Tödlicher Unfall, lkw, Radfahrer, Kottbusser Tor (Quelle: rbb/Morris Pudwell)
Audio: Inforadio | 08.01.2020 | David Donschen | Bild: rbb/Morris Pudwell

Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg - Radfahrerin von Lkw erfasst und getötet

Am Kottbusser Tor hat es am Mittwochmittag einen schweren Verkehrsunfall gegeben: Eine Radfahrerin ist von einem abbiegenden Lkw erfasst worden. Sie starb noch am Unfallort. Die Stelle wurde vorübergehend weiträumig gesperrt.

Eine Radfahrerin ist am Mittwoch in Berlin-Kreuzberg von einem Lastwagen getötet worden. Wie die Polizei dem rbb sagte, bog der Laster kurz vor 14 Uhr von der Kottbusser Straße nach rechts auf die Skalitzer Straße ab und erfasste dabei die Frau. Sie starb noch am Unfallort.

Die Polizei konkretisierte per Pressemitteilung am Donnerstag, dass die 68-jährige Radfahrerin in gleicher Richtung auf dem Radweg gefahren sei.

Mahnwache und Geisterrad

Die Berliner Feuerwehr war mit 40 Einsatzkräften am Kottbusser Tor im Einsatz. Zur Bergung mussten die Einsatzkräfte den Lkw anheben. Der 54-jährige Lkw-Fahrer und eine Passantin, die den Unfall gesehen hat, mussten psychologisch behandelt werden. Polizei und Feuerwehr mussten zahlreiche Schaulustige darum bitten, weiterzugehen.

Wegen der Unfallaufnahme, unter anderem mit einer Polizeidrohne, war der Bereich rund um das Kottbusser Tor laut Verkehrsinformationszentrale bis zum Abend für den Verkehr gesperrt. Auf den umliegenden Straßen kam es zu Staus.

Anwohner haben für Donnerstag um 17:30 Uhr zu einer Mahnwache am Unfallort aufgerufen. Auch ein weißes "Geisterrad" soll aufgestellt werden.

Mehr als 20 Radfahrunfälle im Jahr 2018

Der Kreisverkehr ist einer der größten Unfallschwerpunkte der Stadt, besonders beim Verlassen des Kreisels in eine der großen abgehenden Straßen kommt es oft zu gefährlichen Situationen unter Beteiligung von Fahrern von Kraftfahrzeugen und Radfahrern. 2018 gab es an der Kreuzung 21 Unfälle, an denen Fahrradfahrer und drei, an denen Fußgänger beteiligt waren. Im Februar 2018 wurde an der gleichen Stelle eine Fußgängerin von einem rechts abbiegenden Lkw überrollt und starb. 

Der tödliche Unfall am Mittwoch ist der erste Todesfall eines Radfahrenden in Berlin in diesem Jahr. 2019 gab es insgesamt 40 Verkehrstote auf den Straßen der Hauptstadt: 24 Fußgänger, sechs Radfahrer, sechs Autoinsassen, zwei Motorrad- sowie je zwei Bus- und Lastwagenfahrer starben.

Sendung: rbb 88,8, 08.01.2020, 15 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

64 Kommentare

  1. 64.

    Ha...ja ein toller Kommentar, da kann ich nur lachen . Leider haben sie nicht mein ganzes Statement zitiert, sondern nur den Schluss. Militante Radfahrer, die denken Lichtsignale sind nicht zu beachten, gehören bestraft das es weh tut. Wenn ich über Rot fahre heißt das Fahrverbot. Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr wäre Wünschenswert. Leider sind sie in ihrer Wortwahl sehr radikal, das man mit Ihnen nicht diskutieren kann. Schade.

  2. 62.

    Würden einige Radfahrer auch mal ein wenig mitdenken und vielleicht den LKW einfach mal fahren lassen weil man doch weiß das der nichts sieht. Solange man auf sein Recht pocht wird das alles nichts, und als Radfahrer oder Fußgänger zieht man eben den kürzeren. Ich lasse doch als Autofahrer auch eine Tram passieren an einer Kreuzung wo die Ampel ausgefallen ist obwohl ich Vorfahrt habe. Und das nicht weil ich das ausm Osten so gewohnt bin sondern weil mein Menschenverstand mir sagt, die kommt eh schwer rum und mit 26 Tonnen will ich mich nicht anlegen... Da ist mir das schei** egal ob ich Vorfahrt habe oder nicht. Und wenn ich mit dem Rad unterwegs bin schaue ich vorher was los ist, und wenn ich ein LKW sehe dann beeile ich mich entweder oder fahre langsamer damit er rum fährt und schon ist das Problem beseitigt. Und auch als Radfahrer sollte man sich vielleicht mal in ein Auto setzen um zu sehen, wie beschissen man als Autofahrer etwas sieht bei den neuen so "sicheren" Radwegen...

  3. 61.

    Als Autofahrer habe ich einen krassen Problem mit den Fahrradweg: man hat nur einen minimalen Platz um rechts abzubiegen. Wenn man nicht ein bisschen abbiegt, sieht man die Fahrradfahrer wegen die "deadspots" des Autos nicht. Und schon ist das Auto komplett auf den Fahrradweg

    Egal wer recht hat, um solche Tragödien zu vermeiden sollen die Fahrradwege bei jeder Kreuzung richtung Fußgängerweg im bogen sich ausrichten. Dann könnte jeder Autofahrer etwas abbiegen um mehr sehen.
    So wie es jetzt ist ist für alle schwierig.

    Ein Gedanke an die Frau :(

  4. 60.

    Ich schlage vor, diese Kreuzung und andere Kreuzungen, wo solche Unfälle geschehen, für Lkw zu sperren. Das ist nicht mehr hinzunehmen, daß immer wieder Geher und Radfahrer verunglücken. Ich komme mit Lesen dieser Meldungen niocht mehr hinterher.

  5. 59.

    Sie sollten sich mal mit Verkehrsexperten unterhalten bevor sie hier Phrasen um sich werfen. Es gibt jede Menge Verbesserungspotential baulicher, wie auch technischer Art. Der Abbiegeassistent kostet einen Bruchteil neuer Reifen für einen LKW. Es ist ein Unding warum Spediteure sowas nicht freiwillig nachrüsten. Also muß ein Gesetz her.

    Aber selbst das reicht nicht, wir müssen in der Stadt flächendeckend 30 km/h als Höchstgeschwindigkeit einführen. So werden schwere Unfälle verhindert oder zumindest die Folgen abgemildert. Selbst Abbiegeunfälle würden sich verringern, weil sich der Verkehr entschleunigt. Die Fahrer stehen nicht mehr so unter Druck, der Stress wird geringer und dadurch steigt die Aufmerksamkeit. Wissenschaftlich bewiesen.

  6. 58.

    Falsch, wenn jeder mehr Rücksicht und Umsicht walten lässt,sind alle Strassen in Deutschland sicher.

  7. 57.

    Nein, das ist eben nicht egal! Solche Unfälle sind zu verhindern. Und wenn der sinnlose Tod zum erneuten Anlass genommen wird darüber zu diskutieren wie man unsere Straßen sicherer macht, dann war der Tod doch nicht ganz sinnlos!

  8. 56.

    "Glauben Sie mir das ich an manchen Sommertagen Schweiß gebadet bin, wenn hunderte Radfahrer wie die kaputten, mit Kopfhörern in den Ohren, über rote Ampeln rasen. Die tauchen mit ihrer rasanten Geschwindigkeiten auf, wie aus dem Nichts. "

    Bitte ganz schnell die Pappe abgeben! Nach ihren eigenen Worten sind sie nicht geeignet ein solches Fahrzeug zu führen.

  9. 54.

    Das mag in einer Kleinstadt wie Bernau praktikabel sein, für eine Großstadt ist das untauglich. Dann brauche ich kein Rad, dann kann ich auch zu Fuß gehen.

    Wer es mit der Verkehrswende ernst meint, der muß diese Todesfallen auf vier Rädern entschärfen ... oder abschaffen.

  10. 52.

    Mein Beitrag bezog sich auf einen anderen Leserbeitrag zum aktuellen Bericht. Ich bin lediglich, wie auch der zitierte Leser, der Ansicht dass in diesem Forum keine Meinungen ausgetauscht werden, sondern ganz allgemein verbale Attacken gegen Leser oder gewählte Volksvertreter mit anderen Meinungen ausgeteilt werden. Da frage ich mich schon, was das mit Meinungsaustausch zu tun hat. Ist letztlich eine Stilfrage.

  11. 51.

    Naja sicher wird dieser Beitrag mal wieder sehr kontrovers diskutiert denn so ein schlimmes Schicksal kann morgen oder übermorgen jeden ereilen egal wie sehr man auch auf die Verkehrsregeln achtet aber nur weil einige hier voreilig versuchen einen Schuldigen auszumachen oder in Sachen Verkehrsregeln sehr unterschiedlicher Meinung sind muss man deshalb nicht gleich einige Kommentare hier verbieten denn von direkten Beleidigungen o.ä. habe ich bis jetzt hier nichts gelesen . Da gab es schon einige andere Kommentare auf rbb24 die ich für deutlich grenzwertiger hielt als das was bis jetzt hier zu lesen ist . Es gibt nun mal sehr viele verschiedene Meinungen und der eine nimmt es etwas persönlicher und der andere nicht . Ich schließe mich selber dabei auch nicht aus . Die Redaktion von rbb24 muss bzw. möchte aber ein möglichst breites Spektrum von Meinungen zeigen und das ist Ihr gutes Recht . Ich würde deshalb auch nicht gleich Sensationsgier unterstellen .

  12. 50.

    Es kam ein Mensch ums Leben!
    Haltet Euch doch einfach mal mit Euren unsinnigen wie dummen Kommentaren zurück. Ihr nervt.

  13. 49.

    "Ich gehe sogar noch weiter Fahrräder nehmen an Strassenverkehr Teil und da braucht einfach jedes Fahrzeug ein Kennzeichen, Zweiräder haben Helmpflicht und Lichtpflicht."

    und das hätte diesen Unfall hier verhindert? Oder wenigstens das Leben der Radfahrerin gerettet? Oder geht es ihnen gerade gar nicht um einen Kommentar zu diesem Bericht hier?

    "Aber die geplanten Änderungen an der STVO heben einfach Radfahrer in den Himmel"

    oh je :-(

    Es wird wirklich Zeit, dass sich hier einige Dinge ändern. Hier sterben Menschen-und zwar verhinderbar. Ich finde das unverantwortlich, hier nicht aktiv zu werden.

  14. 48.

    "[...] heben einfach Radfahrer in den Himmel."

    Falls Ihnen nicht selbst aufgeht, wie unempathisch, zynisch, schroff und unwürdig Ihr Beitrag ist, empfehle ich professionelle Unterstützung.

  15. 47.

    Zitat, es tut mir sehr leid, aus Wikipedia:
    „2007 hat die EU eine Ausstattung von neu zugelassenen LKW mit Spiegeln für die lückenlose Rundumsicht vorgeschrieben. Seit März 2009 müssen auch bestehende LKW mit den Spiegeln nachgerüstet sein. Seitdem befinden sich zusätzlich zu den Hauptaußenspiegeln an allen LKWs ein Frontspiegel, ein Rampenspiegel und zwei Weitwinkelspiegel.[2]

    Obwohl der tote Winkel zumindest bei LKWs nicht mehr nach vorne und zur Seite existiert, wenn die Spiegel richtig eingestellt sind, passieren weiterhin Rechtsabbiegeunfälle, weil LKW-Fahrer nicht alle Spiegel beim Abbiegen prüfen. Fälschlicherweise wird in diesem Zusammenhang oft davon gesprochen, dass sich Verkehrsteilnehmer im toten Winkel befanden, wenn es ein Bereich war, der nicht direkt, sondern nur durch Spiegel zu sehen war.“

  16. 46.

    Sehr guter Kommentar!
    Ich gehe sogar noch weiter Fahrräder nehmen an Strassenverkehr Teil und da braucht einfach jedes Fahrzeug ein Kennzeichen, Zweiräder haben Helmpflicht und Lichtpflicht. Aber die geplanten Änderungen an der STVO heben einfach Radfahrer in den Himmel.

  17. 45.

    Echt jetzt ? Ein Bürgermeister die Schuld geben ?

    Der Herr Müller ist die falsche Adresse ... probieren Sie es mal mit der Bundesregierung oder bei der EU das sind die richtigen Adressen.

    Warum wird immer gleich auf den Fahrer eingeprügelt ? Auch der gilt als verletzt und muss versorgt werden.

    Nicht immer sind die Radfahrer unschuldig ... wie oft sieht man Regelbrüche wie fahren über Rot ? Oder auf dem Gehweg fahren ? Entgegen der Spur ? aber auch Dinge wie ohne Licht fahren bei Dunkelheit ?

    Allein heute morgen habe ich eine Radfahrerin mit Kind dabei gesehen die ungebremst über rote Ampeln gerast ist ... Der LKW der BSR hätte diese Dame eiskalt erwischt. Und dann reden wir hier über die Fehlverhalten von Fahrern eines KFZ ? Vielleicht mal darüber reden wie Radfahrer sich benehmen. Es gleicht einen Wunder das nicht mehr passiert.


    Darüber sollten man mal nachdenken. Gegenseitige Rücksichtnahme §1 der StVO ... Radfahrer haben keinen Freifahrtsschein !!!

Das könnte Sie auch interessieren