Kurfürstendamm in Berlin - Mann in U-Bahn geschlagen und antisemitisch beleigt

Di 07.01.20 | 18:13 Uhr
Menschen steigen in eine U-Bahn der Linie 9 am Bahnhof Kurfürstenstraße in Berlin-Charlottenburg, Archivbild (Quelle: Bildagentur-online/Joko)
Bild: Bildagentur-online/Joko

Auf dem U-Bahnhof Kurfürstendamm soll ein Mann von einem anderen Fahrgast geschlagen und antisemitisch beleidigt worden sein. Das mutmaßliche Opfer habe Anzeige über die Internetwache erstattet, teilte die Polizei am Dienstag mit. Dort schilderte der Mann, er sei am Montagabend mit zwei Familienmitgliedern unterwegs gewesen und gegen 21.20 Uhr aus einer U-Bahn der Linie 9 gestiegen.

Daraufhin habe ihn ein einsteigender Mann mit der Faust in das Gesicht geschlagen und mit judenfeindlichen Äußerungen beleidigt. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. In Berlin kommt es immer wieder zu antisemitischen Straftaten.

Im Schnitt zwei Vorfälle pro Tag in Berlin

In Berlin kommt es immer wieder zu antisemitischen Attacken und Anfeindungen. Im September teilte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (Rias) mit, dass im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres 404 Vorfälle registriert wurden. Im Schnitt wurden damit  pro Tag zwei judenfeindliche Vorfälle bekannt, so Rias.

Der starke Anstieg, der 2018 registriert worden war, hatte sich zwar nicht fortgesetzt. Zum Vergleich: 2018 gab es in demselben Zeitraum 579 Meldungen. Jedoch bleibe die Zahl der Fälle mit besonderem Gefährdungspotential für die Betroffenen hoch.

Sendung: Inforadio, 07.01.2020, 18.20 Uhr

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