-Fahrer wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Zur Unfallursache machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Der Container des Anhängers wurde durch die Feuerwehr geborgen und abtransportiert. Die Bergung des Sattelzug musste eine Spezialfirma übernehmen. Danach muss noch das ausgelaufene Öl beseitigt und die Leitplanke repariert werden. Wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten bildete sich zwischenzeitlich ein Rückstau bis zur Autobahnabfahrt Alboinstraße in Tempelhof. Unter anderem mussten die geladenen Pakete umgeladen werden. Autofahrer mussten bis zu 90 Minuten mehr einplanen.
 

Sendung: Abendschau, 28.01.2020, 19:30 Uhr

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29 Kommentare

  1. 29.

    Du bist ja richtig schlau. Es giebt aber auch Menschen auf dieser Welt die keine App haben oder vom Alter her nicht mit Rad oder Roller durch die Stadt rollen. Vielleicht hat auch nicht jeder immer ein Rad oder Roller in der Tasche.

  2. 28.

    Was tut man sage und schreibe 14 Stunden lang? Was war hier das Problem? Schrott auflanden und weg. Dauert maximal zwei Stunden. Hier ging man absichtlich der arbeitenden Bevölkerung auf den Sack.

  3. 24.

    Immer drauf und vor allem gegeneinander. Du böser Autofahrer! Du bequemer nach hause Besteller! Du eifriger Radfahrer! Du uneinsichtiger Pendler und so weiter. Die Stadt wächst einfach zu schnell, der Speckgürtel wurde lange vernachlässigt und vielen Verantwortlichen in der gut vernetzten Citty fehlt es an Visionen. Es wird um ein passendes Gesamtkonzept gerungen, aber jeder ist der Wichtigere. Rücksichten werden kaum genommen und jeder beharrt auf sein individuelles Recht.
    Wir werden lernen müssen noch viele Jahre zu improvisieren, werden den Anforderungen weiter hinterherlaufen und können nur bei uns anfangen darüber nachzudenken was den Anderen zu seiner Art der Fortbewegung bewegt.
    Oder aber munter drauf! Meckern liegt uns ja im Blut. Beteiligt euch und lasst sich angepisste teilnehmen, verurteilt nicht jeden Einwand sondern überlegt gemeinsam. Berlin quillt über und kollabiert an seinem Verkehr aber keiner will ein Weichei sein. Alle Bahnen im 5 min Takt, 365 Euro Ticket, Parkhäuser und Fahrradgaragen an den wichtigsten Aussenbahnhöfen. Natürlich kostenlos. Verlängerungen der Bahnen in alle Himmelsrichtungen und reibungsloser Übergang zu den regionalen Verbindungen. Schnellradwege und eine Infrastruktur für alle alternativen Antriebe. Und wenn sie nicht gestorben sind...

  4. 23.

    Ich schrieb ja auch von der Berliner Verkehrsinfarktstruktur. Na? Groschen gefallen? :-D
    Der Rest war Sarkasmusgefahr.

  5. 21.

    @ Michael

    Was schwebt ihnen denn als Notfallmanagement so vor? Das Land Berlin baut einen zweiten Stadtring in Tunnellage, den es bei Bedarf, also alle 5-10 Jahre für einen Tag öffnet? Stadtweite Regelung des Verkehrs per Hand, um Staus zu verhindern? Das bietet ihnen keine. Stadt der Welt an, was Sie für diesen kleinen Unfall erwarten. Und als Vorabinformation für Sie. Wenn der Flughafen Tegel nach Schönefeld umzieht, wird die ganze Stadtautobahn gesperrt - ohne Ersatzautobahn.

  6. 20.

    Es spielt keine Rolle wo Helmut Krüger wohnt. Seine Worte sind wahr. Das zählt und über diese sollte man mal nachdenken.

  7. 19.

    Das heißt, sie bezahlen Sprit/Steuern/Versicherung UND (diese völlig überteuerte)Fahrkarte/Monatskarte? Jeden Tag? Wer es sich leisten kann...

  8. 18.

    Sicher, damit dann genau DIESE Leute sich dann doch wieder ins Auto setzen und noch mehr den Verkehr verstopfen! Sehr interessante Logik! Für mich macht das Bestellen und der Lieferverkehr ERST RECHT Sinn, wenn 10 Haushalte Klopapier bestellen und dies mit nur 1 LKW ausgeliefert wird, anstatt dass sich diese 10 Haushalte wieder in 10 Autos setzen und durch die Stadt zum nächsten Supermarkt fahren!

  9. 17.

    Als Nachtarbeiter und über 55 mit 35 km Arbeitsweg ist man aufs Auto angewiesen, denn wer steigt gern in S-Bahnen wo des Nachts Betrunkene, Kraftprotze und Spinner die Oberhand haben - man 1,5 Stunden eher zur Arbeit muß , oder vor einer 9 Stundenkörperlichen Schicht 35km per Rad-DANKE-auch ich bin für Umweltschutz-aber alle jetzt noch jungen Radfahrer -auch Ihr werdet mal alt !!! Und zum Thema Radfahrunfälle-zu 50% ist jeder mit selbst Schuld- ich würde mich als Radfahrer-und das mach ich in der Freizeit oft- nie mit LKW etc. anlegen--- aber es macht ja vielen Spaß , Kopfhörer, Handy Sonnenbrille in der Nacht, nicht nach rechts und links sehen und draufhalten-hab ja Vorfahrt-vielleicht auch da letzte Mal... ein "gehasster" LKW Fahrer der Euch Radler mit allem nötigen versorgt... ansonsten müßtet Ihr ja Euer "Zeug" irgendwo am Stadtrand abholen...….

  10. 16.

    Na was ein Glück, dass Sie in Potsdam leben. Was schert Sie dann die Berliner Verkehrsinfarktstruktur (bewusst Infarkt getippselt) noch? Können doch Danny mir Öffis rein oder über den Ring drum herum.

  11. 15.

    In der Tat ist die Kapazität der Berliner Zentrumsstraßen überschritten - Oberkante Unterlippe. Die 1960er- und 1970er-Jahre-Bewältigung, Fahrbahnen zu Lasten von Fußgängern reinzuquetschen oder gar Häuser abzureißen, hat nur zu einem Stau auf höherer Stufenleiter geführt. Deshalb sind neue Auto-Fahrbahnen allenfalls in kurzsichtigster Hinsicht eine Entlastung, schon nach wenigen Jahren führen sie zu höherer Belastung. Dann kann jedes unvorhergesehene Ereignis - so wie hier - zu einem zeitweisen Zusammenbruch führen.

    Die oberfläche Bewältigung ist genannt worden. Die Lösung liegt im Rückbau von Auto-Fahrbahnen und in dem Einzug wirklicher Wahl zwischen den Verkehrsmitteln, anstatt diese Wahl PR-mäßig nur auf dem Papier zu behaupten. Die Grundlagen für diese Wahlfreiheit werden momentan gerade gelegt.

  12. 14.

    Interessant, das Sie wissen was die Leute sich so alles nach Hause liefern lassen. Vielleicht war ja auch ein wichtiger Bescheid für Sie unter der Post.
    Jammern, jammern und noch mal jammern.

  13. 13.

    Das entsprechende Entlastungsprogramm wäre die Karre mal stehen zu lassen und mit der BVG oder dem Fahrrad ins Büro zu fahren.

  14. 12.

    Wenn sich nicht so viele Leute auch noch die letzte Rolle Klopapier nach Hause liefern lassen würden, dann bräuchte es nicht so unglaubliche viele Lieferfahrzeuge, die solche Unfälle produzieren oder im günstigsten Fall „nur“ irgendwo in zweiter Reihe parken.

  15. 11.

    Doch: Wenn Hinz und Kunz für ihre tägliche Fahrt ins Büro aus Bequemlichkeit mal nicht mehr jeder ein eigenes Auto nutzen und damit die Straßen verstopfen würden.
    Wäre dann übrigens auch einfacher für Feuerwehr, Rettungsdienste, Krankentransporte, BVG-Busse, Taxen, BSR, Lieferfahrzeuge, Handwerkerautos, Transport von Menschen mit Behinderung, Polizeifahrzeuge, Fahrradfahrer, Fußgänger u.a.m.
    All diese Gruppen leiden unter der Bequemlichkeit einer egoistischen Minderheit in dieser Stadt. Ist denen aber egal.

  16. 10.

    Es geht weniger um "Auto hassen" als um die Erkenntnis, daß ab einer gewissen Bevölkerungsdichte das Verkehrssystem "Auto" einfach nicht mehr zufriedenstellend funktioniert.
    In Brandenburg ist Autofahren kein Thema, in Berlin ein permanentes Ärgernis. Ich habe mein Auto am Stadtrand stehen und fahre dahin mit der U-/S-Bahn - klappt super und dauert im Berufsverkehr nicht länger.

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