Angeklagter Maik Schneider vor Gericht in Potsdam (Bild: imago images/Olaf Wagner)
Audio: Antenne Brandenburg | 10.01.2020 | Lisa Steger | Bild: imago images/Olaf Wagner

Nach Brandanschlag in Nauen - Schneider und Mittäter müssen sich Zivilprozess stellen

Die mutmaßlichen Brandstifter an einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Nauen müssen sich in einem Zivilprozess einer Millionen-Forderung stellen.

Die Ostdeutsche Kommunalversicherung verlange von dem Ex-NPD-Politiker Maik Schneider und einem bereits rechtskräftig verurteilten Mittäter knapp 2,9 Millionen Euro Schadenersatz, bestätigte der Sprecher des Potsdamer Landgerichts, Sascha Beck, am Freitag auf Anfrage. Der Prozess sei für den 31. März angesetzt. Zuvor hatte die "Märkische Allgemeine" [Bezahlinhalt] berichtet.

Urteil im Revisionsprozess steht noch aus

Die Turnhalle in Nauen war im August 2015 bis auf die Grundmauern niedergebrannt worden. Die Versicherung fordert die Kosten für den Wiederaufbau der Sporthalle zurück. Für diesen Brandanschlag und weitere Delikte war Schneider im Oktober vergangenen Jahres in einem Revisionsprozess zu einer Gesamtstrafe von neun Jahren und einem Monat verurteilt worden. Dagegen hat sein Anwalt erneut Rechtsmittel eingelegt. Der Bundesgerichtshof wird sich mit dem Fall nochmals beschäftigen müssen. Der Mittäter war bereits im ersten Prozess im Februar 2017 rechtskräftig zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 10.1.2020, 12 Uhr

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Antwort auf [Tim] vom 10.01.2020 um 12:55
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3 Kommentare

  1. 3.

    Ich finde die Schadenersatzforderungen absolut richtig. Ich bin nur über manchen Kommentar erstaunt. Tut der Staat nichts gegen die Nazis ist er unfähig. Unternimmt der Staat etwas, ist es auch nicht richtig, denn “es lohnt ja nicht”. Was soll denn nun gemacht werden?? Es gibt schon Traumtänzer under den Kommentatoren.

  2. 2.

    Ganz so ist es nicht:

    Forderungen aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung sind von der Restschuldbefreiung ausgenommen.

    Herr Schneider könnte den Rest seines Lebens im Schuldturm sitzen. Er wird wahrscheinlich nicht mal fir Zinsen begleichen können.

    Im Übrigen sind Aktiengesellschaften teilweise dazu verpflichtet, Ansprüche geltend zu machen.

    Also nach meinem Dafürhalten: Alles richtig gemacht.

  3. 1.

    Das ist so lächerlich von der Versicherung! Wieso?

    1. Er wird diese Forderung nie begleichen können (objektiv betrachtet)
    2. Sollte er dazu verurteilt werden ist der de facto Bankrott
    3. Er beantragt Privatinsolvenz, nach ein paar Jahren ist er Schuldenfrei
    4. Der Staat bleibt auf allen Kosten (Gericht und co) sitzen. Großartig liebe Versicherung (AUCH STAATLICH!)

    Die Versicherung (staatliche Organisation) verschuldet also Kosten weil die Herren dort zu dumm sind um Fakten zu erkennen! Haben sie das Recht zu klagen? Natürlich.. nur es ist sinnlose Zeitverschwendung.
    Die einzigen die Gewinnen sind die Anwälte da sie vom Staat bezahlt werden.

    Wenn Dieter Bohlen (nur als VERGLEICH wegen Vermögen!) das gemacht hätte: Er hätte das Geld, da wäre eine Klage auch logisch! Aber bei so einem *böse Worte hier* wie dem Angeklagten ist das Zeit- und Geldverschwendung.

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