Spaziergänger gehen auf der Promenade am Ufer der Havel im Gegenlicht der untergehenden Sonne. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

Berlin und Brandenburg - Der Januar war überdurchschnittlich warm und sonnig

Der Januar war in Deutschland einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Am sonnigsten war es in Brandenburg. Auch Berlin lag über dem Durchschnitt - allerdings war der Monat in der Hauptstadt auch überdurchschnittlich nass.

Nirgends in Deutschland hat die Sonne in diesem Monat so viel geschienen wie in Brandenburg. Mit rund 70 Sonnenstunden im Januar war das Bundesland der Spitzenreiter im Ländervergleich, wie aus einer am Donnerstag vom Deutschen Wetterdienst (DWD) veröffentlichten Auswertung hervorgeht. Der langjährige Brandenburger Schnitt liegt demnach bei knapp 44 Sonnenstunden im Januar.

Die Haselnuss blüht schon

Dabei fiel der Januar in Brandenburg fast fünf Grad wärmer aus als erwartet. Die Temperaturen lagen im Schnitt bei 4,1 Grad, der Mittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen beträgt minus 0,8 Grad.

Bereits am 25. Januar hatte in Brandenburg die Haselnussblüte eingesetzt - und das Ende des kürzesten Brandenburger Winters seit Beginn der Aufzeichnungen markiert. Die Pflanze ist laut Umweltministerium die Referenzpflanze für den Vorfrühling.

Beim Niederschlag erreichte das Bundesland knapp den vieljährigen Mittelwert von 40 Litern je Quadratmeter.

Berlin auch überdurchschnittlich sonnig - und regnerisch

Auch in Berlin war das Januarwetter von viel Sonne und milden Temperaturen bestimmt. Mit durchschnittlich 4,4 Grad lag die Hauptstadt laut DWD deutlich über ihrem langjährigen Januar-Mittelwert von minus 0,5 Grad. Fast 65 Stunden lang zeigte sich die Sonne - deutlich mehr als die 43 Stunden im Langzeitdurchschnitt.

Überdurchschnittlich viel Niederschlag bestimmte zudem das Berliner Wetter: Mit knapp 45 Litern je Quadratmeter lag das Bundesland drei Liter über dem vieljährigen Mittelwert.  

Der Januar gehörte bundesweit mit im Schnitt 3,3 Grad zu den zehn wärmsten seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen. Zum Soll an Niederschlägen fehlten rund 45 Liter oder 30 Prozent, wie aus der Bilanz hervorgeht. Der DWD hatte Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen ausgewertet.

Historische Messwerte des DWD dokumentieren, dass es in denr jüngsten Vergangenheit eine Häufung übersdurchschnittlich warmer Jahre gegeben hat. Die folgende Karte zeigt Ihnen die Jahresmitteltemperaturen im Stil der "Wärmestreifen" des britischen Klimawissenschaftlers Ed Hawkins bis 2018.

Wählen Sie eine Region aus - über das Dropdown oder per Klick auf die Karte, um entsprechende Daten zu erhalten. Die Auswahl gilt dann für weitere Grafiken unten im Text. Ohne Auswahl sehen Sie die Daten für die gesamte Region Berlin-Brandenburg.

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Sendung: Fritz, 30.10.2020, 17:30 Uhr

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6 Kommentare

  1. 5.

    Na dann ist ja gut, brauchen wir uns ja keine weiteren Sorgen machen.
    Das bisschen mehr an Stürmen, Tornados, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen ist doch nicht so schlimm, lol

  2. 4.

    Genauso ist es. Niemand lässt morgens sein Auto laufen während er die Scheiben vom Eis gefreit. Kein Glatteis bedeutet weniger Unfälle für ältere Menschen, die BSR spart Streugut und nächtliche Ausfahrten, der Bürger dreht die Heizung runter und spart Energie. Umweltbewußte Menschen können problemlos mit dem Rad fahren und Obdachlose erfrieren nachts nicht. Übrigens: 80-90% der Erdgeschichte waren Warmklimazeiten. https://de.wikipedia.org/wiki/Warmklima

  3. 3.

    so lobe ich mir den Winter. Regen ist besser als Schnee. Ich hoffe, da kommt im Februar nicht noch ein Wintereinbruch.

  4. 2.

    Kein Frost bedeutet,weniger heizen, man spart viel Geld und man verpestet nicht die Umwelt,kann so bleiben.

  5. 1.

    Dieser Januar war einer der kältesten der nächsten hundert Jahre.

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