Eine Frau starb beim Frontalzusammenstoß eines Lkw und eines Pkw auf der Bernauer Straße in Berlin-Tegel. (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Zusammenstoß mit Lkw - Frau bei Autounfall in Berlin-Tegel getötet

Beim Zusammenstoß eines Autos mit einem Lkw am Dienstagmittag ist eine Frau in Berlin-Tegel tödlich verletzt worden. Trotz unmittelbar eingeleiteter Wiederbelebungsversuche starb die 65-Jährige, die auf dem Beifahrersitz im Auto saß, noch am Unfallort, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte.

Die 37-jährige Autofahrerin wurde demnach schwer verletzt und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Der 38-jährige Fahrer des Lkw blieb körperlich unverletzt, erlitt aber einen Schock.

Frau wollte an BVG-Bus vorbeifahren

Gegen 13.25 Uhr war der VW in der Bernauer Straße in Richtung Neheimer Straße unterwegs, so die Polizei. Kurz vor dem Kamener Weg fuhr das Auto demnach in den Gegenverkehr, um an einem haltenden BVG-Bus vorbeizufahren. Dabei stieß das Auto mit einem entgegenkommenden Sattelzug zusammen, der die Bernauer Straße in Richtung Holzhauser Straße befuhr.

Während der Unfallaufnahme war die Bernauer Straße zwischen Sterkrader Straße und Neheimer Straße bis etwas 18.30 Uhr gesperrt.

 

Der Unfallort in Berlin-Tegel

Sendung: Abendschau, 21.01.2020, 19.30 Uhr

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11 Kommentare

  1. 11.

    Recht herzlichen Dank für Ihre Schilderung. Das bringt "Butter bei die Fische".

    Ich weiß eben, dass derartige Situationen zahllos sind und die genannten Fahrbahnteiler deshalb bei Straßenumbauten bewusst eingebaut werden. Natürlich verläuft so etwas niemals ohne anfängliche Proteste, doch die Hemmschwelle, auch noch links am Fahrbahnteiler vorbeizufahren, ist einigermaßen groß, sodass derartige, hochrisikohafte Vorbeifahrten unterbleiben.

  2. 10.

    Doch nach Impulserhaltungssatz. Also nicht 100 km/h, weil ein Teil der Energie in die Zerstörung fließt, aber der VW wird mindestens zurück gestoßen worden sein, d.h. der Autofahrer erfährt eine Bremsung auf >50 km/h. Der LKW wird nur etwas an Geschwindigkeit verloren haben, aber da der Fahrer völlig unverletzt ist, werden es nur etwa 10 km/h sein.

  3. 9.

    Das ist ein Missverständnis. Wegen der viel höheren Masse des LKW hat dieser einen deutlich höheren Impuls als der PKW. Aufgrund des Impulserhaltungsgesetz ist die Situation (PKW LKW Frontalkollision) vergleichbar mit der Situation, dass der PKW Frontal auf eine Wand fährt mit 100 kmh. Der von Innen zitierte Artikel geht von einer Kollision zweier Autos gleicher Bauart aus (zumindest der erste Satz. Der Rest ist hinter einer Paywall).

    Das ist übrigens auch der Grund, warum man sich im BVG Bus nicht anschnallen muss.

  4. 8.

    Dieses in-de-Gegenverkehr-fahren ist eine furchtbare Unart geworden. Einfach mal bremsen und ein paar Sekunden warten, scheint manchen Fahrern schlicht nicht möglich.
    Egal ob es sich um BVG Busse oder Radfahrer handelt, manche Autofahrer machen da keine Gefangenen. Einfach ausweichen und ab in den Gegenverkehr. Ich musste da schon mehr als einmal heftig bremsen um Kollisionen zu vermeiden und werde regelmäßig angehupt, weil ich mich weigere in unübersichtliche Situationen zu fahren.

    Mein Beileid gilt den Hinterbliebenen. Jedoch wird auch diese Tragödie die anderen ach-so-tollen-Autofahrer vermutlich nicht zum Nach- oder Umdenken bewegen.
    Jeder von uns will gesund und in einem Stück nach Hause kommen, egal ob Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer. Kommt einfach mal wieder runter.

  5. 7.

    Die Fahrgastzelle ist noch intakt. Wow, der Aufprallschutz hat funktioniert. Ich bin immer mehr für 30 km/h innerorts. Dann wäre das ganze nicht so schlimm ausgegangen.

  6. 6.

    Ich stehe täglich an dieser Bushaltestelle. Das war eine Frage der Zeit dass ein solch schwerer Unfall passiert.
    Das in Berlin der Ton im Straßenverkehr immer rauer wird ist bekannt. Was aber muss noch alles passieren, damit Menschen mit ihrem Leben und das Anderer mit mehr Verantwortung sehen. Alle Beteiligten tun mir aufrichtig leid. Ich wünsche der Familie der Verstorbenen viel Kraft und schnelle Genesung an die verletzte Frau.

  7. 5.

    Ich kann es nicht nachvollziehn, wie mann auf die Idee kommt einen BVG Bus sollte es so gewesen sein zu überholen. Mann hat doch überhaupt keinen überblick auf dem gegen Verkehr. War gerade zu der Zeit draussen, nicht weit weg vom Umfall. Mein Beileid für die Hinterbliebenden.

  8. 4.

    Das stimmt so nicht. Die addierte Geschwindigkeit beider Fahrzeuge verteilt sich auch wieder auf beide beim Aufprall.

    https://www.zeit.de/2010/34/Stimmts-Kollision

    Wie schnell sie waren bleibt Gegenstand der Ermittlungen der Polizei. Da gebe ich ihnen recht.

    Furchtbarer Unfall. Mein Beileid allen Beteiligten und Angehörigen.

  9. 3.

    Woher stammt ihre Erkenntnis? Wenn der VW mit 50 fährt, und ihm kommt ein LKW mit 50 entgegen, so wäre es, als ob der Jetta mit 100 gegen eine nahezu stabile Wand fährt. Während die Einwirkenden Kräfte quasi über den Rahmen unterhalb der Fahrerkabine des LKWs geleitet werden, gehen die Kräfte im Pkw durch das gesamte Fahrzeug inklusive dem Innenraum.
    Wie es ausschaut, hat der Pkw mit seinem Motor ein tragendes Teil des Lkw ziemlich direkt getroffen. Da entstehen eben diese großen Schäden am Pkw.

  10. 2.

    Um gefährliche Vorbeifahrten an haltenden Bussen (und Straßenbahnen) zu verhindern, werden an vielen Stellen Fahrbahntrennungen mit Kantsteinen gebaut. Das wäre in meinen Augen die einzige "Lehre" aus dieser Tragödie.

  11. 1.

    So klein ist der Wagen garnicht, ein VW Jetta. Aber so wie der aussieht muss das Fahrzeug mit deutlich mehr als 50km/h unterwegs gewesen sein. Hinzu kommt noch die Geschwindigkeit vom LKW.

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