Symbolbild: Ein Reisender geht an einem ICE vorbei. (Quelle: dpa/Markus Scholz)
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Audio: Inforadio | 10.01.2019 | Bettina Meier | Bild: dpa-Symbolbild/Markus Scholz

Mehrwertsteuer-Senkung - Preise für Bahncards 50 und 25 werden günstiger

Auch die Bahncards 50 und 25 werden wegen der Steuersenkung im Zuge des Klimapakets der Bundesregierung billiger. Nach einer Verständigung zwischen Bund und Ländern würden die Rabattkarten ab Februar rund zehn Prozent günstiger verkauft, sagte Bahn-Personenverkehrs-Vorstand Berthold Huber am Freitag in Berlin.

Derzeit sind laut Bahn rund 5,2 Millionen Bahncards im Umlauf. Eine Bahncard 25 kostet für die 2. Klasse künftig 55,70 Euro statt 62 Euro, für die Bahncard 50 werden künftig 229 statt 255 Euro fällig. Wer bereits eine Bahncard mit Gültigkeit ab Februar gekauft hat, bekommt einen Gutschein als Ausgleich für den Differenzbetrag.

Schon ab diesem Wochenende soll es nach einer kurzen Umstellungsphase möglich sein, die entsprechenden Bahncards zum reduzierten Preis zu kaufen.

Bund will Menschen zum Umstieg auf Züge bewegen

Im Zuge des Klimapakets fördert der Bund die Bahn mit Milliarden und will so mehr Menschen zum Umstieg auf die Schiene bewegen. Die Mehrwertsteuer für Bahntickets wurde von 19 auf sieben Prozent gesenkt. Bereits seit Anfang Januar gelten rund zehn Prozent niedrigere Preise für die Bahncard 100 sowie alle Fernverkehrstickets.

Die Deutsche Bahn hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass sie eine solche Reduzierung auch für sämtliche Bahncard-Typen begrüßen würde. "Wir freuen uns über die schnelle Einigung zwischen Bund und Ländern", sagte Personenverkehrs-Vorstand Huber. "Das ist gleich zum Jahresauftakt ein weiterer Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Mobilitätswende."

Die Maßnahme betrifft indes nur den Fernverkehr, der zu 99 Prozent von der Deutschen Bahn kontrolliert wird. Im Regionalverkehr hingegen sind die Preise zum Fahrplanwechsel um durchschnittlich 1,7 Prozent gestiegen. Ausgenommen von der Mehrwertsteuersenkung ist nach wie vor auch der Fernbusmarkt, der in Deutschland zu mehr als 95 Prozent vom Unternehmen Flixmobility mit seiner Marke Flixbus kontrolliert wird. Der Konzern hatte das in der Vergangenheit immer wieder kritisiert und will gegen die Maßnahme klagen.

Sendung: Abendschau, 10.01.2020, 19:30 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Beim Ausbau der Autobahnen werden Millionen von Euros und die Umwelt verbraten. In die Eisenbahn wird viel zu wenig investiert, die Zugverbindungen mehr und mehr zusammengestrichen, teure Fernverbindungen gehypt, aber die wichtigen Nahverkehrsverbindungen mehr als vernachlässigt. Hauptsache die Profite der Autobosse und der Fluggesellschaften stimmen.

  2. 4.

    Schon sehr witzlos diese Aktion der Deutschen Bahn. Augenwischerei! Wie viel tausend Euros bekamen und bekommen Autofahrer bei Neuanschaffung eines umweltfreundlichen Fahrzeuges vom Staat dazu? Und letztlich macht die Autoindustrie und ihre Politiklobby wieder den Reibach. Klima- und Umweltschutz geht anders.

  3. 3.

    Ich würde 4 Personen-Tickets auf Bahn.de für weniger als 420,-€ bekommen. Auto ist teurer, nur Bus oder Radfahren ist günstiger.

  4. 1.

    Ganz ehrlich.....? Wir wollen im Sommer mit 4 Erwachsene erst nach Hamburg, von dort ein paar Tage später nach Amsterdam und von dort wieder zurück nach Berlin. Frohen Mutes wollten wir uns der Umwelt zur Liebe für den Zug entscheiden. Aber fast 600 Euro für 4 Personen ist der absolute Irrsinn. Wir werden nun mit dem Auto fahren.

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