Symbolbild: Eine Sternschnuppe leuchtet am Nachthimmel über einer Landstraße nahe Lietzen im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg) auf. (Quelle: dpa/P. Pleul)
Bild: dpa/P. Pleul

Quadrantiden-Strom am Himmel - Der erste Sternschnuppen-Schauer des Jahres kommt

Sternschnuppen-Fans kommen in der Nacht zu Samstag auf ihre Kosten: Dann sind wohl bis zu 120 pro Stunde am Nachthimmel zu sehen - wenn das Wetter mitspielt. Von Kira Pieper

Der diesjährige Quadrantiden-Strom erreicht in der Nacht auf Samstag seinen Höhepunkt: Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde werden dann am Nachthimmel über Berlin und Brandenburg aufflammen.

Jürgen Neye, Mitarbeiter des Planetariums am Insulaner, erklärt im Gespräch mit rbb|24: Um einen Blick auf die Sternschnuppen zu erhaschen, müssten Fans früh aufstehen oder länger wach bleiben. Denn am besten zu sehen seien sie nach Mitternacht gegen 2 bis 3 Uhr. Dabei haben die Brandenburger einen klaren Vorteil: Denn in ländlicheren Regionen ist es dunkler als am Berliner Großstadthimmel. Auch weniger helle Sternschnuppen sind also besser sichtbar.

Einer der aktivsten Sternschnuppenschwärme

Bei dem Quadrantiden-Strom, der noch bis zum 10. Januar andauert, handelt es sich um einen der vier aktivsten Sternschnuppenschwärme (neben Leoniden, Perseiden und Geminiden). Ihr Ursprung liegt im nordöstlichen Teil des Sternbildes Bärenhüter. Die Bezeichnung "Quadrantiden" stammt vom früheren Sternbild "Mauerquadrant", das allerdings nicht mehr offiziell geführt wird.  

Bei Sternschnuppen handelt es sich unter anderem um Kometen-Trümmer aus dem All. Wenn diese in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen, entstehen die am Himmel sichtbaren Sternschnuppen. Der Quadrantiden-Schauer kehrt jährlich rund um den Jahreswechsel wieder. Besonders helle Sternschnuppen kommen allerdings nur selten vor.

Mond geht rechtzeitig unter

Oft macht der Mond Sternschnuppen-Begeisterten einen Strich durch die Rechnung. Denn häufig scheint er zu hell, so dass von den Quadrantiden nicht viel zu sehen ist. Doch dieses Mal geht der Mond in der Nacht auf den 4. Januar schon kurz nach Mitternacht unter. Einzig das Wetter könne dieses Jahr zum Problem werden, erklärt Neye dem rbb: Denn je dicker die Wolken am Himmel, desto schwerer seien die Sternschnuppen zu sehen.

Der Wetterbericht macht dabei nicht sehr viel Hoffnung. Für Brandenburg heißt es: "Nachts wolkenreich und zeitweise Regen, von Nordwesten her im Verlauf nachlassend und einige größere Auflockerungen, mitunter leicht bewölkt." Und für Berlin: " Nachts zieht der Regen durch, es lockert später auf bei 3 bis 2 Grad."

Beitrag von Kira Pieper

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3 Kommentare

  1. 3.

    Was für zwei seltsame Kommentare unter einem Artikel über einen Sternschnuppenschauer. RRG-Gemaule sogar hier? Ihr Ernst, Rolf Kranz?

    Zum Thema: Schade, dass das Wetter einen dicken Strich durch die Sternschnuppenrechnung macht. Wäre bestimmt schön anzusehen.

  2. 2.

    Zu wissen,dass die Meteoriten weit genug von der Erde weg sind,ist für mich beruhigend, es passiert so schon genug schlimmes!

  3. 1.

    Ein Sternschnuppenschwarm ist für das Gemüt immer noch besser als rrg.

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