Sonne im winterlichen Berlin (Quelle: dpa/Paul Zinken)
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Wetter in Berlin & Brandenburg - "13 Grad sind im Januar schon eine außergewöhnliche Nummer"

Frühlingshaft warm wird es in dieser Woche in Berlin und Brandenburg. Weil Tief Fenja auf Hoch Christian trifft, steigt das Thermometer am Mittwoch voraussichtlich auf bis zu 13 Grad. Das sind etwa zehn Grad mehr als normalerweise um diese Jahreszeit.

Die ganz dicke Winterjacke können Berliner und Brandenburger in den kommenden Tagen getrost im Schrank lassen: Das Wetter in der Region wird zur Wochenmitte hin mit Temperaturen von bis zu 13 Grad nahezu frühlingshaft mild. "Das ist schon eine außergewöhnliche Nummer", sagte Meteogroup-Meteorologe Dennis Dalter rbb|24. Insbesondere wenn man das langjährige Klimamittel betrachte, läge man mit diesen Temperaturen etwa zehn Grad über dem, was normal wäre. "Es stünden uns etwa zwei bis drei Grad zu", so der Wetterexperte. "Die Abweichungen also sind enorm".

Tief Fenja trifft auf Hoch Christian

Das milde Wetter entstehe durch eine Großwetterlage, erklärte der Meteorologe. Das steuernde Tief Fenja, das von den britischen Inseln heranzieht, treffe auf das Hochdruckgebiet Christian als Gegenspieler. Letzteres habe seinen Schwerpunkt über dem Balkan. "So kommt es zu einer Südwest-Höhenströmung, die milde Luft aus dem Mittelmeerraum zu uns bringt", sagte Dalter.

Regen sei kaum zu erwarten. Am Dienstag "vielleicht einige Tröpfchen". Dafür sei der Wind jedoch deutlich bemerkbar - es kann auch zu Windböen kommen. Der wärmste Tag des bisherigen Jahres verspricht der Mittwoch zu werden, er soll trocken und sonnig sein.

Im Vergleich viel zu mild

Das Wetter sei außergewöhnlich für die Jahreszeit, sagte Dalter. Allerdings sei es auch schon in der Vergangenheit in Berlin und Brandenburg schon einmal punktuell sehr warm gewesen: So sei es im Jahr 2007 am 9. Januar 14 Grad warm gewesen in Berlin, am 10. Januar 1991 waren es über 15 Grad.

Bisher sei der Januar 2007 der Januar mit den wärmsten Temperaturen seit den Wetteraufzeichnungen gewesen, sagte Dalter. Doch auch der laufende Januar sei - selbst wenn es jetzt 2020 im letzten Drittel des Monats noch ganz besonders kalt würde - ganz sicher deutlich zu mild.

Ab dem Wochenende wieder etwas kühler

Das deutlich zu milde Wetter ist nach Angaben des Meteorologen bis zum kommenden Wochenende gemeldet. Ab dann sollen die Durchschnittstemperaturen wieder bei etwa sechs Grad tagsüber liegen und nachts sei leichter Frost möglich.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.01.2020, 11:30 Uhr

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Antwort auf [Tremor] vom 14.01.2020 um 08:12
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25 Kommentare

  1. 25.

    Es geht aber auch um eine Einschätzung. Und wenn man z.B. auf wetterkontor.de schaut, dann kann man die Tendenzen der Temperaturentwicklung erkennen und diese lassen sich auch wissenschaftlich begründen und deuten.
    Und CO2 ist halt der entscheidende Faktor. Wenn dem nicht so wäre, dann wüsste ich nicht warum die Venus so viel wärmer als der Merkur ist, obwohl der Merkur viel näher an der Sonne ist.
    Dort sieht man eindeutig, was der Effekt von CO2 ist.

  2. 24.

    Sagen sie das eigentlich auch zu den Bauern in Brandenburg, egal ob Öko oder konventioneller Bauer, dass sie sich entspannen sollen? Ich glaube Empathie ist eines der Stichwörter dazu.

  3. 23.

    How ever, am Wochenende ist wieder normales Wetter. Entspannt euch. Noch geht die Welt nicht unter.

  4. 22.

    Können oder wollen Sie nicht verstehen?
    Natürlich ist das Wetter in Brandenburg, deutlich zu warm für diese Jahreszeit und das mit steigender Tendenz.
    Ursache ist der Menschen gemachte Klimawandel. Kann man abstreiten oder ignorieren, das ändert aber nichts an den Folgen die alle zu tragen haben werden. Die gesparten Heizkosten z.B. werden sich sehr schnell relativieren...

  5. 21.

    "Frühlingshaft warm wird es in dieser Woche in Berlin und Brandenburg. Weil Tief Fenja auf Hoch Christian trifft, steigt das Thermometer am Mittwoch voraussichtlich auf bis zu 13 Grad." So, und Sie reden wovon bitte?

  6. 20.

    Die Polkappen schmelzen, Permafrost in den Alpen und Sibirien taut, Weltmeere so warm wie nie.
    Das liegt sicher alles nur am Wetter............und der Mensch hat damit nichts zu tun.
    Keine Ahnung ob das Dummheit, Ignoranz oder beides ist.

  7. 19.

    Niemand leugnet das Klima.
    Aber ist es nicht etwas hysterisch, für jede ungewöhnliche Wetterlage immer gleich den Menschen verantwortlich zu machen?
    Wenn das Wetter immer so werden würde, wie man es erwartet, wäre das doch rein logisch gesehen ebenfalls ein Extrem. Denn Wetter und Klima sind chaotisch und interessieren sich nicht für Erwartungen.
    Ich hätte auch gern mal wieder einen richtigen Winter und einen weniger übertriebenen Sommer.
    Warum mich das Wetter in beiderlei Hinsicht seit Jahren entttäuscht, weiß ich nicht, halte es aber - wie gesagt - schlicht für Zufall.

  8. 18.

    Oh man, Sie driften aber ab. Wir reden über das aktuelle Winterwetter. Sie kommen gleich mit einem "wenn dafür der Sommer....". Wenn das Wörtchen wenn nicht wär.... Hallo, wir haben Januar. Es gibt nicht mal Prognosen für das Wetter in einem Monat.

  9. 17.

    Weniger Energieverbrauch ist natürlich etwas gutes, wenn da für aber im Sommer mehr Energie für Klimaanlagen verbraucht wird, hebt sich der Vorteil wieder auf. Hinzukommen die Nachteile für die Umwelt und Natur durch solche Temperaturen.

  10. 16.

    Na klar leugnen Klimaleugner den menschgemachten Klimawandel. Und wen soll ich beleidigt haben, es geht um ein Defizit in der Bildung.

    Oder meinen sie das Wort "rumheulen". Ist es denn nicht so, wenn man solchen Menschen Fakten auf wissenschaftlicher Grundlage präsentiert, dass sie dann in einer gewissen Art und Weise rumheulen?

  11. 15.

    " Die milden Temparaturen dürften wohl alle erfreuen"

    nur die, die nicht wissen, wie wichtig tiefere Temperaturen für die Natur sind und sehr kurzfristig denken. Alle anderen erschrecken sich darüber.

  12. 14.

    Ach, weil es in Berlin nicht kalt ist? Bitte übertreiben Sie nicht. Es geht hier um das Wetter in Berlin, wir haben keine Permafrostböden. Deutsche übertreiben gerne. Der Klimawandel wurde nicht bestritten, wenn sie lesen. Nur im Zusammenhang mit dem aktuellen Wetter gleich auf den Klimawandel zu kommen liegt wohl in der German Angst begründet.

  13. 12.

    Ich finde es herrlich, wenn es so mild ist.
    Spare ich Heizkosten und wenn ich und meine Familie dann noch flach atmen, steht einem Flug im Sommer nach Kuba nichts im Weg. Wir haben ja eine ausgeglichene CO²Bilanz.

  14. 11.

    Der Klimawandel ist eben nicht schnuppe. Ohne entsprechende Kälte taut der Permafrost immer schneller auf.
    Eine ganz intelligente Antwort darauf wäre " haben wir hier nicht".
    Man kann nur hoffen das auch der Letzte begreift was auf uns zu kommt.

  15. 10.

    Witzig wie ihr alle aufs Klima kommt. Im Bericht findet sich nichts dazu. Freut euch lieber, dass der Winter bisher ohne Frost und Schnee ist. Der Klimawandel ist doch jetzt mal schnuppe dabei. Wer will Frost und Schnee in der Stadt?

  16. 9.

    Ich glaube niemand leugnet, dass es das Klima gibt. Es wäre schön, wenn Sie sachlich beim Thema bleiben könnten, ohne andere Mitmenschen zu beleidigen. Sehr erstaunlich, dass Ihr Beitrag überhaupt durch die Redaktion freigegeben wurde. Und ja, 13°C finde ich zu dieser Jahreszeit auch sehr ungewöhnlich.

  17. 8.

    Vertehe nicht, was Sie damit sagen wollen? Weshalb sollte jemand rumheulen? Die milden Temparaturen dürften wohl alle erfreuen. Verbrauchen wir alle weniger Energie zum heizen etc.

  18. 7.

    Wir haben aber geringere Heizkosten,sparen dadurch aber Zeh Oh zwei.

  19. 6.

    Tobias, hier heult keiner rum! Und bitte wieder nicht mit Verboten und Anschuldigungen kommen!

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