Verdachtsfall in Potsdam (Quelle: Julian Stähle)
Video: rbb24 | 30.01.2020 | Daniel Gäsche | Bild: Julian Stähle

Ernst von Bergmann Klinikum - Potsdamer Coronavirus-Verdachtsfall hat sich nicht bestätigt

Entwarnung in Potsdam: Eine Schülerin, die mit dem Verdacht auf das Coronavirus in das Klinikum Ernst von Bergmann eingeliefert worden war, ist nicht an der Lungenkrankheit erkrankt. Das ergab ein Schnelltest in Berlin.

Der Potsdamer Verdachtsfall auf das Coronavirus hat sich nicht bestätigt. Das teilte das Brandenburger Gesundheitsministerium am Donnerstag in einer Stellungnahme mit.

Der Potsdamer Stadtsprecher Jan Brunzlow hatte am Mittwochabend auf Anfrage von rbb|24 bestätigt, dass eine erkrankte Person gegen 18.30 Uhr in das Ernst von Bergmann Klinikum eingeliefert wurde und auf das neuartige Virus getestet werde.  

Wie das Schiller-Gymnasium in Potsdam am Mittwochabend auf seiner Website mitteilte [schiller.sg], handelt es sich um eine Schülerin der 10. Klasse, die bereits seit mehreren Tagen nicht in der Schule war. "Wir stellen es frei, die Schülerinnen und Schüler bis zum Vorliegen des Befundes (voraussichtlich Donnerstag Nachmittag) zu Hause zu lassen", hieß es.

Zweiter Verdachtsfall in Brandenburg

Am Donnerstagmittag gab die Schule auf ihrer Homepage Entwarnung: "Das Gesundheitsamt teilte uns mit, dass die betroffene Schülerin das Krankenhaus heute noch verlassen kann, und bedankte sich für unser umsichtiges Handeln. Mithin kann der Unterricht am Freitag, dem 31.01.2020, planmäßig stattfinden."

Wie ein Sprecher des Brandenburger Gesundheitsministeriums mitteilte, sei dies bereits der zweite Verdachtsfall in Brandenburg. Schon am Dienstag sei eine Person isoliert worden, die aus dem chinesischen Risikogebiet kam. Der Test auf das Coronavirus sei allerdings negativ verlaufen.

Das Klinkum Ernst von Bergmann am 30.01.2020. (Quelle: rbb/Gäsche)
Bild: rbb/Gäsche

In den vergangenen Tagen gab es bereits zwei Verdachtsfälle in Berlin, die sich allerdings nicht bestätigten. Die Lufthansa stellte am Mittwoch Flüge nach China vorerst ein. Die Bundesregierung will Deutsche, die sich in dem hauptsächlich betroffenem chinesischen Gebiet befinden, am Wochenende ausfliegen.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 29.01.2020, 19.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

10 Kommentare

  1. 10.

    Es wird nicht der letzte Verdachtsfall bleiben. Dank dem weltweiten Massentourismus wird es auch nicht die letzte Infektionskrankheit sein, die die Runden macht. Ob nun Heimkehrer oder Touristen.

  2. 9.

    Freut mich fur die Betreffende, das der Test negativ ist:

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/01/corona-virus-potsdam-verdacht-brandenburg.html

    "Entwarnung in Potsdam: Die Schülerin, die mit dem Verdacht auf das Coronavirus in das Klinikum Ernst von Bergmann eingeliefert worden war, ist nicht an der Lungenkrankheit erkrankt. Das ergab ein Schnelltest in Berlin."

    Dann kann sie ja jetzt ziemlich schnell entlassen werden. Alles Gute von mir fuer die Betreffende.

  3. 8.

    Vor kurzem habe ich gelesen, dass als Verdachtsfall jemand gilt, der in den letzten 14 Tagen im entsprechendem Gebiet war oder aber Kontakt mit entsprechenden Personen hat. Hier steht nun, dass dies bei der Schülerin erst noch geklärt werden müsse. Nur wie kann diese dann bereits ein Verdachtsfall sein? Eine Aussage kann ja nur zutreffend sein. Wobei natürlich klar sein sollte, dass es viel mehr Verdachtsfälle geben müsste. Denn ich habe als Passant doch keine Ahnung, ob der nette Asiate (oder andere) nebenan oder in der Bahn, einen solchen Kontakt etc. hatte. Dann komme ich zum nächsten Punkt. Man solle 1,5 Meter Abstand halten (man kann aber bei fehlenden Symptomen nicht wisse, ob jemand infiziert ist, also Abstand bei allen wäre geboten), in den Verkehrsmitteln hat man jedoch nicht selten nur 1,5 cm als Abstand möglich. Der Vergleich mit der Grippe hingt auch an mehreren Punkten (u.a. gibt es hier einen halbwegs sicheren Impfstoff). Panik ist sicher falsch. Naivität aber auch!

  4. 7.

    Diese Information hätten Sie nicht nur bei der Konkurrenz, sondern auch im zweiten Absatz unseres Artikels bekommen können.

  5. 6.

    An euch alle,

    jetzt bewahrt mal die Ruhe. Lasst uns mal das Testergebnis in diesem Fall abwarten. Denn ich weiss ueber tag24.de, maz-online, bz-berlin.de und andere Quellen, dass es sich um eine Schuelerin aus der 10. Klasse des Schillergymnasiums handelt. Ich hoffe fuer die, dass der Test negativ wird. Denn die ist einfach viel zu jung fuer sowas.

    Zusätzlich werden bereits Medikamente und Impfseren entwickelt. Das dauert nicht mehr lange. Darueber hinaus verlaufen die meisten der Infektionen ohne weitere Symptome. Bislang verläuft es nur bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen traurigerweise tödlich.

  6. 5.

    Es ist aber auch von Vorteil frühzeitig Bescheid zu wissen. Denn gerade bei solchen Infektionen ist Prophylaxe sehr wichtig. Wir könnten durch die Schule hier im Ort durch Geschwister Kontakt zu der betroffenen Familie bzw. Schülerin haben. Ich glaube jeder ist froh dann frühzeitig sich einstellen zu können. Und es wird ja auch immer nur vom Verdachtsfall berichtet, das ist o.k. , Medien können viel früher aufklären als früher.

  7. 4.

    Einerseits gebe ich den beiden ersten Schreibern Recht. Andererseits sollte im Potsdamer, wie auch im Münchner Fall, das Umfeld der Verdächtigen bis zum eindeutigen Befund isoliert bleiben.

    Gerade was die Inkubationszeit angeht, halte ich es für verantwortungslos, den planmäßigen Unterricht an der Schule fortzuführen.

    Das Ministerium sollte weniger Zeit dafür verwenden, Pressemitteilungen zu erarbeiten, sondern lieber verantwortungsvoll handeln.

  8. 3.

    Mal die Fassung bewahren. Es ist nur ein Virus. Wahrscheinlicher sterben Sie an Luftverschmutzung, Alkoholkonsum, Fleischkonsum oder was es sonst noch so an ungesunden Lebensweisen gibt.

  9. 2.

    Die Medien sollten einfach passiv sein und keine Unruhe mit reißerischen Überschriften schaffen. Bzw erst Bericht wenn es berichtenswert Ist. Dann würden sie uns einen entspannteren Dienst ermöglichen. Denn so wird jede Erkältung zur Seuche.

  10. 1.

    Einfach nur schrecklich, dass die Medien die Menschen schon vorher verrückt machen müssen. Anstatt einfach darüber zu berichten, wenn sich der Verdacht bestätigt oder nicht bestätigt hat!!!

Das könnte Sie auch interessieren